Letztes Update am 28.06.2012, 13:12
Ideenbewerb, um Kindergärten noch sicherer zu machen
Der Vortragende zeigte Bilder, wie 12-Jährige rückwärts gehen lernen müssen!“, , zeigte sich eine Wiener Kindergartenleiterin noch Jahre später von einer pädagogischen Fortbildungsveranstaltung in Deutschland fertig. Da machte es – so verriet sie dem KURIER – „bei mir klick und ich ließ im neuen Kindergarten, den ich übernehmen sollte, einen Baum im Garten stehen. Er wurde zwar beschnitten, aber die Kinder sollten klettern lernen. Ich weiß, das ist eine Gratwanderung. Aber lieber ein Kind holt sich mal blaue Flecken oder den einen oder anderen Kratzer, kann sich dafür aber geschickt bewegen. Diesen Kindern passiert sicher künftig weit weniger!“
Der KURIER schaute sich für diese kleine Serie, die den Ideenbewerb der AUVA für mehr Sicherheit im Kindergarten begleitet, bei der kindercompany in der Wiener Esslinggasse um: Regnerisches Wetter verhinderte den Ausflug in den nächsten Park, so ging’s ab in den Bewegungsraum.
Balancier-Steg
Rutsche aufgebaut – Sicherheitsmatten drunter geschoben und schon begannen die ersten das schräge Brett nach unten zu laufen, immer mehr und immer schneller – und mit jedem Mal noch sicherer. Gar nicht mehr aufhören wollten Lisette, Anna, Hanni, Michael, Kian, Mateusz, Patrick, Lion, Malak, Anna, Olivia, Fiona und Balint. Erst alternative Angebote brachten sie von der Rutsche weg. Das waren unter anderem eine umgedrehte Sitzbank. Der schmale Balken am unteren Ende wurde zum Balancier-Steg. Erst zaghaft, oft an der Hand der Kindergartenpädagogin Verena, begannen die ersten den schmalen Grat zu überqueren. Später noch ein bisschen wackelig, aber ohne Handanhalten. Wenige Minuten danach gingen die Kinder, eines nach dem anderen, sicher und frei sowie schnellen Schritts über den Balken.
Sicher;)
Besser ist es, Gefahren zu kennen
Schon wieder ist was passiert. Eltern zittern vielleicht, Pädagoginnen (vereinzelt auch Pädagogen) fürchten, dass sich ihre Schützlinge verletzen und deren Erziehungsberechtigte klagen ...?
Daraus könnte auch folgen, möglichst alles zu verbieten, was auch nur ansatzweise gefährlich sein könnte. Also, keine echte Schere, nur „sogenanntes“ Kinderholz, ein „Spielzeug“ aus den USA, das aus Schaumstoff ist, dessen Farbe und Musterung an Holz erinnert – ganz wenig.
Nein, das ist nicht der beste Weg zu mehr Sicherheit. Am wenigsten geschieht, wenn Kinder möglichst früh lernen, wo und welche Gefahren lauern könnten. Wo sie erfahren und vor allem erleben, wie und was zu tun ist, damit nichts passiert, ist’s am sichersten. Also miteinander lernen, über die Straße zu gehen, aufzupassen, Stiegen steigen und auf Leitern klettern – mit der nötigen Vorsicht ...
Kinderbuch
Die AUVA, bei der nun seit dem verpflichtenden Kindergartenjahr alle unfall-versichert sind, möchte gern noch mehr Augenmerk auf Sicherheitslernen legen. Die größte Kompetenz orten die Verantwortlichen natürlich dort, wo tagtäglich mit vielen Kindern gelebt, gespielt wird.
Darum wurde nun ein Bewerb für Kindergärten ausgeschrieben, bei dem Ideen gesucht, gefunden, gesammelt und eingesendet werden sollen, wie das tägliche Kinderleben im Kindergarten noch sicherer gemacht werden kann.
Zur Unterstützung stellt die AUVA ein Bilderbuch vom bekannten heimischen Kinderbuch-Duo Helga Bansch und Heinz Janisch zur Verfügung: Biber Bibi und Drache Kiki spielen im Wald Zirkus (so der Buchtitel). Die beiden Hauptfiguren gibt es auch als Hand- und Fingerpuppen.
Diskussion
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Reportage: Auf das Leben vorbereiten
Zukunft der Kinder
Im Kindergarten chinesisch lernen
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