Letztes Update am 19.12.2012, 20:02
Kürzlich trat der 13-jährige Raphael Zenaty mit Andi und Alex in "Frisch gekocht" auf.
Wie bist du zum Kochen gekommen?
Raphael Zenaty, 13: Das hat vor ungefähr einem Jahr begonnen. Da hat meine Oma mein Lieblingsrezept gekocht – Semmelknödel mit Tomaten-Paprikasoße und Spiegelei, also eher einfache Hausmannskost. Aber allein das Zuschauen hat mich so fasziniert, dass ich gleich mitgeholfen und ein paar Tage später das Gleiche zu Hause selber gekocht habe.
Wie ging’s dann weiter?
Ich hab mir dann viele Kochbücher besorgt und Sendungen im Fernsehen angeschaut. Mein absoluter Liebling ist Jamie Oliver. Dann hab ich begonnen, jedes Wochenende ein Menü zu kochen – zuerst nur für meine Eltern zu Hause am Wochenende. Was gut angekommen ist, hab ich auch für andere gekocht und später angefangen im Club eines privaten Kaffeehauses für 40 Leute zu kochen.
Für 40 Leute, ganz schön viel und sicher anstrengend?
Da ist vor allem die Rezeptwahl schwierig, für so viele Leute kannst du nicht alles machen, weil da schon ganz schön viel reine Handarbeit – schneiden, putzen und so – anfällt. Beim Kochen rechne ich immer mit rund einem Drittel der Zeit als reiner Handarbeit – und für so viele Leute, wo ja auch nie alle alles mögen, musst du schon auch mit fünf Stunden in der Küche rechnen.
Hast du Vorlieben beim Kochen?
Es ist ehe sehr verschieden, aber ja, ich mag gern mit Rindfleisch kochen – so was hab ich auch für die Sendung mit Andi und Alex gemacht. Aber ansonsten mag ich gern raffinierte Küche, nicht unbedingt Top-Gourmet, aber auch nicht nur Hausmannskost, exklusiv aber nicht zu sehr.
Hast du aber Spezialitäten?
Ich bin ein Mensch, der sich nicht gern zu sehr spezialisiert. Ich probier auch gern Neues aus. Aus den vielen Sendungen und Büchern weiß ich schon, was einigermaßen gut zusammen passt und was nicht. Ich hab mir auch so grundlegendes Wissen zusammen gesucht, unter anderem aus dem Buch 484 Sachen, die Köche wissen müssen, in dem geht’s zum Beispiel darum, wie man was schneidet und solche Sachen.
Hast du auch ganz Neues ausprobiert?
Ja, ich hab auch schon eigene Rezepte erfunden.
Ich hab da meine Leidenschaft entdeckt und weiß schon auch, dass es anstrengend sein kann. Für manche Speise stehst du nur 20 Minuten, für ein anderes Menü vier Stunden in der Küche.
Nächstes Jahr nach der vierten Klasse Gymnasium wechsle ich in eine Hotelfachschule, dort wurde ich auch schon aufgenommen.
Hattest du auch schon vor mehr als einem Jahr, bevor du die Kochleidenschaft entdeckt hast, Berufswünsche?
Ja, da wollte ich Landschaftsarchitekt werden. Mich interessiert Architektur sehr – und auch Natur, im Garten meiner Eltern hab ich einen eigenen Gemüse- und Kräutergarten – ungefähr 15 Quadratmeter. Ich hab mir dort auch selber ein Hochbeet gebaut. Naja, jetzt kann ich viel davon fürs Kochen verwenden. Ich hab Tomaten, Gurken, Zwiebel, Zucchini, Melanzane und sogar Kürbis und Artischocken angebaut, Salat sowieso. Und alle möglichen Kräuter.
Übrigens: Raphael Zenaty erschien nicht nur am 3. Jänner auf dem Monitor, kurz vor Weihnachten kochte er auch für eine Internet-Koch-Sendung
Bilder
Diskussion
Krise in der Mittelklasse
Köche gesucht
Gastronomische Mittelklasse: Immer weniger wollen den Job des Kochs machen.