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KURIER
Bus-Übergabe im Senegal - Foto: Ibu Mane

Letztes Update am 29.04.2012, 23:01

Feiern, damit andere leichter zur Schule kommen. Ortsgruppe Pichling half bei Finanzierung eines Schulbusses für Kinder im Senegal/Wiener Volksschulkinder spielten Clowntheater für Waisenkinder in Haiti

Mit vier Benefizveranstaltungen hatten die Ortsgruppe Pichling der Kinderfreund, eine Trommelgruppe und Familie Mane mehr als 9000 Euro gesammelt, um einen Kleinbus für Affiniam,ein Dorf im Senegal zu kaufen. Dieser Bus, der die Kinder zur Schule bringt, wurde von Familie Mane vor Ort erworben und Mitte April an das Dorf übergeben.
Die Initialzündung für das Benefizprojekt kam von Ibu Mane. Er stammt aus dem Senegal und engagiert sich bei einer Pichlinger Trommelgruppe. Sein Bruder arbeitet an einer Schule in Affiniam und schnell wurde klar, was die Bevölkerung dort braucht: Einen Bus, um lange Distanzen zu überwinden, besonders für die Kinder, denen der lange Schulweg zu schaffen macht.macht

Nicht gönnerhaft, sondern partnerschaftlich

Der Erlös dreier Feste und des Palatschinkenverkaufs bei der Kidsparade finanzierte den Bus. „Wir wollten aber nicht nur Geld sammeln, sondern wir haben ein Afrikaprojekt daraus gemacht", erzählt Manfred Storm von der Ortsgruppe Pichling. Wichtig war den Organisatoren die Begegnung auf Augenhöhe und das Kennenlernen der jeweils anderen Kultur auf eine lustvolle Art und Weise.

Bei den zwei Festen im Volkshaus Pichling und beim Fest im Volkshaus Harbach wurde getrommeln, es wurde afrikanisch gesungen, getanzt, gebastelt und gegessen. Auch der Puchenauer Chor war dabei, ein stimmgewaltiger afrikanisch-österreichischer Auftritt war die Folge.

Manfred Storm, der hauptberuflich als Freizeitpädagoge in der NMS HS18 in der Neuen Heimat arbeitet, freut sich dass „die Kinder unseres Teenie-Clubs sich in ihren Gruppenstunden mit dem Senegal befasst haben. Wo liegt der, welches Sprachen werden gesprochen, wie leben die Kinder? Auch Brieffreundschaften sind im Entstehen".

„Uns allen haben die Feste total Spaß gemacht, wir durften eine für uns fremde Kultur kennenlernen und als Draufgabe konnten wir Menschen im Senegal helfen", fasst Manfred Storm die abschließenden Erfahrungen zusammen.

Clown spielen für Waisenkinder in Haiti

Die beiden Initiatorinnen - und die Spendenbox
Die beiden Initiatorinnen - und die Spendenbox - Foto: Martina Jäger

Zwei Mädchen der 2b Integrationsklasse der Wiener Volksschule Mondweg, starteten aus eigener Initiative, unterstützt durch ihre Lehrerin, ein Hilfsprojekt.
Amelie Hammer und Marie-Claire Tinland, die beiden Initiatorinnen erinnern sich: „Im Jänner kam uns die Idee, dass wir Kindern, die es nicht so gut haben wie wir, helfen wollen. Zuerst hatten wir die Idee für Afrika und Asien. Doch das war zu viel! Martina, unsere Lehrerin, hat uns auf die Idee gebracht, für eine Schule (in einem SOS-Kinderdorf) in Haiti Spenden einzusammeln."

Mit Lachen  für Spenden
Foto: Martina Jäger

Die Mädchen lasen viel über die Insel, bekamen Informationen über die Situation im Kinderdorf nach dem Erdbeben und es entstand ein kurzes Clowntheaterstück zu diesem Thema. „Tag für Tag wurde das Theaterstück, mit dem wir die Spenden einsammeln wollten, besser. Dann ging es los durch die Klassen."

Insgesamt konnten so für das Hilfsprojekt für Waisen 700 Euro eingespielt werden.

(kurier) Erstellt am 28.04.2012, 21:00

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