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In Zukunft sollen auf diese Art auch Gelenke, Nase oder Speiseröhre gemacht werden.
In Zukunft sollen auf diese Art auch Gelenke, Nase oder Speiseröhre gemacht werden. - Foto: Lindsay France/University Photography/Cornell

Letztes Update am 22.02.2013, 10:22

Künstliches Ohr aus dem 3-D-Printer. Es funktioniert angeblich wie ein normales Ohr und wurde von Biomedizinern der Cornell Universität entwickelt.

Die Experten hoffen nun, dass ihr Erfindung Kindern helfen wird, die mit deformierten bzw. unterentwickelten Ohren zur Welt kommen. Das Forschungsprojekt - in PLOS One veröffentlicht - zeigt, wie die Kombination aus 3-D-Printing und injizierbaren Gelen, die lebende Zellen enthalten, ein Ohr schaffen, das von einem echten kaum zu unterscheiden ist.

"Es ist eine Win-Win-Situation sowohl für die Medizin als auch für die Grundlagenforschung - das zeigt, was wir erreichen können, wenn wir zusammenarbeiten.", sagt Studien-Co-Autor Lawrence Bonassar. Wiederherstellungschirurgen warten seit langem auf den Tag, an dem sie Kindern mit angeborenen Ohr-Deformationen helfen können, - Dr. Jason Spector, Direktor des "Laboratory for Biogenerative Medicine and Surgery an der Weill Cornell University in New York City, hofft, dass damit ein wichtiger Schritt getan sei. Auch Menschen, die ihr Ohr aufgrund eines Unfalls oder wegen einer Krebserkrankung verloren haben, könnte damit geholfen werden.

Das Ohr aus dem 3-D-Printer braucht nicht lange, um zu "werden": einen halben Tag benötigt es, um die Form zu designen, ca. einen Tag, um es zu "drucken",  30 Minuten um das Gel zu injizieren,
ein paar Tage liegt es in einer Zellkultur. Dann kann es verpflanzt werden.

 

(Kurier/GK) Erstellt am 22.02.2013, 10:22

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