Letztes Update am 12.05.2012, 10:54
Florian Holzer speiste in der Innenstadt.
Von den vielen Restaurants, in denen Harald Riedl schon zugange war, war ein Projekt das interessanteste – wurde aber leider nie realisiert: Das Brückenbeisl am Mexikoplatz zum feinsinnigen Edel-Beisl zu machen, wollte einfach nicht gelingen. Beim Dom-Beisl, der extra-urigen Fiaker-Verköstigung gleich hinter dem Stephansdom, hatte er mehr Glück: Dort wurde ihm nun von wohlmeinenden Investoren ein Mittelding aus Bistro und dezent modernisiertem Hellholz-Beisl mit offener Hightech-Küche gebaut, eine durchwegs passende Bühne für Riedls Küche, die wie gewohnt zwischen französischer Klassik, mediterraner Kreativität und Wiener Tradition, allerdings nach französischer Manier umgesetzt, oszilliert. Das gebackene Parmesan-Ei mit marinierter Makrele und Kartoffel-Lauch- Dressing war hinreißend (12,50 €), die Bärlauch-Ravioli mit glacierten Wiener Schnecken – fantastische Kombination – nachgerade genial (13 €), der lauwarme Kalbskopf mit Flusskrebs-Sauermilch-Terrine auch gut, optisch aber etwas überladen (16,50 €). Zu Hochform läuft Riedl bei der gefüllten Kaninchen-Keule mit mediterranem Artischocken-Gemüse aus dem Römertopf auf (23 €). Der Service ist bemüht, "alte Schule" durchblicken zu lassen, die Weinkarte ist sensationell.
Dom-Beisl, Wien 1,
Schulerstraße 4,
01/512 03 02,
Mo-Fr mittags und abends,
www.dombeisl.at
Diskussion
Salz und Pfeffer
S’Zwara
Genuss
Salz und Pfeffer: Schrammelbeisl
Florian Holzer aß in einem Beisl, das er schon von früher kennt.
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Florian Holzer aß friulanisch bei einem alten Bekannten und zwar sehr gut.