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KURIER
Foto: dpa-Zentralbild/Arno Burgi

Letztes Update am 11.07.2012, 18:00

Ösi-Bashing für das verrechnete Glas Wasser. Die mittlerweile medial auch in Deutschland angekommene Aktion einiger Wiener Wirte, Gäste für Leitungswasser bezahlen zu lassen, ist Gift fürs Wien-Image.

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Nach der Sperrstund` um 10h jetzt noch Geld fürs Leitungswasser: die Wiener Gastronomie macht es ihren Gästen nicht eben leicht. - Foto: Roland Pittner

"Nachdem die, hirnverbrannte Idee` - so zu lesen in der Süddeutschen Zeitung am 10. Juli 2012 - in Wiens Gastronomie Geld für Leitungswasser zu verlangen, nunmehr auch über die Landesgrenzen hinaus  für Schlagzeilen sorgt, bedarf diese Angelegenheit einer Klarstellung aus touristischer Sicht". Sagt der Tourismusdirektor Norbert Kettner. Doch der Schaden ist bereits passiert. "Wien, das - zumindest bisher - nachweislich weltweit mit seiner Gastfreundschaft punktet, läuft dadurch Gefahr, einen empfindlichen Imageverlust zu erleiden. Als Tourismusdirektor lehne ich daher den Versuch einiger Gastronomen, unter dem Vorwand einer Charity-Aktion Serviceleistungen zu reduzieren, dezidiert ab. Damit setzt man den guten Ruf der Destination Wien aufs Spiel und verärgert Gäste, - ein guter Zweck heiligt nicht jedes Mittel."

 

dpaBundeskanzlerin Angela Merkel trinkt am Dienstag (15.01.2008) in Berlin während resseressekonferenz ein Glas Wasser. 2008 ist nan Worten voen von Bundeskanzlerin Angela Merkel «ein Schlüsselja#252;#252;r den Erfolg der großelition#18n». Daes dome dome
Das mag man in "Geiz ist geil"-Deutschland nicht, wenn das Wasser mehr als 0 Cent kostet. - Foto: dpa

Kostenfrei serviertes Leitungswasser ist laut Kettner "ein traditioneller Service in Wiens Gastronomie, und zwar", wie er betont, "in Restaurants ebenso wie in Kaffeehäusern. Gerade damit hat sich die ausgezeichnete Wiener Gastronomie nachhaltig gegenüber der Konkurrenz in anderen Destinationen positioniert. Dieses vorteilhafte Differenzierungsmerkmal darf nicht leichtfertig aufgegeben werden." Herrlich: Nachhaltig, Destinationen, Differenzierungsmerkmal. Das Deutsch der Marketingleute.

 

dapdEine Kellnerin serviert am Montag (28.03.11) vor einem Kaffeehaus in Wien, Oesterreich, beim Saisonstart der Schanigaerten zwei Kaffee inklusive einem Glas Wasser. Als Schanigarten bezeichnet man in Oesterreich einen kleinen mobilen Gastgarten in urba
Im Kaffeehaus gibt es das Wasser zur Melange nach wie vor auf Haus. - Foto: dapd

Ausschließlich im Fall einer Bestellung von Wasser als einzigem Getränk sieht er eine Verrechnung als gerechtfertigt an. "Eine Gastronomie von internationalem Rang zeichnet sich auch durch den Verzicht auf kleinliche Gesten aus", meint Kettner abschließend.

(kurier/ar) Erstellt am 11.07.2012, 17:26

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