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Foto: EPA

Letztes Update am 05.03.2013, 17:57

Ein Dinner mit Adrià um läppische 5.000 Dollar. Sotheby's in London versteigert Devotionalien des Molekularmeisters Ferran Adrià.

Unterm Hammer bei Sotheby's demnächst kein flämischer Meister, auch kein Warhol und ebenso keine Kiste mit alten Burgundern. Versteigert wird ein Abendessen, ein  Dinner, gekocht von einem Spitzen-Koch, Ausrufungspreis 5.000 Dollar.

Da denkt man gleich an das El Bulli und Ferran Adrià. Richtig.

EPAepa02849043 Spanish chef Ferran Adria (C) gestures in front of his applauding El Bulli restaurant staff during a press event at El Bulli restaurant, in Roses, Catalonia, Spain, 30 July 2011. El Bulli restaurant, owned by Adria, will close its doors on
Adrià und seine El-Bulli-Mannschaft am letzten Betriebstag des Restaurant - Foto: EPA
Der Ferran Adrià, dem die Küche der letzten zehn Jahre einen unglaublichen Hype zu verdanken hat und die Gäste Dinge wie flüssigen Stickstoff oder mit Oliven-Liquid gefüllte Olivengelees und "Melonen-Kaviar" aus sphärisiertem Melonensaft. (Okay, es gab auch Dinge im El Bulli, die die Welt des Kochens wirklich weiter gebracht haben.)

Das Auktionshaus Sotheby's versteigert zwei Abendessen mit Starkoch Ferran Adrià. Weiters werden im April (in Hong Kong am 3. April, in New York am 26. April) Weine sowie Ausstattung andere Memorabilien (Speisenkarten, Kochjacken etc.) aus dem El Bulli versteigert. Der Erlös geht an die El Bulli Foundation.

Adrià, der mit dem El Bulli viermal hintereinander bei den San Pellegrino World's 50 Best Restaurants den ersten Platz belegte, sowie drei Michelin-Sterne erkochte, hatte das Restaurant 2011 geschlossen. Ein Stöhnen ging um die Welt. Einige Hotels rund um Rosas mussten sich eine neue Zielgruppe suchen. Die Molekularküche war kurze Zeit später kulinarische Geschichte.

 

 

(kurier/AR) Erstellt am 05.03.2013, 17:57

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