Letztes Update am 03.07.2012, 17:40
Die besten Veltliner-Macher Österreichs.
Der falstaff-Grand-Prix für die wichtigste Weinsorte Österreichs geht an die Winzerin Birgit Eichinger. Sehen Sie, welche Weine außerdem empfohlen werden.
Ist ein trocken ausgebauter, nicht zu alkoholreicher Grüner Veltliner am Ende doch DER Sommerwein für Tage wie diese? In der Hofburg konnten es die Besucher der Grünen Veltliner-Gala, die vom falstaff-Magazin ausgerichtet wurde, am eigenen Leib ausprobieren. 35 Winzer waren mit ihren Grünen Veltlinern gekommen. Eine Leistungsschau der wichtigsten Rebsorte Österreichs, die in den letzten Jahren enorm an Image – und Qualität – gewonnen hat.
Vor der Bekanntgabe der Grand-Prix-Gewinner und der besten Veltliner-Winzer stand eine Menge Arbeit. Man verglich, kostete, diskutierte und fand schließlich die drei besten Grünen Veltliner des Jahrgangs 2011. Und die 97 anderen, die ebenfalls top sind.
Der erste Platz geht an Birgit Eichinger für ihren Grünen Veltliner 2011 Wechselberg.
Sepp Dockner und Josef Schmid dürfen sich ex aequo über ihre Zweitplatzierung freuen.
Der Charakter der Sorte kommt besonders als Kabinettwein zur Geltung. Der Förderung genau dieser Kategorie ist der »Falstaff Grüner Veltliner Grand Prix« gewidmet. Schwere Hämmer mit 15% und mehr haben hier nichts verloren, auch wenn sie immer wieder ihre Meriten haben. Es sind halt keine „typischen“ Grünen Veltliner. Im Bild: falstaff-Chefredakteur Peter Moser mit Fritz Pleil, Präsident des österreichischen Weinbauernverbands.
Der Kurier-Redakteur hatte das Vergnügen, den Siegerwein vor kurzem am Weingut der Familie Eichinger in Strass zu verkosten. Er hat knapp 13 Volumenprozent und zeigt im Bukett eine feine frische Apfel- und Kräuternote, sortentypisch also. Am Gaumen kommt angenehm die Säure zur Geltung, die bei diesem Jahrgang aber nicht automatisch vorhanden ist. Das fördert den Spaß am Trinken.
Im Abgang merkt man einen Hauch von Orange, was auf den Boden hinweist, auf dem der Wein gewachsen ist. Es sind Verwitterungsböden des Kristallins der Böhmischen Masse und kristallinem Schiefer, was dem Wein seine Leichtigkeit verleiht und ihm Finesse gibt. Das Terroir hat auch wesentlich dazu beigetragen, dass der Wein von Birgit Eichinger im allgemein säurearmen Jahr 2011 die passende Säure erhalten konnte.
Das Weingut Josef Schmid konnte bereits 2007 mit dem Grünen Veltliner Kremser Alte Reben 2006 einen zweiten Platz erringen. Er war heuer mit dem Kremstal DAC Kremser Weingärten 2011 erfolgreich. Im Bild: Frau Schmid
Der Winzerhof Familie Dockner aus Höbenbach fand seine Fans in der Jury mit dem Kremstal DAC Frauengrund 2011.
Im folgenden ein paar Winzer, deren Weine Sie sich in den Keller (oder in den Eiskasten) legen sollten. Die meisten sind jetzt schon wunderbar trinkbar.
Zum Beispiel der Grüne Veltliner vom Winterwaldhof Aschauer.
Oder vom Weingut Buchecker.
Nicht zu verwechseln mit dem Weingut Buchegger, das auch für seine Rieslinge berühmt ist.
Vom rechten Ufer der Donau kommt das Weingut Fischer, dessen Veltliner nicht nur zum Zander passen.
Großes Veltliner-Kino: das Weingut Fritsch.
Das Weingut Ulzer schaffte es ebenfalls unter die Besten der Besten.
Sehr zu empfehlen: der Grüne Veltliner vom Weingut Zull.
Ein Wachauer Evergreen: das Weingut Jäger aus Weißenkirchen.
Auch das Weingut Hiedler gastierte mit seinem Veltliner in der Hofburg.
Gutes aus einer klassischen Veltliner Gegend: Hellmer aus Fels am Wagram.
Kam sehr gut an: der Grüne Veltliner vom Weingut Groiß
Top-Veltliner aus Carnuntum: Weingut Glatzer.
Woher, wenn nicht aus Retz: Grüner Veltliner von Glaser & Glaser.
Gute Veltliner-Schule: der Wildwux vom Geyerhof.
Machte immer schon gute Veltliner: das Weingut Taubenschuss.
Gehört zu den besten Weinmachern Österreichs: Michael Moosbrugger von Schloss Gobelsburg.
Franz Öhler aus dem Weinviertel: Nicht nur im Weinsalon 2012, sondern auch beim falstaff vorne.
Aus Furth bei Göttweig: die neue Generation des Weinguts Malat.
Das Weingut Leth vom Wagram ist für seine Grünen Veltliner berühmt. Nicht nur für diese.
Die neue Generation der Jurtschitsch-Familie: Am guten Ruf ist nicht zu rütteln.
(kurier)
Erstellt am 03.07.2012, 15:18