Paschmina-Ziegen sterben in Scharen

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Foto: Reuters/Kamal Kishore Paschmina-Ziegen in glücklicheren Tagen

Schneemassen im Himalaya-Gebirge lassen die Tiere mit der kostbaren Wolle verenden.

Eiseskälte und ungewöhnlich heftige Schneefälle haben im indischen Himalaya-Gebirge 25.000 Paschmina-Ziegen dahingerafft. Die Wolle der Paschmina-Ziegen wird für die Produktion von Luxus-Schals verwendet. Wegen der Schnee- und Eisdecke von etwa 90 Zentimetern hätten die Tiere im Gebiet Changthang kein Futter mehr gefunden, sagte der örtliche Entwicklungsbeamte Rigzin Spalbar. In dem 5.200 Meter hoch gelegenen Gebiet sind im Winter etwa fünf Zentimeter die Regel. Die Temperaturen in der nordwestindischen Region Ladakh an der Grenze zu China können auf minus 50 Grad sinken.

"Ich habe sieben Tage zu Fuß gebraucht, um ein Randgebiet der Region zu erreichen, und ich sah überall tote Paschmina-Ziegen herumliegen", sagte Spalbar. Alle Straßen seien vom Schnee blockiert. Eine Woche zuvor sei die Regierung gebeten worden, Futter für die Tiere aus der Luft abzuwerfen. Nach Angaben des Beamten drohen 175.000 weitere Ziegen zu verenden.

Klonversuche

In this April 22, 2011 photo, a worker displays wh… Foto: AP/Gemunu Amarasinghe Die Nachfrage nach Paschmina-Wolle ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Rund 50 Tonnen der weltweit besten Paschmina-Wolle werden pro Jahr in Ladakh produziert und dann in die benachbarte Kaschmir-Region gebracht, wo sie für die Herstellung für Schals und Tücher verwendet werden, die bis zu 800 Dollar pro Stück einbringen. Wegen mangelnden Nachschubs aus Ladakh begannen Weber in Kaschmir zuletzt damit, Paschmina aus China und der Mongolei zu importieren. Wissenschaftlern in Srinagar in der Kaschmir-Region gelang es im vergangenen Jahr sogar, eine Paschmina-Ziege zu klonen. Eine weitere soll in diesem Jahr folgen.

Bilder: Klon-Ziege soll Kaschmir-Industrie beleben

Erinnerungen an das Klonschaf "Dolly" kommen hoch: In Indien hat man jetzt eine seltene Ziege geklont - einerseits, um den Tierbestand zu sichern; andererseits, um die Kaschmiwoll-Produktion anzukurbeln. Die Klonziege "Noori" wurde am 9. März geboren und jetzt im indischen Srinagar der Öffentlichkeit präsentiert. Der indische Name des Tiers lässt sich mit "Die Leichte" übersetzen. Das Klon-Projekt soll helfen, die Population der seltenen Tiere wieder zu vergrößern. Damit will man erreichen, dass sich die Lebensräume der Ziegen auch gen Norden erweitern. Die Tiere leben im Himalaja und im Hochland von Tibet. Sie bevorzugen das rauhe und windige Klima dort - dadurch wird auch ihre Wolle derart weich, dass sie sogar für Unterwäsche verwendet werden kann. In der politisch umkämpften Region Kaschmir ist der Bestand dieser Ziegen in den letzten Jahren erheblich geschrumpft. Die Wollproduktion ist eine der wichtigsten Einnahmequellen Kaschmirs - im indisch kontrollierten Teil der Region verdient man damit etwa 80 Millionen Dollar jährlich. In jüngerer Vergangenheit wurde sogar Kaschmir aus China importiert, um die Produktion am Laufen zu halten. Um die Lage zu verbessern, haben Forscher der Sher-i-Kashmir Universität zwei Jahren an dem Klon-Vorhaben gearbeitet. Sie haben dazu eine vereinfachte Klon-Methode entwickelt, die sich von den bisher verwendeten deutlich unterscheidet. Bis eine weitere Ziege geklont werden kann, benötigt man nun nur mehr ein halbes Jahr... ... weitere kleine Klon-Ziegen werden dementsprechend bald das Licht der Welt erblicken. Die Methode, deren Entwicklung übrigens von der Weltbank finanziert worden ist, soll nun auch an andere Forscher der Region weitergegeben werden. Man hofft, auch andere bedrohte Tierarten klonen zu können und so deren Bestände zu retten.
Meine Freundin Michaela Hartig hat mir neulich ihre Kaschmir-Kollektion gezeigt. Tolle Qualität und wunderschöne Farben, alles in der Toskana produziert. Die Kollektion heißt übrigens "CATCHme" und wird ausschließlich über Private Sales im privaten Rahmen präsentiert. Die nächsten Verkaufstermine sind am Montag, 28. November, und am Dienstag, 29. November, jeweils von 10 bis 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung.

CATCHme, Franz-Josefs-Kai 65/10, 1010 Wien, Tel. 0676 842 40 22 64. Very Shocking Pink! So viele Farben…
(apa / aho ) Erstellt am
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