Aufregung im Berliner Zoo

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Foto: APA/BRITTA PEDERSEN Bernhard Blaszkiewitz (hier mit der Knut-Gedenkmünze) ist Direktor beider Berliner Zoos.

Eine Mitarbeiterin wurde vom Zoodirektor "tiergärtnerisch" als Weibchen bezeichnet.

Für gewöhnlich sieht sich der Direktor beider Berliner Tiergärten, Bernhard Blaszkiewitz, nur mit der Kritik der örtlichen Tierschützer konfrontiert. Für gewöhnlich, denn sein jüngster schriftlicher Fehlgriff rückte den Zoodirektor nun auch in den Fokus politischer Unmutsbekundungen.

Blaszkiewitz hatte zuvor in einem internen Schreiben vor den Namen einer Mitarbeiterin die Zahlenkombination 0,1 gesetzt. 0,1 ist im Tiergarten die Bezeichnung für ein Weibchen (wonach 1,0 für Männchen steht, aber in dem Schriftstück nicht zur Anwendung kam). Gegenüber dem Berliner Tagesspiegel gab der mittlerweile in einer Vorstandssitzung im Amt bestätigte Direktor zu Protokoll, dass er die "tiegärtnerische Bezeichnung für Weibchen" seit Jahren, ohne Beschwerden, in der Kommunikation mit Mitarbeitern benutze. Die Verwendung sei „höflich gemeint“, als „eine Verbeugung vor den Damen“, so Blaszkiewitz.

Ebenfalls für Aufregung soll er in der vergangenen Woche während einer Betriebsversammlung gesorgt haben - demnach wunderte sich der nicht unumstrittene Chef über Leute, die zwar Weihnachtsgeld bekommen, aber keine Christen seien.

Blaszkiewitz kündigte an, sich noch am Dienstag an seine Mitarbeiter zu wenden.

(KURIER) Erstellt am
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