Letztes Update am 18.05.2012, 14:43
Der deutsche Künstler Timm Ulrichs folgt in seinem Projekt "Fotografieren verboten!" dem Trieb, das Verbotene zu tun.
Timm Ulrichs gilt als Meister des Absurden. 1961 erklärte er sich selbst zum "ersten lebendigen Kunstwerk" und ist seit Ende der 50er-Jahre als "Totalkünstler" aktiv. In seinen Werken stellt er jeweils die Frage, was überhaupt ein Kunstwerk ist. Seit 1968 arbeitet er an einer Fotoreihe, die nun als Fotoband unter dem Titel "Fotografieren verboten!" (Verlag für Moderne Kunst) erschienen ist. Darin zu sehen sind Schnappschüsse von Schildern, die das fotografieren verbieten, die er zur Kunst erhebt. Auch zu sehen sind Dinge, die eben nicht abegelichtet werden sollten: Mumien in Palermo, das Taj Mahal in Agra oder eine seiner eigenen Ausstellungen.
Für das Projekt folgte Ulrich dem Trieb, das "Verbotene zu unterlaufen, zu wagen, das Untersagte dennoch zu tun." Bei seinen Schnappschüssen geht es ihm weder um die Ästhetik der Bilder noch um die Einhaltung juristischer Regeln, "weder um die Beachtung von Normen der Schönheit oder des Rechts." Diese negiert er bewusst.
Klicken Sie sich durch die Bilder von Timm Ulrichs "Fotogafieren verboten!" ...
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