Zur mobilen Ansicht wechseln »
KURIER
Choreograf Wim Vandekeybus und seine Compagnie Ultima Vez: Der Titel ihrer neuen Produktion "Booty Looting" bedeutet "Plündern von Beute". - Foto: ImPulsTanz/Wim Vandekeybus

Letztes Update am 07.08.2012, 15:05

Tanz an den Grenzen des Möglichen . Kritik: Im Rahmen des ImPulsTanz-Festivals zeigte "Booty Looting" von eine gelungene Verbindung von Tanz, Texten und Musik.

Stücke von Wim Vandekeybus und seiner Compagnie Ultima Vez sorgen bei ImPulsTanz stets für Diskussionen und für Aufsehen. "Booty Looting" gastiert nach der Uraufführung bei der Tanzbiennale Venedig im Juni nun im MuseumsQuartier/Halle G (noch zu sehen am 8. 8.).

Mit dieser Arbeit entwickelt Vandekeybus dem Experimentellen verhaftete Aufführungen der 80er-Jahre in der gelungenen Verbindung von Tanz, Texten (in englischer Sprache) und Musik (Elko Blijweert) entschieden weiter. Vandekeybus entdeckt immer wieder herausragende Performer, die im Schauspiel wie im Tanz bestehen: Hier ist es Jerry Killick, der in vielen Rollen, vornehmlich als junger, wilder Mann, mit seiner Bühnenpräsenz überzeugt und quasi als Spielleiter für fünf Kollegen fungiert, unter ihnen auch die Schauspielerin Birgit Walter.

Grenzgang

Ihre Lebendigkeit macht aus dem theoretischen Diskurs über Eventkultur und Reenactments à la Joseph Beuys einen spannenden Theaterabend, der den zeitgenössischen Tanz bis an die Grenzen anatomischer Bewegungsmöglichkeiten treibt.

Die Performer fetzen über die Bühne und werden dabei vom Rock-Fotografen Danny Willems fotografiert: Spontane Großaufnahmen von Posen und Gesichtern, die in diesem Stück über Sein und Schein Konturen zwischen Leben und Sterben zu verwischen scheinen.

KURIER-Wertung: ***** von *****

(kurier/Silvia Kargl) Erstellt am 07.08.2012, 14:51

Diskussion

Kommentare aktualisieren