Letztes Update am 02.05.2012, 08:04
Ex-Burgtheaterdirektor Claus Peymann bemängelt, dass das Festival seine Aufgabe verloren habe. Er fordert die Abschaffung des renommierten Theatertreffens.
Kurz vor dem Start des Berliner Theatertreffens am 4. Mai fordert der Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann, die Abschaffung des renommierten Festivals. Das Treffen habe seine zentrale Aufgabe verloren, sagte Peymann der Berliner Zeitung B.Z. (Mittwoch). "Es sollte ursprünglich die eingemauerten Berliner in ihrer Isoliertheit mit den führenden Entwicklungen des Theaters jenseits der Mauer versorgen." Der 74 Jahre alte Peymann sagte der Zeitung: "Schafft endlich das Theatertreffen ab!"
Das 49. Berliner Theatertreffen setzt auf neue Köpfe und neue Ausdrucksformen. "Es gibt definitiv einen Generationswechsel", sagte Theatertreffen-Leiterin Yvonne Büdenhölzer (35) vor kurzem der Nachrichtenagentur dpa. "Es wächst eine neue Generation von Theatermachern nach und diese wird von der Theatertreffen-Jury auch wahrgenommen." Bei der Leistungsschau der deutschsprachigen Bühnen werden vom 4. bis 20. Mai wieder die zehn "bemerkenswertesten" Inszenierungen der Saison gezeigt.
Claus Peymann war lange Jahre der Direktor des Burgtheaters in Wien, wo er zuweilen mit kontroversen Aussagen für Aufregung sorgte. Er ist nun Intendant des Berliner Ensemble.
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