Letztes Update am 03.08.2012, 16:38
New York: Bilder aus dem Moloch .
Eine Ausstellung im Hamburger Bucerius Kunst Forum zeigt stilbildende Schwarz-Weiß Fotografien der Millionenstadt zwischen 1890 und 1950.
New York ist die Hauptstadt der Photographie. Bereits vor 1900 regten die rasant wachsende Skyline und die Dynamik der Metropole die Pioniere des neuen Mediums an: Sie photographierten Wolkenkratzer, Häfen, Bahnhöfe und entdeckten die Photographie für die Kunst. Bild: Andreas Feininger: "New York City", 1940
Die Ausstellung "New York Photography 1890–1950" widmet sich dieser in Deutschland selten gezeigten Epoche der amerikanischen Photographie. Mit rund 180 Werken von über 40 Künstlern dokumentiert die Ausstellung die Entwicklung der amerikanischen Photographie.
Bild: Lewis Hine: "Steamfitter", 1920
Von der impressionistischen Bildauffassung des Piktorialismus zu den beiden Richtungen der amerikanischen Photographie bis 1950: Der Street Photography und der Photographischen Abstraktion.
Bild: Berenice Abbott: "Designer’s Window, Bleeker Street, New York", 1947
Licht und Schatten sind zentrale Elemente der Schwarz-Weiß-Photographie. Sie sind aber natürlich auch Metapher für Reichtum und Armut, zukunftsorientierte Metropole und verbrecherischer Moloch - diese beiden Seiten sind in New York bis heute zu finden.
Bild: Lewis Hine: "Worker on Girder, Empire State Building Construction", um 1931
Fasziniert von diesen Extremen, haben Photographen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Stadt in ihrer dynamischen Ambivalenz portraitiert. Bild: Walter Rosenblum: "Child on a Swing", 1938
Die Ausstellung versammelt die wichtigsten Positionen und zeigt, wie Künstler die vielfältigen Anregungen New Yorks in ihren Werken umsetzten. Gezeigt werden unter anderem Werke von Alfred Stieglitz, Edward Steichen, Paul Strand, Walker Evans, Helen Levitt, Lisette Model, Berenice Abbott, Man Ray.
Bild: Edward Steichen: "Gloria Swanson", 1924
Es handelt sich zum Großteil um frühe Vintageprints, die in diesem Umfang bislang selten in Europa zu sehen waren.
Bild: Alfred Stieglitz: "Georgia O’Keeffe, Hand on Back Tire of Ford V8", 1933
Die Ausstellungsarchitektur ist den Straßenschluchten New Yorks nachempfunden. Zehn unterschiedliche Themengruppen zu den Licht- und Schattenseiten New Yorks strukturieren den Ausstellungsrundgang durch die Großstadtkulisse.New York Photography: Noch bis 2. September im Brucerius Kunst Forum in Hamburg.
(kurier)
Erstellt am 26.06.2012, 12:02