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KURIER Romy 2014
Dido Florian Cloud de Bounevialle O’Malley Armstrong startete als Background-Sängerin von Faithless, der Band ihres Bruders Rollo.
Dido Florian Cloud de Bounevialle O’Malley Armstrong startete als Background-Sängerin von Faithless, der Band ihres Bruders Rollo. - Foto: Sony Music /Guy Aroch

Letztes Update am 08.03.2013, 06:54

Ihr Stan ist nun echt. Popsängerin Dido fühlt sich als Mama "am richtigen Platz" + Das Album im Stream.

Eigentlich ist mein Bruder das 'Girl Who Got Away'– er hat den Text zu dem Song geschrieben“, sagt Dido und muss lachen, weil sie sich fragt, „was das wohl bedeuten mag?“

Ihr Bruder Rowland „Rollo“ Armstrong ist Mastermind der Trip-Hop/Dance-Band Faithless, seit jeher einer ihrer Produzenten und Co-Songwriter und auch auf dem vierten Album „Girl Who Got Away“ („Das Mädchen, das davongekommen ist“) als solcher heftig vertreten. Allerdings nicht so heftig, dass die Phrase nicht auch für Dido selbst Bedeutung hat: „Für mich drückt der Song das Gefühl aus, dass man aus seiner gewohnten Umgebung ausbrechen will, etwas Großartiges machen, auch wenn man sonst nicht derjenige ist, der aus der Reihe tanzt“, sagt sie im Interview mit dem KURIER. „So habe ich mich sehr lange selbst gefühlt. Mit 20 und Anfang 30 war ich unglaublich rastlos, immer auf Reisen, immer auf der Suche und nie am Finden. Aber seit ich ein Kind habe, ist das wie weggeblasen.“


Lebensfreude

Im Sommer vorigen Jahres wurde die heute 41-Jährige zum ersten Mal Mutter, fühlt sich jetzt mit der Familie und ihrem Mann, dem Drehbuchautor Rohan Gavin, zum ersten Mal „genau am richtigen Platz“. Diese Lebensfreude übersetzt sich auch in die neuen Songs. Der Sound – obwohl nach wie vor typisch Dido – ist weniger melancholisch und mitunter sogar tanzbar. Und in den Texten überwiegt der Optimismus. Etwa in der Single „No Freedom“, die Dido als „Ode an die wahre Liebe“ sieht: „Alle sagen, der Song handelt vom Arabischen Frühling. Aber darum ging es mir eigentlich nicht. Der Song beschreibt einfach meine Sicht der Welt. “

Songs über Didos Sohn findet man auf „Girl Who Got Away“ vergeblich. „Ich weiß auch nicht wieso. Vielleicht ist es einfach eine viel zu große, überwältigende Sache, ihn in meinem Leben zu haben, dass ich noch nicht darüber schreiben konnte. Aber irgendwann klappt das, da bekommt er seinen Song. Außerdem ist er für mich ohnehin auch auf diesem Album präsent. Denn ich habe die meisten Songs gesungen, als ich schwanger war. Das war ein wunderbares Gefühl – so als würde er in meinem Bauch zur Musik tanzen, so als hätte ich einen kleinen Freund bei mir, der mir dabei hilft.“

Dass sie den „kleinen Freund“ Stanley getauft hat, muss Dido immer wieder rechtfertigen. Denn die klassisch ausgebildete Pianistin ist überzeugt, dass sie nur berühmt wurde, weil Eminem im Jahr 2000 für seinen Welthit „Stan“ ihren Song „Thank You“ gesampelt hatte, der erst danach zu ihrem Durchbruchs-Hit wurde. Und zur Basis dafür, dass Didos Debüt-Album „No Angel“ auf Anhieb 13 Millionen verkaufen konnte.

Offensichtlich

Der Song „Stan“ war aber nicht der Grund, den Junior so zu taufen. „Vor einigen Jahren wurden mein Mann und ich gefragt, was unser Lieblings-Name für ein Kind wäre. Wir sagten gleichzeitig ,Stanley’. Und als wir ihn dann tatsächlich Stanley nannten, rief ich Rollo an, sagte: ,Ist das zu offensichtlich?’ Er: ,Aber nein, keiner wird daran denken.’ Drei Minuten später hat mich der erste darauf angesprochen.“

Das neue Album im Stream

(kurier) Erstellt am 07.03.2013, 06:54

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