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KURIER
Großreinemachen im Murdoch-Imperium: Nach dem Abhörskandal in Großbritannien wird der Konzern nun aufgespalten. - Foto: REUTERS

Letztes Update am 28.06.2012, 10:06

Murdochs Medienimperi­um wird aufgespalten. Das Wall Street Journal – das Blatt gehört selbst zum Konzern – berichtet, dass das Imperium in Zeitungs- und Unterhaltungssektoren aufgespalten wird.

Der Verwaltungsrat der News Corp. hat Bericht des Wall Street Journals zufolge dem Plan zur Aufspaltung von Rupert Murdochs Medienimperium grundsätzlich zugestimmt. Die offizielle Verkündung der Entscheidung werde für Donnerstag früh erwartet, meldete das Blatt am online unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Die renommierte Wirtschaftszeitung gehört selbst zum Imperium des Altmeisters, genauso wie die Londoner Times, das britische Massenblatt Sun sowie zahlreiche weitere Zeitungstitel in den USA und Australien. Die Printmedien - wozu auch der Buchverlag Harper Collins gehört - würden im wahrscheinlichsten Szenario von der größeren Unterhaltungssparte abgespalten, wozu im Kern die Fox-Fernsehsender sowie das Filmstudio 20th Century Fox zählen.

Geldbringer

EPAepa03109835 News Corp Chairman, Rupert Murdoch reads a copy of The Sun newspaper as he leaves his house in London, Britain, 17 February 2012. The 80-year-old tycoon is to address staff at the tabloid Sun newspaper, following the arrest of five senior j
Die Sun gehört ebenso zu Murdochs Firmengeflecht wie die renommierte Londoner Times. - Foto: EPA

Bereits am Dienstag seien die Chefredakteure und Verleger der News Corp. in New York eingetroffen, um bei einem Treffen in der Konzernzentrale in Midtown Manhatten Einzelheiten zu erfahren, berichtete die New York Times unter Berufung auf eingeweihte Personen. An diesem Treffen sollten auch der 81-jährige Firmengründer selbst, sein Sohn James sowie seine rechte Hand Chase Carey teilnehmen, hieß es.

Unter den Zeitungsmanagern gehe die Sorge um, bei der Aufspaltung unter die Räder zu geraten, berichtete die Zeitung. Das wäre verständlich, denn der große Geldbringer in Murdochs Medienkonglomerat sind Film und Fernsehen, während der Anteil der Printmedien am Gesamtumsatz immer weiter zurückgegangen ist auf zuletzt noch ein Viertel.

Viele Aktionäre des Medienkonzerns empfinden das Verlagsgeschäft mittlerweile sogar als Klotz am Bein. Die Printbranche leidet allgemein darunter, dass sich immer mehr Menschen im Internet informieren. Die Auflagen gehen zurück, und wichtige Werbekunden wandern ab.

Nachdem bekanntgeworden war, dass der ausgewiesene Zeitungsfan Rupert Murdoch eine Trennung der Geschäfte erwägt, war der Kurs der News-Corp.-Aktie um 11 Prozent gestiegen.

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(apa/rts/ep) Erstellt am 28.06.2012, 09:55

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