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KURIER
Müssen gehen: Michael Fleischhacker als "Presse"-Chefredakteur (li.) und Hans Gasser als Geschäftsführer des "WirtschaftsBlatts". Letzterer ist amtierender VÖZ-Präsident (Verband Österreichischer Zeitungen). - Foto: APA (2)

Letztes Update am 03.08.2012, 16:36

Komplett-Umbau bei Styria-Blättern. Die Styria Media Group baut die Führung ihrer Wiener Zeitungen um. Fleischhacker geht als "Presse"-Chefredakteur, VÖZ-Präsident Gasser beim "WirtschaftBlatt".

Es kommt einem Erdbeben gleich, was da bei Presse und WirtschaftsBlatt passiert ist: Bei den zur Styria Media Group gehörenden Tageszeitungen wurde die gesamte wirtschaftliche und journalistische Führung ausgetauscht. Die Geschäftsführung beider Zeitungen übernehmen mit 1. Oktober Michael Tillian als Vorsitzender sowie Herwig Langanger. Chefredakteur der Presse soll mit 1. Oktober der bisherige Innenpolitik-Ressortleiter Rainer Nowak werden. Er braucht laut Redakteursstatut zuvor noch die Zustimmung der Presse-Redakteure, die ihn mit zwei Drittel der Stimmen ablehnen könnten. Esther Mitterstieler wird Chefredakteurin des WirtschaftsBlatts.

Im Gegenzug scheiden WirtschaftsBlatt-Geschäftsführer Hans Gasser und der Geschäftsführer der Presse, Reinhold Gmeinbauer, aus. Gasser dürfte noch bis Jahresende sein Amt als Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ) beibehalten. Ihre Blätter verlassen auch WirtschaftsBlatt-Chefredakteur Wolfgang Unterhuber sowie Presse-Chefredakteur Michael Fleischhacker. Letzterem waren Ambitionen nach Höherem nachgesagt worden.

"Strukturelle Veränderungen"

zwei porträts nebeneinander
Esther Mitterstieler wird Chefredakteurin beim "WirtschaftsBlatt", Rainer Nowak bei der "Presse". - Foto: WirtschaftsBlatt/APA

Mit den "strukturellen Veränderungen in unseren Märkten" begründete Styria-Finanzvorstand Malte von Trotha die Umwälzungen. "Wir leiten mit diesem Schritt einen Prozess ein, der uns zu mehr Innovation, neuen Produkten bei einem klaren Fokus auf die Digitalisierung führen wird. Wir bekennen uns klar zu beiden Marken und zum Qualitätsjournalismus", erklärte Styria-Vorstand Klaus Schweighofer. Künftig sollen die Zeitungen "enger zusammenarbeiten und teilweise integriert werden". Die Redaktionen der beiden Marken würden aber eigenständig und unabhängig bleiben – noch, wie Branchenkenner dazu anmerken.

(kurier) Erstellt am 03.08.2012, 11:12

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