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Natascha Kampusch erzählte in der ARD auch von ihrem Peiniger Priklopil: "Es hat mich zur Verzweiflung gebracht, dass man der körperlichen Gewalt und dem Eingesperrtsein nichts entgegenbringen kann."
Natascha Kampusch erzählte in der ARD auch von ihrem Peiniger Priklopil: "Es hat mich zur Verzweiflung gebracht, dass man der körperlichen Gewalt und dem Eingesperrtsein nichts entgegenbringen kann." - Foto: APA/PAUL ZINKEN

Letztes Update am 18.02.2013, 11:11

Bewegendes Interview bei Jauch. Natascha Kampusch war in der ARD zum Thema "Verschleppt und misshandelt – wie gelingt ein Leben danach?" zu Gast.

Es war nicht ihr erster TV-Auftritt in Deutschland. Erst im November hatte Natascha Kampusch die Livesendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" besucht, 2010 war sie bei "Beckmann". Am Sonntag, an ihrem 25. Geburtstag, war sie nun zu Gast bei Günther Jauch - Deutschlands profiliertestem Talkmaster. 4,71 Millionen Zuseher waren in der ARD dabei. Die Geschichte bewegt - auch mehr als sechs Jahre nach ihrer Flucht.

Anfeindungen in der Öffentlichkeit

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Foto: APA/PAUL ZINKEN
Es ist ein berührendes Interview. Als ihr Jauch abschätzige Kommentare aus einem Internet-Forum vorliest, kommen der jungen Frau die Tränen. Nach wie vor würde sie in der Öffentlichkeit angefeindet werden. Besonders hart sei es, wenn ihre Geschichte angezweifelt werden würde. "Für mich ist das sehr schwer zu ertragen, weil ich fast dazu gedrängt werde, ins Ausland zu gehen oder mich umzubringen."

Natascha Kampusch spricht auch über Wolfgang Priklopil, den sie immer nur als "der Täter" bezeichnet: "Es hat mich zur Verzweiflung gebracht, dass man der körperlichen Gewalt und dem Eingesperrtsein nichts entgegenbringen kann." Von Anfang an versuchte sie, sich in Priklopil hineinzuversetzen. "Je mehr Informationen ich hatte, desto mehr konnte ich seine Absichten durchschauen."

Am 28. Februar kommt "3096 Tag" in die heimischen Kinos. Basierend auf der 2010 veröffentlichten Biografie wird darin das Martyrium Kampuschs gezeigt - von der Entführung der damals 10-Jährigen bis zu ihrer Befreiung im Jahr 2006. Der Film sei auch als Signal für die Öffentlichkeit zu verstehen. "So ist es gewesen, das können Sie jetzt sehen, aber lassen Sie mich damit jetzt in Ruhe".

Erste Eindrücke aus "3096 Tage"


Trailer

"3096 Tage" kommt am 28. Februar in die heimischen Kinos

Erster Trailer zum Kampusch-Film "3096 Tage"

Erster Trailer zum Kampusch-Film "3096 Tage"

(KURIER/kob) Erstellt am 18.02.2013, 11:11

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