Letztes Update am 17.08.2012, 09:06
Die erfolgreichsten Autoren: Frauen auf dem Vormarsch.
Frauen sind auf dem besten Weg, die Männer als (kommerziell) erfolgreichste Autoren abzulösen. E.L. James, Suzanne Collins und Stephenie Meyer heißen die neuen Stars.
Frauen sind auf dem besten Weg ihren männlichen Autorenkollegen als Bestverdiener abzulösen. Das sagt zwar nichts über die Qualität der dargebotenen Literatur aus, kommt aber doch einer - zumindest kleinen - Revolution gleich. Denn das alljährlich veröffentlichte Ranking des Wirtschaftsmagazins Forbes weist traditionell - die immer gleichen - Männer als Topverdiener der schreibenden Zunft aus. Zu J.K. Rowling, die sich mit ihren Potter-Romanen schon seit geraumer Zeit unter den Männern mehr als nur behaupten konnte, stießen in der kürzlich veröffentlichten Forbes-Liste auch noch andere Kolleginnen, die das Ranking ordentlich aufwirbeln. Wer im vergangenen Jahr genau wieviel mit seinen Büchern verdiente, erfahren Sie hier.
E.L. James ist der Shootingstar der schreibenden Zunft. 20 Millionen Exemplare von "Fifty Shades of Grey" wurden allein in den ersten vier Monaten nach Erscheinen verkauft. Mit ihrer Erotik-Trilogie soll sie laut Forbes in Spitzenzeiten bis zu 1,3 Millionen Dollar pro Woche verdient haben. Und da sind die fünf Millionen Dollar, die sie für die Filmrechte von Universal Pictures erhalten hat, noch gar nicht mitgerechnet.
Für das nächstjährige Ranking scheint ihr ein Platz in den Top 10 somit garantiert. Unabhängig vom kommerziellen Erfolg ihrer Bücher muss E.L. James aber auch viel Kritik einstecken. Im Zusammenhang mit "Fifty Shades of Grey" taucht immer öfter der sexistische und abfällige Begriff "Hausfrauenporno" auf.
Von wegen die Schreiberei sei eine brotlose Zunft. Die bestverdienenden Autoren müssen sich vor keinem Managergehalt verstecken. Auffällig ist, dass mehr und mehr Frauen, in die Top 10 drängen. Aber immer der Reihe nach: Auf Platz 15 findet sich mit Rick Riordan noch ein Mann. Mit seinen Romanen um den Halbgott Percy Jackson verdiente er im letzten Jahr 13 Millionen Dollar.
Ken Follett verdiente im vergangenen Jahr 14 Millionen Dollar. Bekannt wurde der Brite 1978 mit dem Thriller "Die Nadel". Seine Bücher wurden mehrmals verfilmt, zuletzt sein Roman "Die Säulen der Erde".
Ebenfalls 14 Millionen Dollar bekam die Schöpferin der "Twilight"-Romane Stephenie Meyer. Die streng gläubige Mormonin kann als Wegbereiterin ihrer nun so erfolgreichen Kollegin E.L. James gesehen werden: "Fifty Shades of Grey" war ursprünglich nämlich als Fanfiction zur Vampir-Romanze gedacht.
George R.R. Martin ist Fantasy-Fans schon seit langem ein Begriff. Seit seine Reihe "Das Lied von Eis und Feuer" als Vorlage für die HBO-Serie "Game of Thrones" diente, wächst sein Bekanntheitsgrad - und Konto - stetig: 15 Millionen Dollar gab es für ihn im vergangenen Jahr.
17 Millionen Dollar gingen an J.K. Rowling. Peanuts für die Harry Potter-Autorin, die mit ihre Jugend-Reihe mehr als eine Milliarde Dollar verdiente. Kein Wunder, dass Rowling im letzten Jahr einen Vorschuss von acht Millionen Dollar für ihren ersten "Erwachsenenroman" bekam.
Suzanne Collins, die Schöpferin der "Hunger Games", hierzulande unter "Die Tribute von Panem" bekannt, profitierte vor allem von der überaus erfolgreichen Hollywood-Verfilmung ihres Jugendbuches: 20 Millionen gab es dafür insgesamt. Zwei weitere Filmprojekte sind in Planung.
Danielle Steel gehört hinsichtlich der Verkaufszahlen mit mehr als 530 Millionen verkauften Büchern zu den erfolgreichsten Autorinnen weltweit. Die Beliebtheit ihrer Romanzen scheint jedoch abzunehmen. Gab es im vergangenen Jahr noch 35 Millionen Dollar, waren es heuer "nur" noch 23.
23 Millionen. So viel hat auch Nora Roberts im vergangenen Jahr verdient. 200 Romane hat die Vielschreiberin unter Pseudonymen wie J.D. Robb, Jill March und Sarah Hardesty veröffentlicht.
Der rechtskonsverative Fox News-Moderater Bill O`Reilly verdiente 24 Millionen Dollar mit Geschichtsbüchern wie "Killing Lincoln" und "Killing Kennedy".
John Grisham ist seit seinem Bestseller "Die Jury" aus dem Jahr 1989 der Spezialist für Justizthriller schlechthin. Im vergangen Jahr verdiente er mit seinen Büchern stolze 26 Millionen Dollar.
Janet Evanovich ist die Autorin der überaus erfolgreichen Stephanie Plum-Serie. Über 75 Millionen Mal sollen sich ihre Kriminalromane bereits verkauft haben. Macht ein Jahressalär von 33 Millionen Dollar.
Seit einer gefühlten Ewigkeit einer der kommerziell erfolgreichsten Autoren überhaupt ist Stephen King. Der Horrospezialist verkaufte über 400 Millionen Bücher, die in 40 Sprachen übersetzt wurden. 2011 verdiente er damit 39 Millionen Dollar.
Mit 94 Millionen Dollar Jahreseinkommen ist James Patterson der unangefochtene Gagen-König unter den Autoren. 14 neue Romane veröffentlichte er allein im Jahr 20011. Wenn man weiß, wie der Schöpfer zahlreicher Krimi-Serien (unter anderem "Alex Cross" und "Lindsay Boxer") arbeitet, verwundert das aber weniger. Ihm zur Seite steht ein Team von Ghostwritern, denen er nur noch seine Ideen liefert und unter seinem Namen veröffentlicht.
(kurier)
Erstellt am 16.08.2012, 10:17