Letztes Update am 07.10.2012, 11:36
Lange Nacht der Museen: 435.000 Besucher.
Am Samstag öffneten Österreichs Kulturtempel bei der "13. Langen Nacht der Museen" bis in die Nachtstunden ihre Pforten und 434.873 Menschen kamen.
Exakt 434.873 Besuche wurden am Samstag bei der 13. Ausgabe der "Langen Nacht der Museen" in den 677 teilnehmenden Museen, Galerien und Kulturinstitutionen in ganz Österreich und in Lichtenstein gezählt. Das sind knapp sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden damit seit der Einführung im Jahr 2000 rund 4,2 Mio. Besuche gezählt, hat der ORF als Initiator der Initiative am Sonntag in einer Aussendung mitgeteilt. Die meisten Besuche der Aktion, bei der man zwischen 18 Uhr am Samstagabend und ein Uhr Sonntagfrüh alle teilnehmenden Insititutionen mit einem Ticket besuchen kann, gab es erwartungsgemäß in Wien (203.355 Besuche), gefolgt von der Steiermark (42.969 Besuche) und Salzburg (42.651 Besuche). In Kärnten wurden 42.213 Besuche gezählt, in Tirol 30.037, in Vorarlberg 27.983, in Oberösterreich 19.602, in Niederösterreich 16.204 und im Burgenland 9.879. Das landesweit bestbesuchte Haus war auch in diesem Jahr das Naturhistorische Museum Wien (13.009 Besuche).
Zum bereits dreizehnten Mal öffneten bei der "ORF -Langen Nacht der Museen" am Samstag Museen, Kulturinstitutionen und Galerien in ganz Österreich sowie in Liechtenstein ihre Tore – insgesamt nahmen 677 Häuser daran teil. Von 18 Uhr bis 1 Uhr Früh konnten mit einem Ticket Kunst und Kultur erkundet werden.
Sich die Nacht mit Kultur um die Ohren schlagen – einmal im Jahr ist das bei der Langen Nacht der Museen möglich. Zum mittlerweile 13. Mal öffnen Museen in ganz Österreich ihre Pforten für Kulturinteressierte und Eventgeher. Von 18:00 bis 1:00 beteiligen sich über 650 Museen und Galerien an der vom ORF initiierten Aktion.
Wem die fünf Stunden zu knapp bemessen sind, um sie in den bekannten und dementsprechend überlaufenen Museen mit Anstehen und Gedränge zu verbringen, dem seien die folgenden Museen ans Herz gelegt. Statt mit tausenden Menschen durch die großartige "Kaiser Maximilian I."-Schau in der Albertina geschleust zu werden, oder einer von 10.446 Besuchern (so viele kamen 2011) im Naturhistorischen Museum zu sein, könnten Sie zum Beispiel auch im Condomi-Museum vorbeischauen oder dem Foltermuseum einen gemütlichen Besuch abstatten. Sie haben die Wahl - und hier den Überblick.
Das Foltermuseum in Wien Neubau. Der Name ist dort (theoretisches) Programm: Auf rund 800 m² Ausstellungsfläche wird die Entwicklung unseres Rechtssystems von der Antike bis in die frühe Neuzeit dokumentiert. Und das heißt eben auch: Folter und Hinrichtung. Mit mehr als 100 originalgetreuen Exponaten.
Wiener KriminalmuseumGruseln einmal anders. Untergebracht im Keller des "Seifensiederhauses", einem der ältesten Häuser der Leopoldstadt, können in der Großen Sperlgasse 24 interessante Kriminalfälle der letzten Jahrhunderte bestaunt werden.
Dialog im DunkelnWenn schon lange Nacht, dann aber wirklich: Zum Dialog im Stockdunklen im Schottenstift (Freyung 6) versammeln sich jährlich hunderte Neugierige. Leider ist die Ausstellung, die Sehenden einen Eindruck aus der Welt der Blinden vermittelt, schon lange kein Geheimtipp mehr - Mit längeren Wartezeiten ist also zu rechnen. Tickets sollten früh organisiert werden.
Brennpunkt° - Museum der Heizkultur WienEs gibt eben nichts, was es nicht gibt. Also auch dieses Museum: "Ein Brennpunkt ist ein Ort, auf den Strahlen aus verschiedenen Richtungen treffen. So ist auch dieses Museum zu verstehen: als Einrichtung mit speziellem Inhalt und breiter Strahlkraft." Lässt die Homepage des Museums für Heizkultur verlauten.
Geöffnet ist dieses Museum natürlich nur in der kalten Jahreszeit (ab Oktober). Gezeigt wird die Veränderungen, die die Heiztechnik über die Jahre hinweg durchlaufen ist - inklusive Kohelbadeofen aus dem Jahr 1900 (Bild).
Mechanische Klangfabrik: Im oberösterreichischen Haslach finden Interessierte 160 Exponate von mechanischen Musikinstrumenten. Das Besondere daran, sie können nicht nur bestaunt, sondern auch gehört werden. Während einer Führung ist sowohl ein Blick in das Innenleben der Instrumente, sowie ein Hörgenuss möglich.
Viele der Musikautomaten sorgten früher in Tanzsälen oder Cafés für Unterhaltung. Auch ein selbstspielendes Klavier, Orchestrien, Glockenuhren, Drehleiern, Grammophone, Rückenklaviere, Phonographen und Tanzorgeln sind in dem liebevoll arrangierten Museum zu finden. Es darf natürlich auch getanzt und gesungen werden darf.
Esperantomuseum Wien Angetreten, um die neue Weltsprache zu werden, heute im Museum: Esperanto wurde 1887 von Ludwik Leijzer Zamenhof unter dem Pseudonym Doktoro Esperanto (Hoffender) erschaffen.
Andere Sprachen sollten dadurch nicht ersetzt werden, Esperanto sollte nur dazu dienen die internationale Kommunikation zu erleichtern. Glaubt man Wikipedia verwenden aber gerade mal zwischen 500.000 und zwei Millionen Menschen die Plansprache.
Hofrat Hugo Steiner gründete das Esperantomuseum bereits 1927 als Verein und 1928 wurde es als Museum und Fachbibliothek im Gebäude der Österreichischen Nationalbibliothek eingerichtet.
Condomi-Museum: Alles rund um DAS Thema. Kuriose Verhütungsmethoden, Kondomgeschichte vom Schafsdarm bis zum Latexmodell und allgemeine Informationen zum Thema Sex und Verhütung. Im Kellergewölbe des Erotikfachgeschäfts "Liebenswert - feminine Lebensart" in der Esterhazygasse 26.
Auch das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch widmet sich dem Thema. Auf der übersichtlich gestalteten Homepage kann man sich vorab schon mal einen Überblick verschaffen: Anhand zahlreicher Beispiele und Objekte, wird die Entwicklung der Gesetze, des sozialen Umfeldes und der Methoden zum Schwangerschaftsabbruch dokumentiert.
Daneben dürfen auch die obligatorischen Kondome nicht fehlen. Besonderes Highlight: Die gefühlsechte Luxusversion aus einer Fischblase.
Altwiener SchnapsmuseumWer das mit dem Nächte um die Ohren schlagen im klassischeren Sinn verstehen möchte, der hat im Schnapsmuseum Gelegenheit dazu. Stamperl und Flachmänner sind im Souvenir-Shop erhältlich. Weite Infos auf der Homepage (siehe Link unten).
Eine detaillierte Übersicht über alle großen und kleinen, klassischen und ausgefallenen Museen finden Sie auf der auf Homepage der "Lange Nacht der Museen."Alle teilnehmenden Museen und Galerien können mit nur einem Ticket zum Preis von 13, bzw 11 Euro (ermäßigt) besucht werden. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt.
Besucher verlassen am Samstag (02.10.10) bei der "Langen Nacht der Museen" das Kunsthistorische Museum in Wien.
(APA/kob, moe)
Erstellt am 05.10.2012, 16:09