Dorotheum startet Frühjahrsauk­tio­nen

Am 17. April versteigert das Dorotheum bei ihrer Auktion "Alte Meister" unter anderem ein neu entdecktes Ribera-Werk.

Das Wiener Dorotheum läutet das Frühjahr ein: An drei Auktionstagen werden von 16. bis 18. April zahlreiche Alter Meister, Gemälde des 19. Jahrhunderts und Antiquitäten jedweder Art versteigert. Den Auftakt machen am Dienstag (16. April) die Gemälde des 19. Jahrhunderts. Hier steht aus dem Blickwinkel der Schätzwerte die Genreszene "Abendlicher Gemüsemarkt" des Belgiers Petrus van Schendel an der Spitze. Das mit harten Lichtkontrasten arbeitende Werke aus 1851, das Den Haag zeigt, ist mit 150.000 bis 200.000 Euro bewertet. John William Godwards hellenistisches Doppelporträt "Eighty and Eighteen" vor Ischia aus 1898 ist mit 100.000 bis 180.000 Euro bewertet. Für Ferdinand Georg Waldmüllers "Kirchgang im Frühling", dessen zwei weitere Fassungen im Salzburg respektive Wien Museum hängen und das drei Generationen von Frauen im Sturm zeigt, wird der Schätzwert noch nicht bekannt gegeben. Bei der Auktion der Altmeister am 17. April dürfte die Aufmerksamkeit dann auf einem Gemälde des Spaniers Jusepe de Ribera (1591-1652) liegen. "Die Verhöhnung Christi" ist eine vor 1624 entstandene Arbeit, in welcher der geschundene Christus dem Betrachter direkt in die Augen blickt, während er vor Herodes von einem Buben als König der Juden verspottet wird. Die Arbeit wird auf 300.000 bis 500.000 Euro geschätzt. Die expressive Gefängnisszene "Josef als Traumdeuter" von Alessandro Magnasco wird auf 200.000 bis 300.000 Euro geschätzt. Ebenso wie Michele Marieschis "Die Rialtobrücke und der Palazzo Camerlenghi". Und die neu entdeckte "Allegorie mit Venus, Mars, Cupidus und Chronos" von Guercino. Die Werke der an sich stark vertretenen niederländischen Meister liegen nach Schätzwert etwas unter diesen Marken. Die "Dörfliche Szene" von Jan Brueghel II. etwa, das bis dato nicht publiziert wurde und aus süddeutschem Adelsbesitz stammt, bewegt sich preislich zwischen 120.000 und 160.000 Euro. Ein Doppelbild mit Vögeln und Hunden von David de Coninck ist mit 80.000 bis 120.000 Euro bewertet. Anderes Kulturgut gibt es bei den beiden Antiquitätenauktionen am 17. und 18. April zu erwerben. Hier reicht das Spektrum von der Empire-Sitzgarnitur und dem Damensekretär mit schwungvollen Beinen bis zur knapp einen Meter großen Madonna mit Kind, die dem Südtiroler Bildhauer Hans Klocker (und Werkstatt) zugeschrieben wird.
(APA / moe) Erstellt am

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