Letztes Update am 21.09.2012, 14:25
"City of Fog": Eine Stadt im Nebel.
Für seine Bildserie reiste Martin Stavars in die chinesische Metropole Chongqing. An über hundert Tagen im Jahr hängen dort dichte Nebelschwaden über der Stadt.
Wenn sich der Nebel über die Stadt legt, die Blätter von den Bäumen fallen, die Tage kürzer und die Nächte frischer werden, dann ist wieder Herbst. Die kühlen Bilder aus der Reihe "City of Fog" des polnischen Fotografen Martin Stavars erinnern an diese melancholischste der vier Jahreszeiten.
Was den Nebel betrifft, ist die Millionenstadt Chongqing wohl die herbstlichste aller Städte. An über hundert Tagen im Jahr hängen die weißen Schwaden über der Metropole, die an der Mündung des Jialing Jiang in den Jangtsekiang liegt.
Das hat Chongqing den Ruf als Nebelhauptstadt eingebracht. Durch ihre Lage auf einer Halbinsel am großen chinesischen Strom Jangtsekiang ist sie ein regionales Wirtschafts- und Handelszentrum.
Im Westen kaum bekannt, ist Chongqing mit 82.403 Quadratkilometer die flächenmäßig größte Stadt der Welt.
28,85 Millionen Menschen leben auf einer Fläche nur unwesentlich kleiner als Österreich.
Dorthin begab sich also Martin Stavars für seine "City of Fog"-Bildreihe. Entstanden sind diffuse, fast traumartige Bilder.
Die Assoziation Luftschloss kommt einem in den Sinn, wenn sich die Stadt wie aus dem Nichts aus den dichten Nebelschwaden erhebt.
Der 31-jährige Pole ist spezialisiert auf Städtefotografie und Landschaften.
Seine kühlen schwarz-weiß Bilder, in denen Stavars Großstädte meist in der Totalen zeigt, brachten ihm bereits zahlreiche internationale Auszeichnungen ein.
Zuletzt wurde er für seine Serie: "Megalopolis: Tokyo" bei den "International Photo Awards 2011" als "Architecture Photographer of the Year" ausgezeichnet.
Über 20 Länder hat Stavars bereist. Entstanden sind dabei Bildserien unter anderem in Seoul, Tokyo, Paris, Shanghai, London und Istanbul.
Die "City of Fog"-Serie ist dabei sein jüngstes Projekt und wurde auf zahlreichen Fotografie-Blogs veröffentlicht.
Weiterführende Informationen zu Martin Stavars finden Sie auf seiner Homepage unter www.martinstavars.com.
(KURIER)
Erstellt am 24.08.2012, 13:57