Letztes Update am 05.06.2012, 13:51
Daniel Spoerri mischt Naturhistorisches Museum auf.
Das Naturhistorische Museum möchte frischen Wind in seine alten Gemäuer bringen und lässt den Schweizer Künstler auf die Sammlung los.
Der Schweizer Künstler Daniel Spoerri gilt nicht nur als Erfinder der Eat Art. Er hat auch einen herrlich unangestrengten Bezug zur Kunst im Allgemeinen. Deshalb ließ er sich wohl auch auf den unkonventionellen Dialog mit den Sammlungsobjekten des Naturhistorischen Museums ein, zu dem er eingeladen wurde.
Generaldirektor Christian Köberl (links) und Daniel Spoerri im Naturhistorischen Museum (NHM). Dort durfte sich der Bildende Künstler, Tänzer und Regisseur rumänischer Herkunft ordentlich austoben.
Ziel war es, frischen Wind in die alten Gemäuer zu bringen und dem Publikum einen neuen Blick auf Altbekanntes zu ermöglichen. Dafür stellte Spoerri seine eigenen Werke den Sammlungsobjekten gegenüber.
Daniel Spoerri besichtigt im Tiefenspeicher des NHM die Objekte, die eventuell für seine Arbeit von Nutzen sein könnten,...
... um das Unmöglich miteinander zu kombinieren. Im Bild: Daniel Spoerri, Hirnkoralle Assemblage 2012
Auch die Fischsammlung interessierte ihn. Daraus entstand...
... Daniel Spoerris Fischmaul Assemblage 2012. Die Ausstellung "Daniel Spoerri im NHM - Ein inkompetenter Dialog" ist noch bis 17. September zu sehen.
Neben Spoerri wurden auch die heimischen Künstler Christoph Streinbrener, Rainer Dempf und Martin Huber beauftragt, sich mit der Sammlung des Naturhistorischen Museums zu befassen.
Die Künstlergruppe Steinbrener/Dempf beschäftigt sich mit der Koexistenz von Mensch und Tier im urbanen Raum.
Das Ausstellungsprojekt "Freeze!" wird ab 6. Juni im Naturhistorischen Museum in Wien präsentiert.
Aber auch im Kunsthistorischen Museum ist man um frischen Wind bemüht. Der in England geborene Kunsthistoriker und Kurator Jasper Sharp ist dort seit Jänner 2011 Kurator für Moderne und Zeitgenössische Kunst. Zuvor kuratierte er auch für die Thyssen-Bornemisza Art Contemporary und lebt bereits seit 2006 in Wien.
Sharp möchte die Wiener Öffentlichkeit wieder für die historischen Kunstobjekte begeistern. So auch im Theseustempel, der lange geschlossen war. Im Bild: Vor dem Olivenbaum von Ugo Rondinone
Kulturministerin Claudia Schmied bestellte ihn zum österreichischen Kommissär der Kunst-Biennale 2013 in Venedig.
Das heißt: Er ist für Konzeption, Organisation und Durchführung der Ausstellung im österreichischen Pavillon verantwortlich.
Die Schau "Kunst voller Wein" ist bereits die vierte Themenaustellung im Kunsthistorischen Museum, bei der ein Mal im Jahr Exponate aus allen Sammlungen des Hauses zu einem bestimmten Thema gezeigt werden.
Im Bild: Bacchus, Jan van Dalen, 1648 datiert
Diesmal steht der Wein und seine kulturelle Bedeutung im Zentrum. Da darf Bacchus, der Gott des Weines, natürlich nicht fehlen.
Im Bild: Statue des Dionysos/Bacchus Römisch, 2. Jahrhundert n. Chr. Aus Karthago (Tunis, Tunesien)
"Kunst voller Wein" ist noch bis 2. September im KHM zu sehen.
Im Bild: Triumphzug des Bacchus, Maerten van Heemskerck, um 1536/37
(kurier)
Erstellt am 05.06.2012, 11:16