Letztes Update am 22.02.2013, 13:26
Das 16. internationale "szene bunte wähne"-Tanz-Festival für Kinder und Jugendliche mit seinen 16 Stücken ist Geschichte
Sieben junge Artisten holen sozusagen die Straße auf die Bühne. Ausgehend von einer Gruppe von Traceuren (Parkour-Läufern), die auch privat gut befreundet, „eine Clique“ sind und in Zusammenarbeit mit Tänzern entwickelten sie in kurzer Zeit die improvisierte Show, weil die ursprünglich geplanten Partner aus Südafrika kurzfristig ausgefallen sind. Davon sind nur Videoimpressionen aus einer Township zu sehen.
In manchen Szenen greifen Akteure auch Klischeebilder über Break- und andere Dancer auf und ironisieren sie tänzerisch-darstellerisch.
Schade, dass sie schon wieder weg sind…
Kinder selbst auf der Bühne
Einmal in einem Animationsprogramm, einmal Teil einer heftigen-spannenden Produktion
Animierend
Gar nicht vorsichtig, aber neugierig, teils abwehrend/teil herausfordernd nähern sich die Donna und Paolo von De Stilte (Niederlande) in 1 - 2tjes einander an. Beide in bunten gestrickten Pullis, die sie ein bissl verkehrt anhaben – die Ärmel hängen vorne und hinten runter, ihre Arme haben sie an den Körper gepresst. So wirkt der vordere Ärmel manchmal wie ein schnüffelnder Elefantenrüssel. In anderen Momenten verwurschteln sie beim Aufeinandertreffen die Ärmel. Sie finden immer mehr spaß am gemeinsamen Spiel und Gefallen aneinander…
Cut.
Nach einer kurzen Performance, schlüpfen die beiden aus ihren Rollen und Kostümen. Die folgende ¾ Stunden gehört den – im Idealfall – sehr jungen Zuschauer_innen. Die werden animiert aus ihren Rollen zu schlüpfen und selbst aktiv zu werden. Von einfachen Aufwärmübungen bis zu spielerisch-tänzerischen Bewegungsübungen. Den Abschluss bildet wieder das Profi-Duo mit Ausschnitten aus der Eröffnungsperformance – diesmal im lockeren Trainingsgewand.
Lil' dragon
Nach und nach kommen die 16 Kinder aus Wien ins Geschehen, eines das arge Geschichten erzählt, die von zwei eingespielten Videos im Hintergrund erzählt werden, eines etwa über um ihr Leben rennende Kinder nach einem Napalm-Angriff im Vietnamkrieg.
Heftig. Beeindruckend.
Performance: Meah Savay, Marie-Alfreda Nabo sowie folgende Kinder aus Wien: Samuel Biber, Romina Carlos, Lino Eckenstein, Florentina Ebenbauer, Hannah Fuchs, Lina Lee, Emma Lehn, Hamsat Matschukaef, Samla Nica Mazic, Trawally Mbaliya, Ida Osten, Laura Radovski, Ida Reiner, Oudom Rojnik, Sreylin Rojnik, Viktorija Stevanovic
Dramaturgie: Céleste Germe
Choreografie Assistenz: Gaëtan Brun Picard
Video: Pierre Gufflet
Kurzfilm: Jean-Francois Julian
Animation: Matthieu Gaillard, Cyril Drouin
Sound Design: Alexandre Bouvier
Licht Design: Sébastien Lefevre
Kostüme: Luce Noyer
Maske: Emilie Bak
Komposition: Naun
Produktion: Aurélien Guillois (Bureau FormART)
"Ver-rückte" Bewegungen
Stadt der Träume
Lebendige griechische Mythologie
Salzbusch
Bunte, bildhafte, tänzerische Reise nach und durch Australien
Von Macbeth bis zu Facebook
(Innere) Machtkämpfe
Dieser Szenenwechsel zwischen den Anforderungen an den (künftigen) König und den Beherrscher des Alltags, zwischen dem beginnenden 17. und dem begonnen 21. Jahrhundert erfolgt noch mehrmals. Später auch in stark parallelen Tanzbewegungen.
Krass, Hammer Wow
Pubertierende Gefühle und Wertediskusionen - getanzt
Getanzte Wertediskussionen
Tänzelnde Stiere
"Tierisch" und verspielt
Für den Auftakt der Gastspiele sorgen Compagnie Acta-Villiers-Le-Bel aus Frankreich mit „Im Körper/Inside the body/En Corps im Wiener Werkstätten- und Kulturhaus (WuK). In einer Art Zirkusarena tauchen zunächst einmal drei Schattenfiguren auf, bevor das Trio im Rampenlicht erscheint. Gespielt wird viel mit Kühen, Stieren und Fächern – zu Farben und Klängen Andalusiens (Spanien). Getanzt wird von klassisch über zeitgenössisch bis zu Hip-Hop, vor allem von Thierry Maboang – oft zu Live-Gesang von Marie Fraschina. David Liver sorgt vor allem für projizierte Live-Computer-Grafik – von bunten Mustern bis zu Stieren, die an Höhlenmalerei erinnern. Immer wieder „veschwinden“ die drei auch hinter einer zentral stehenden weißen, durchscheinenden Wand, um mit ihren Schatten sowie jenen von Stier-Drahtgestellen zu spielen. Tanz mit so einigem an Witz schon für Kindergartenkinder ab ca. 3 ½ Jahren.
Internationaler Austausch
Schon vor der offiziellen Eröffnung startete das Festival – mit ersten internationalen Stücken, diesmal aber auch mit mehrtägigen internationalen Workshops. FreshTracks Europe hatte schon in Utrecht, Gent und Düsseldorf stattgefunden. Wien ist die vierte und letzte Station. Neben einem Symposium gab’s vor allem auch Labs. Choreografen und Choreografinnen verschiedener Länder arbeiteten mit Tänzern und Tänzerinnen der jeweils gastgebenden Stadt. In wenigen Tagen entwickelten sie Stücke für verschiedene Altersgruppen – für ganz junge Kinder ab 2, für ungefähr 8-Jährige sowie für 13+.
Infos
SBW Tanzfestival, Bis 2. März
Dschungel Wien, WuK und brut
Diskussion
Festival
Getanzte Sehnsüchte
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Aus der Reihe tanzen!
Künstlerische Bewegungsfreude beim 14. szenebuntewähne-Tanzfestival für Kinder und Jugendliche
SBW-Tanzfestival