Politischer Kleinkrieg um Osterfestspiele
Dewitte "nur auf Familienurlaub in Belgien" Zum Hauptartikel
Osterfestspiele: Für den entlassenen Geschäftsführer Michael Dewitte gelten keinerlei freiheitsbeschränkende Maßnahmen.
Der entlassene Geschäftsführer der Salzburger Osterfestspiele, Michael Dewitte "kann sich frei bewegen".
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Michael Dewitte, Hauptbeschuldigter im Finanzskandal der Salzburger Osterfestspiele und deren ehemaliger Geschäftsführer, habe sich nach Belgien abgesetzt, geisterte am Wochenende als Meldung durch die Medien.
"Man hat ihm den Pass nicht abgenommen, er kann sich frei bewegen. Es gibt keine freiheitsbeschränkenden Maßnahmen. Herr Dewitte tut nichts Verbotenes, wenn er sich in Belgien aufhält", nimmt Josef Holzberger vom Landeskriminalamt (LKA) dazu Stellung. Holzberger weiters: "Laut Staatsanwaltschaft gibt es keine Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Und wenn das die Staatsanwaltschaft so sieht, sind wir gebunden." Der Akt sei jedenfalls am Montag von der Staatsanwaltschaft gemeinsam mit einem Ermittlungsauftrag im LKA eingetroffen.
Prüfung
Nächste Woche sollen mit der Staatsanwaltschaft nächste Schritte beraten werden. Dewitte und weiteren sieben Personen wird vorgeworfen, die Osterfestspiele um bis zu über 2 Millionen Euro geschädigt zu haben.
Bei einer möglichen Befragung von Dewitte verweist Holzberger auf ein EU-Abkommen: "Wenn er nicht zu uns nach Salzburg kommt, gehen wir den Rechtsweg eben über Belgien." Sorgen, Dewitte könnte sich der Justiz entziehen, hat man bei der Staatsanwaltschaft in Salzburg nicht: "Ich habe gehört, dass Dewitte wiederkommt und sich derzeit nur auf Familienurlaub in Belgien befindet", so Staatsanwältin Barbara Feichtinger.
Sommerfestspiele
Bei den Salzburger Sommerfestspielen hat es inzwischen weitere personelle Konsequenzen gegeben (siehe auch Hintergrund). Auf die Entlassung des technischen Direktors Klaus Kretschmer - er hat trotz Nebenbeschäftigungsverbots Honorare vom Osterfestival kassiert - folgte nun die Beurlaubung von Brigitte K. Die Steuerberaterin der Festspiele war ebenfalls für Ostern tätig. Die unrechtmäßigen Zahlungen sollen über ihren Tisch gegangen sein.
Aufgetaucht sind inzwischen auch Vorwürfe gegen die Protokollchefin der Sommerfestspiele. Auch sie soll laut Kronen Zeitung von den Osterfestspielen Honorare bekommen haben, in Summe rund 40.000 Euro.





