Letztes Update am 15.05.2012, 17:51
Mit viel Energie holt die französische Sängerin die Chansons in die großen Pop-Hallen, wie das Wiener Gasometer.
Große Tradition und große Stimmen – die Chanson-Kultur ist überreich an beidem. Seit Kurzem blüht sie mit einer neuen Facette wieder auf: mit übersprudelnder Energie. Denn beim jungen Wirbelwind Zaz ist Chanson kein melodramatisches Besinnungstheater, sondern positiv gestimmte Selbstfindungsmusik.
Vor allem live: Auf der Bühne umspringt die 32-jährige französische Newcomerin, energiegeladen bis zur Zappeligkeit, jeden Anflug von Gesetztheit, so auch am Montag in Wien. Die (etwas klischeehafte) Band jazzelt vor sich hin, Zaz hüpft um sie herum und singt mit ihrer unverwechselbar-rauchigen, großen Stimme ihre Hits (wie "Le long de la route" und "La fée").
Bei "Je veux" hilft das Publikum brav als Chor mit, wiegt ansonsten verträumt die Hüften und versteht überraschend viel von Zaz’ zumeist französischen Bühnenansagen. Edith Piaf und die Pointer Sisters schauen musikalisch auch vorbei, ein Urschreibewerb schreckt auf und Visuals bringen etwas Flair in den Gasometer-Beton. Très unterhaltsam.
KURIER-Wertung: **** von *****
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