Witzige Weihnachts-Werbungen

Damit das Weihnachtsgeschäft auch richtig brummt, wird in diesen Werbungen der Weihnachtsmann aufs Korn genommen.

Renbier statt Rentier, klingt naheliegend: Wäre Rudolf ein Mensch, er wäre mit seiner roten Nase wohl eher ein Alkoholiker. Zumindest sieht das die "ChurchEndBrewery" so. Nicht nur Coca Cola, auch die belgische Biermarke Stella Artois wirbt mit dem Weihnachtsmann. Die roten Bäckchen hat er dort aber eher vom Alkohol als von der Schlittenfahrt in kalter Winternacht. Zumal sein lieber Rudolf als Trophäe über der Bar anstatt als Zugtier vor dem Schlitten hängt. Sieht verdächtig nach Frusttrinken aus. Witze mit Alkohol funktionieren offenbar immer. Zumindest wäre eine Überdosis Glühwein eine der vielen Erklärungen für diesen Unfall. Und außerdem: Wenn's den Weihnachtsmann wirklich gibt, dann scheinen Aliens nicht mehr ganz so unwahrscheinlich. Und womit wirbt der Playboy zu Weihnachten? Mit einem Christbaum, was dachten Sie denn? Ist eben alles nur eine Frage der Perspektive. Alkohol, Sex... was kommt als nächstes? Richtig: Brotaufstrich. Diese beiden Elfen sind jedenfalls geteilter Meinung. Während der eine vor Freue gar nicht genug von "Marmite" bekommen kann, kotzt der andere in seine Mütze... So ein kleiner Körper ist eben empfindlich. So sieht das aus, wenn die Amsterdamer nach der Bescherung ausmisten: Inmitten der üblichen Verpackungen konnte man dort vergangenes Jahr auch diese überdimensionierten Geschenke finden (wie groß wohl der Weihnachtsbaum war?)
In Wirklichkeit handelte es sich um eine gelungene Werbeaktion: Der kleine Aufkleber an der Seite warb für die Mini-Leasingrate von nur 99€ im Monat. Diese Tafel sorgte zu Weihnachten 2009 in Auckland für Aufregung. Der Priester der St. Matthews's-Kirche wollte damit eine zeitgemäße Deutung der Bibel anregen. An die unbefleckte Empfängnis glaubte Glynn Cardy offenbar nicht. Nach wütenden Protesten der bilbeltreuen Gemeinde wurde das Plakat schließlich entfernt - Doch das Internet vergisst eben nie. Mit dieser genialen Anzeige warb ein Skate-Shop in Paris für seine Artikel. Zurück zum Alkohol: Die "Church End" Brauerei setzte noch einen drauf und veröffentlichte eine ganzes Gespann von rotnasigen Männern, die zu tief in das Renbier-Glas geschaut haben. Vergangenes Jahr kreierte die Werbeagentur RBH sogar eine eigene "Reinbeer"-App, in der man seine Freunde zu den versoffenen Begleitern Santas machen konnte. Als Preis für hochgeladene Bilder gabe es, wie könnte es anders sein, Bier zu gewinnen. Was uns dieses Jahr zu Weihnachten erwartet? Lassen wir uns überraschen.

Dass besonders zu Weihnachten die Religion eigentlich Konsum heißt, darüber brauchen wir hier nicht mehr viele Worte zu verlieren. Rekord-Handelsumsätze und Geschenkberge unterm Christbaum sind Beweis genug. Weshalb also groß meckern und nicht das eigentlich Traurige mit wirklich Lustigem verbinden? Wir zeigen Werbungen, die Weihnachten nicht ganz so ernst nehmen.

(KURIER / kob) Erstellt am

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