Letztes Update am 12.04.2012, 11:30
Wenn Musiker schauspielern wollen.
Nicht immer sind erfolgreiche Musiker auch gute Schauspieler. Wer sich im Film versuchte und dabei kläglich scheiterte und wer die Transformation mit Bravour schaffte.
Will Smith startet im Kino wieder mit "Men in Black 3" durch. Seine Karriere begann der hochbezahlte und enorm erfolgreiche Schauspieler aber als Musiker. Der Hollywood Reporter hat sich Musiker, die sich im Schauspielfach versuchten angesehen und die schlechtesten und besten Performances auf der Kinoleinwand gekürt.
Die besten und schlechtesten Transformationen vom Musiker zum Schauspieler ...
20. Michael Jackson
Bevor Michael Jackson zum Superstar avancierte, hatte er 1970 einen Auftritt in Sidney Lumets Musical-Verfilmung "The Wiz – Das zauberhafte Land" - den man als Fan des King of Pop lieber gleich wieder vergessen sollte.
19. David Bowie
Auch bei David Bowie sind die Redakteure des Hollywood Reporter der Meinung, dass sich der "Hero just for one day" den Ausflug ins Filmgeschäft lieber sparen hätte sollen. Zuletzt war er 2006 in einer Nebenrolle als Nikola Tesla im Film "Prestige – Die Meister der Magie" zu sehen.
18. Kelly Clarkson
Der Musical-Film mit "American Idol"-Gewinnerin Kelly Clarkson bekam vernichtende Kritiken. 2004 wurde "Justin & Kelly: Beachparty der Liebe" für acht Goldene Himbeeren nominiert. Danach ließ Clarkson das Schauspielern bleiben und das ist vermutlich gut so.
17. Mariah Carey
Auch nicht viel bessere Beurteilungen bekam Mariah Carey mit "Glitter - Der Glanz eine Stars". Die unbekannte Backgroundsängerin Billie (Mariah Carey) will ein Star werden und so weiter und so fort. Ein Euzerl mehr Talent zeigte Carey dann im Film "Precious" im Jahr 2009.
16. Britney Spears
Wirklich gut absolvierte Britney Spears ihren Ausflug ins Schauspielfach auch nicht, dabei lief "Not a Girl – Crossroads" nicht einmal schlecht in den USA. Die vor Schmalz triefenden Dialoge halfen Britney auch nicht gerade, um glimpflich aus dem Schlamassel herauszukommen.
15. Jessica Simpson
Ums Schauspielern ging es erst gar nicht bei der Rolle von Jessica Simpson in "Ein Duke kommt selten allein". Gut sollte sie aussehen, mehr nicht - und mehr war es auch wirklich nicht.
14. Christina Aguilera
In "Burlesque" spielt Aguilera eine aufstrebende Sängerin und Tänzerin - ganz was Neues also. Sie machte ihre Sache so lala. Der von ihr eingesungene Soundtrack stieß auf mehr positives Feedback.
13. 50 Cent
"Get Rich or Die Tryin`" ist die Semibiografie von Rapper 50 Cent und verherrlicht seinen Werdegang einen Tick zuviel. In eine Rolle musste der Rapper also nicht wirklich schlüpfen, spielte er doch sich selbst. In anderen Filmen wie "Home of the Brave" zeigte er aber mehr Talent.
12. Marc Anthony
Die Salsa Ikone Hector Lavoe verkörperte Marc Anthony in "El Cantante". Der Film spielte nicht einmal acht Millionen Dollar in den Kinos ein, verdiente aber das Zweifache durch DVD-Verkäufe. Die tiefe Verbundenheit, die Lavoe mit seiner Musik hatte, konnte Anthony nicht auf der Leinwand präsentieren. Einen Latin Grammy gab`s aber für den besten Soundtrack - immerhin.
11. Frank Sinatra
Sein Charme reichte für das Musik- und Filmbiz. Frank Sinatra geht mit Werken wie "Verdammt in alle Ewigkeit", "Schwere Jungs – leichte Mädchen" oder "Ocean`s Eleven" in die Filmgeschichte ein. Seine Filmkarriere überschattete damals fast seine Leistungen als Sänger.
10. Elvis Presley
Auch er sang etwas besser als er schauspielerte. Nach ganz passablen Filmen wie "Pulverdampf und heiße Lieder (Love Me Tender)", "Gold aus heißer Kehle" und "Rhythmus hinter Gittern (Jailhouse Rock)" in den 50er Jahren, folgten leichtere Schmonzetten wie "Cafè Europa" (G.I. Blues) oder "Immer Ärger mit den Mädchen".
9. Barbara Streisand
Die Streisand sang schon, bevor sie auf der großen Leinwand zu sehen war. Und auf dieser machte sie eine gute Figur. Für ihre erste Hauptrolle in dem Musical "Funny Girl" gab es den Oscar. Es folgten Filme wie "Is’ was, Doc?" und "Yentl".
8. Queen Latifah
Für die Rapperin Queen Latifah war die Transformation von der Musikerin zur Schauspielerin ein Leichtes. Nach einer Grammy-Nominierung für ihr Debüt-Album ging es zum Film. Ihre erste Filmrolle hatte sie in "Jungle Fever" 1991. Danach bekam sie die Hauptrolle in der Sitcom "Living Single" angeboten, die sie von 1993 bis 1998 spielte. Für ihre Leistung in dem Musical Chicago (2002) gab es dann sogar eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin.
7. Mark Wahlberg
Es ist lange her, aber Mark Wahlberg war einmal Marky Mark und stand als Rapper auf der Bühne. Schon 1997 machte er in "Boogie Nights" auf sein Schauspieltalent aufmerksam, als er Pornostar Dirk Diggler spielte. Heute kann er auf gefeierte Filme wie "Three Kings – Es ist schön König zu sein", "Departed – Unter Feinden" und "The Fighter" zurückblicken.
6. Cher
Als Duo Sonny & Cher wurde sie weltweit für ihre eingängigen Hits bekannt. Dann folgte die Scheidung, ihre Musik-Show wurde gecancled und Cher versuchte sich im Filmbiz. Und das äußerst erfolgreich. Für "Silkwood" bekam sie 1989 einen Golden Globe als beste Nebendarstellerin, für "Die Maske" gewann sie den Darstellerpreis in Cannes und für "Mondsüchtig" gab es dann sogar den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Daneben ist sie wohlgemerkt die einzige Sängerin, die in allen sechs Dekaden ihrer Karriere einen Nummer-1-Hit landen konnte.
5. Beyonce
Warum Beyonce vor Cher liegt, bleibt wohl das Geheimnis des Hollywood Reporters. Der Pop-Superstar hat sich in Filmen wie "Austin Powers in Goldständer", "Obsessed" und "Dreamgirls" gut geschlagen und für Letzteren sogar eine Golden Globe Nominierung erhalten. Doch ist Beyonce wirklich eine bessere Schauspielerin als Cher?
4. Eminem
Wirklich überrascht wurden viele Filmkritiker mit Eminems Performance in "8 Mile". Der Rapper konnte auf der Leinwand überzeugen. Anders als Bushido oder 50 Cent scheiterte er nicht damit, sich mehr oder weniger selbst in einem semibiografischen Werk zu verkörpern.
3. Dolly Parton
Country-Star Dolly Parton wird wegen ihres barbiehaften Auftretens oft nicht für ganz voll genommen. Dabei hat Parton einzigartigen Sinn für Humor, ihre Stimme ist beispiellos und schauspielen kann sie auch. Das bewies sie wider Erwarten in "9 to 5", bei uns besser bekannt als "Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?".
In dem Film von 1980 kann sie neben Größen wie Jane Fonda und Lily Tomlin bestehen. Für ihre Darstellung wurde sie in den Kategorien Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie oder einem Musical, Bester Filmsong (für Nine to Five) und Beste Nachwuchsdarstellerin für den Golden Globe Award nominiert.
2. Justin Timberlake
Mit der Boyband `N Sync wurde er berühmt, als Solo-Sänger scheffelte er Millionen und trotz des Riesenerfolgs, den Justin Timberlake im Musikbiz hatte, wollte er endlich auch Filme drehen. Die erste größere Rolle hatte er in "Alpha Dog – Tödliche Freundschaften", in dem er als Drogendealer überzeugte. Heute spielt er in Hollywood-Produktionen wie "In Time" oder "The Social Network" die Hauptrolle.
1. Will Smith
Seine Karriere begann er als Rapper Fresh Prince. Seine charismatische Art verschaffte ihm aber schnell auch eine eigene TV-Serie. "Der Prinz von Bel Air" lief jahrelang weltweit und in Endlosschleife auf unzähligen TV-Kanälen. Schon in den Neunzigerjahren kamen für Will auch die ersten Angebote für Kinorollen. 1993 konnte er in "Das Leben – Ein Sechserpack" sein Talent als ernsthafter Schauspieler zeigen. "Bad Boys" machte Smith dann zum aufstrebenden Hollywood-Star.
Es folgte ein Blockbuster nach dem anderen - von "Independence Day" bis "Men in Black". Will Smith, der Rapper aus Philadelphia ist gegenwärtig unter den Top fünf der bestbezahlten Schauspieler der Welt. Für "Ali" und "Das Streben nach Glück" war er für den Oscar nominiert.
(kurier/mich)
Erstellt am 12.04.2012, 10:44