Letztes Update am 23.09.2012, 10:15
Schau mal, da ist ein Gesicht.
Egal ob Steckdosen, Knöpfe oder Häuser. Gesichter kann man überall erkennen. Edith Payer sammelte bereits 500 dieser "Porträts", die das Künstlerhaus nun zeigt.
Als Kind konnte man in jedem Ding ein Gesicht erkennen, dazu brauchte es nicht viel. Zwei scheinbare Augen und einen Mund, schon ging es mit der Phantasie durch und man schmunzelte.
Aber man muss man unbedingt ein Kind sein um die kleinen Gesichter zu erkennen? Natürlich nicht. Immerhin sind sie überall zu sehen. Das zeigt auch eine Ausstellung, die gerade im k/haus Passagegalerie zu sehen ist.
Nicht nur mit der kindlichen Phantasie erkennt man überall Gesichter. Das dachte sich auch die österreichische Künstlerin Edith Payer.
Sie fing "2006 an, die Gesichter, die ich in Dingen und Situationen immer wieder erkennen konnte, fotografisch festzuhalten."
Payer taufte die Sammlung passend "Faces". Ihr erstes "Gesicht" war eine "lächelnden Steckdose eines Hotelzimmers in Viborg."
Seit dieser Steckdose sammelte sie bereits über "über 500 verschiedene Exemplare an erkannten Gesichtern."
Sie selbst sagt über die Faszination: "Der psychologische Moment des Gesichterlesens ist es auch, das mich besonders interessiert.
Es lässt sich ohne weiteres bei vielen unbelebten Gegenständen anwenden, und was man auf diese Weise schließlich sehen kann, ist immer wieder erstaunlich."
Nun wird ihre Sammlung in der k/haus Passagegalerie gezeigt.
Dort "gibt es sehr konkrete Gesichter, aber auch abstraktere, die etwas schwieriger zu dekodieren sind."
Edith PayerFACES No. 1– 500
Künstlerhaus, k/haus Passagegaleriebis 30. September 2012
(kurier/moe)
Erstellt am 23.09.2012, 10:10