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KURIER

Letztes Update am 24.09.2012, 11:28

Red Bull Flugtag: "Extrem-Kamikaze-Flug-Griller". 40 Teams testen die Flugtauglichkeit ihrer selbst gebauten Flieger beim Red Bull Flugtag in Wien – mit mäßigem Erfolg.

Im letzten Moment versuchte Ö3-Moderator Robert Kratky den Pilotensitz im Flug-Ei an Skispringer Andi Goldberger zu übergeben. Er sollte beim 8. Wiener Red Bull Flugtag mit einem Styropor-Ei über die sechs Meter hohe Rampe abheben. Doch Goldberger blieb als "Non Flying Captain" lieber trocken an Land in der Brigittenauer Bucht, als in der Donau zu landen.

Der Jungfernflug des Eis ging gründlich schief. "Ich war froh, den Aufschlag aufs Wasser überlebt zu haben, da kam der nächste Schock: Das Wasser ist eiskalt. Ein mehrschichtig schlechtes Erlebnis", resümierte Kratky. Die fünfköpfige Jury bewertete seine kurze Flugphase dennoch gnädig.

Bananenbomber

40 Teams flogen, stürzten, stolperten mit mehr oder weniger flugfähigen Geräten über die Rampe. Das einzige burgenländische Team, die "Flying Scotsman", versuchte sein Glück mit einer Dampflok – und scheiterte kläglich.

Das Wiener "Flyphone"-Team hatte an ihrem überdimensionalen Smartphone-Nachbau zumindest Flügel montiert. Pilot Ferdinand Götz wurde beim Aufschlag am Wasser darunter begraben. "Immerhin bin ich fünf Meter weit geflogen, aber auch genauso tief in den Donau eingetaucht", umriss Götz seinen Flugversuch. Da lag er schon entspannt im Whirlpool, um sich aufzuwärmen. Von dort begutachtete er das oberösterreichische Team der "Flying Chiquitas". Sie bewiesen Tausenden Zusehern, dass Bananen fliegen können. Und tatsächlich landete Pilot Sebastian Ehrenmitte seine Chiquita perfekt.

"Die Frau ist mutig. Oje, jetzt lacht sie nicht mehr", meinte eine Zuschauerin, als die einzige Pilotin des Starterfeldes im Flug-Pinguin Platz nahm. Die Steirerin Claudia Riederer flog 22 Meter und damit auf den dritten Platz. "Kurz vor dem Abflug hatte ich Angst, aber dann war es super", sagte sie.

Sehenswert auch Flug-Griller, angetrieben von "Salz und Pfeffer-Düsen": "Nur für den Bierhalter hatten wir auf unserem Extrem-Kamikaze-Flug-Griller keinen Platz mehr." Der Hendel-Pilot ritt auf seinem Grillspieß immerhin neun Meter weit – zu kurz für eine Top-Platzierung.

Bewertet wurde neben der Weite auch die Originalität. Das brachte dem Team "Steirerstork" mit ihrem Storch Platz zwei. Der Sieg ging heuer an "Back to the future" aus Niederösterreich. Ihr silberfarbener Zeitmaschinen-Nachbau landete bei 18,10 Metern.

(kurier/Marliese Mendel) Erstellt am 23.09.2012, 18:01

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