Letztes Update am 25.08.2012, 14:09
"Nordic Thunder" neuer Luftgitarren-Gott.
Freitagabend wurden im finnischen Oulo die besten Luftgitarristen gekürt. Der Amerikaner Justin "Nordic Thunder" Howard ist der neue Weltmeister.
Der Sieg war ganz knapp, die Stimmung kochte am Marktplatz der nordfinnischen Stadt Oulo fast über: Nur 0,2 Punkte entschieden beim Finale der Luftgitarren-WM zwischen Sieg und Niederlage. Schließlich triumphierte Justin "Nordic Thunder" Howard aus Chicago vor seinem Landsmann Matt "Airistotle" Burns.
Der langhaarige Luftrocker freute sich am späten Freitagabend sehr. Im vergangenen Jahr war er nur auf Platz zwei gekommen.
Damals hatte ihn die "Nichte des Teufels" (The Devil`s Niece), die Deutsche Aline Westphal (Bild), geschlagen. Die 27-jährige Studentin wurde dieses Jahr Achte.
Bei dem Spaßwettbewerb, der seit 1996 in Oulu ausgetragen wird, sollen die Teilnehmer so überzeugend wie möglich Rock- oder Heavy-Metal-Gitarrensoli imitieren - als Belohnung für den Sieger gibt es dann eine echte Gitarre (Bild: "Nordic Thunder" bei der Siegerehrung)
Vorher geht es aber ohne Instrument zur Sache. Dabei ließ es der "nordische Donner" so richtig krachen. Wie immer trat er im Wikinger-Look auf, barfuß mit Lederweste und Lendenschurz.Bild: Platz zwei ging an einen Landsmann von "Nordic Thunder", Matt "Airistotle" Burn.
In der ersten Runde, in der die Teilnehmer 60 Sekunden lang zu einem Lied ihrer Wahl abrocken, spielte er ein Rock-Medley auf der nicht vorhandenen Gitarre. Bild: Theun "Tremelo Theun" de Jong aus den Niederlanden landete auf dem ausgezeichneten dritten Platz.
Damit kam Howard, der es erst am Vorabend in der "Dark Horses"-Qualifikationsrunde ins Finale geschafft hatte, in die Endrunde der besten zehn Luftgitarristen.Bild: Quinten "The Great Pretend Air" Rutgers aus den Niederlanden versuchte es auf die prollige Tour: Platz 10
Dort überzeugte er die fünfköpfige Jury auch beim diesjährigen Pflicht-Song "Loose My Soul" der finnischen Rockband The Flaming Sideburns. Bild: Vincent "V-Snyder" Bekaert aus Frankreich kniet sich rein, am Ende schaute dabei Platz neun heraus.
Mit 34,2 Punkten gewann er vor "Airistotle“ und dem Niederländer Theun de Jong („Tremelo Theun“). Bild: Artem "Olympian" Chernov aus Russland schaffte es mit seinen akrobatischen Einlagen auf Platz elf.
Als Preis darf Howard nun eine echte Rockgitarre mit nach Hause nehmen. Bild: Jan "Geeky Gisbert" Fischer aus Deutschland gab alles. Am Ende reichte es für Platz elf.
Insgesamt nahmen 18 Luftgitarristen am Finale teil - auch aus Ländern wie Belgien, Großbritannien, Tschechien, Estland, Finnland, Japan und Russland."
Das ist eine eingeschworene Gemeinschaft und wirklich wie ein Familientreffen", sagte Westphal im Vorfeld der WM. Die Rockerin wollte ihren Titel eigentlich verteidigen und hatte eine wilde Show versprochen.
Ihr Kürlied war in diesem Jahr "Reserved" von Gluecifer, einer norwegischen Band, die es leider nicht mehr gebe.2011 hatte sie mit einer Nummer der Foo Fighters gewonnen.
Der Wettbewerb endete wie jedes Jahr mit einer gemeinsamen Luftgitarren-Performance von Teilnehmern
und Publikum. Passender Soundtrack dazu: Der Neil-Young-Song "Rockin` In The Free World“. Der Zweck der Luftgitarren-WM sei die Förderung des Weltfriedens.
So schreiben es die Veranstalter auf ihrer Webseite. Die Macher sind überzeugt:
„Kriege enden, der Klimawandel hört auf und alle bösen Dinge werden verschwinden, wenn alle Menschen auf der Welt Luftgitarre spielen.“
(dpa/kob)
Erstellt am 25.08.2012, 10:14