Kult Maskenmänner: Anonym im Rampenlicht Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 30.09.2012, 10:46 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Maskenmänner: Anonym im Rampenlicht. Cro, Sido, Slipknot und viele mehr haben ihr Gesicht verhüllt. Welche Musiker warum welche Masken tragen. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Seit jeher tragen Menschen Masken, um auf die eine oder andere Art zu beeindrucken, oft, um sich Respekt zu verschaffen oder gar Furcht einzuflößen. Der deutsche Panda-Rapper Cro ist dafür nur das aktuellste, und wahrscheinlich niedlichste Beispiel. Vor ihm kamen aber schon eine ganze Reihe anderer Musiker auf die Idee, sich zu maskieren. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Der deutschen Band Kraftwerk ging es in den 1970er-Jahren hauptsächlich darum, anonym zu bleiben um ihren "Maschinen-Sound" nicht zu vermenschlichen. Sido? Der deutsche Aggro-Rapper wollte wohl ein bisschen böse sein. Sein Baby-Face hätte einfach nicht zu der Ghetto-Ansage von "Mein Block" gepasst. Bei den russischen Punk-Aktivistinnen von Pussy Riot ist mit ihrer Maskierung ein handfestes politisches Anliegen verbunden. Die Anonymität hinter der Maske macht die öffentlichen Angriffe auf den russischen Präsidenten Putin, wie in diesem kürzlich veröffentlichten Video, erst möglich und unterstreicht die Illegalität der Aktionen. Für Peter Gabriel war es vor knapp 40 Jahren als Sänger der Kultband Genesis eher ein künstlerischer Anspruch sich zu maskieren und zu schminken. Genau wie für die Art-Rocker The Residents, deren Augapfelmasken wesentlich bekannter sind als die Personen dahinter. Gwar, die Schwermetaller aus Richmond, Virginia, halten`s eher mit dem martialischen Motto: Wenn du mich fürchtest, hab ich schon gewonnen. Dieses Motto scheinen auch die Mannen der amerikanischen Metalband Slipknot verinnerlicht zu haben. Trolle, Orks und Goblins? Die Songcontest-Gewinner Lordi kommen aus Finnland. Vielleicht eine Erklärung... Auch Daft Punk ging es wie zuvor Kraftwerk darum hinter ihre Musik zurückzutreten und als Roboter hinter den Turntables zu werken. Ihre futuristischen Helme setzten sie nämlich schon auf, als DJs noch nicht wie Popstars abgefeiert wurden. Im Internet finden sich übrigens zahlreiche Anleitungen, wie man sich die ikonischen Helme in Heimarbeit zusammenbasteln kann. Als offizielle Begründung muss diese Mär herhalten: "Wir wollten gar keine Roboter werden. Am 9.9.1999 um 9:09 arbeiteten wir gerade in unserem Studio, als ein Sampler explodierte. Als wir wieder zu Bewusstsein kamen, bemerkten wir, dass wir Roboter waren.", gab Thomas Bangalter vom House-Duo in einem Interview zu Protokoll. Und doch noch ein Knuddelmonster: Der LED-Mauskopf des kanadischen DJs Deadmau5 spielt alle Stückchen. Fast wie ein Fernseher am Kopf. Die Pandamaske von Cro sieht aber kuscheliger aus. Das Gesicht Marilyn Mansons ist natürlich allseits bekannt. Früher noch extremer als heute, versteckte Brian Hugh Warner, wie der Schockrocker mit bürgerlichem Namen heißt, sein Gesicht aber nicht nur bei Bühnenauftritten hinter einer verstörend dicken Schicht aus Make-Up. Cro ist doch nicht das einzige Kuscheltier auf der Bühne. Nobunny trägt - der Name hätte es nicht vermuten lassen - eine Hasenmaske auf der Bühne. Dahinter steckt der Spaß- und Chaosrocker Justin Champlin. Buckethead ist das Alter Ego des amerikanischen Gitarristen Brian Patrick Carroll, der sowohl Solo als auch mit Guns N`Roses oder Serj Tankian auf Tour ist. Als Maske dient in seinem Fall ein umgedrehter Kentucky-Fried-Chicken-Kübel. Der offizielle Grund dafür ist leicht erklärt: Buckethead wurde von Hühner aufgezogen. Seit sie ihm sein Gesicht zerkratzten, ist er gezwungen eine Maske zu tragen. Ist doch ganz logisch. SBTRKT, "Subtrakt" ausgesprochen ist ein Produzent und DJ aus London und lieferte eines der besten Elektronik-Alben 2011 ab. Live tritt er nur mit seiner Maske auf. Das Elektro-Duo "The Knife" aus Schweden tritt nur in ihren an Taucheranzüge erinnernden Outfits auf. Der Grund dafür dürfte wirklich Scheu sein. Denn bis 2006 trat das Duo überhaupt nicht live auf, obwohl es 2003 mit "Deep Cuts" sein erfolgreichstes Album bereits veröffentlicht hatte. Zum Abschluss seien an dieser Stelle auch noch die Ur- und Großväter aller Selbstdarsteller und Maskenmänner genannt: Paul Stanley, Gene Simmons, Ace Frehley, Peter Criss von Kiss. (kurier/kob) Erstellt am 29.09.2012, 13:02 Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Cro Was hinter der Panda-Maske steckt Kult Sido: Vom "Arschficksong" zum Spießer Den Rapper sieht man zurzeit als Juror bei "Die große Chance" im Hauptabendprogramm. Seine Karriere hat er hinter einer silbernen … Deutscher Musikpreis Die Toten Hosen räumen bei Echo ab Die Routiniers aus Düsseldorf gewannen in der Kategorie "Hit" und "Album des Jahres". 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