Letztes Update am 19.05.2012, 09:43
Let's sing about Sex, Baby.
Nicht nur Donna Summer wurde mit Stöhnen bekannt. Auch andere Stars sorgten mit Songs über die schönste Nebensache der Welt für Aufsehen.
16 Minuten lang stöhnen - so krönte sich Donna Summer 1976 zur Königin der Disco-Ära. "Love to love you baby" wurde zum Skandal - und ein Hit.
Ihre expliziten Texte waren Teil von Donna Summers Erfolgsrezept - neben innovativer Produktionstechnik, so war "I feel Love" 1977 der erste vollkommen elektronisch produzierte Track überhaupt, und ihrer einzigartigen Stimme.
Doch Donna Summer ist bei weitem nicht die einzige, die mit schlüpfrigen Texten für Skandale sorgte. Bereits 1969 stöhnten sich Jane Birkin und Serge Gainsbourg mit "Je t`aime" in die Charts.
Wenn Jane Birkin "Je t`aime" flüstert, klingt das Lied mit der erotischen Melodie, als wäre es nicht im Studio, sondern direkt im Bett aufgenommen worden. Es sollte der einzige Hit des Duos bleiben. Interessantes Detail am Rande: Geschrieben hatte Serge Gainsbourg, der Mitte der 60er als Frauenheld galt, das Lied eigentlich für...
... Brigitte Bardot. Die hatte mit "Moi, je Joue" (Ich spiele) einen nicht minder expliziten Hit.
Je t`aimerai plus fort Oh oui plus fort Oh oui oui oui, plus fort Oh la la... Im Original klingt das dann so.
Was auch immer Britney Spears mit "Hit me Baby One More Time" meinte - ihr erstes Lied wurde nicht wegen der hervorragenden Stimme zum Hit. Das Video, in dem sie in Schulmädchenuniform die Gänge einer Highschool rauf und runter tanzte, tat sein Übriges dazu.
Das Image des braven Mädchens hätte ihr damals schon niemand mehr abkaufen dürfen. Spätestens nach ihrem Auftritt bei den MTV-Music Awards im Jahr 2007 merkte aber auch der letzte, dass es die Gute faustdick hinter den Ohren hat.
Dass Madonna nicht prüde ist, stellte diese von Beginn ihrer Karriere an klar.
1984 sang sie im Refrain zu "Like a Virgin""Wie eine Jungfrau, ohhh, ohhhWie eine Jungfraues fühlt sich so gut an in mirwenn du mich hältst und dein Herz schlägt und du mich liebst."Wer den Song lieber im Original hört, findet hier den Link.
Auch nicht von schlechten Eltern: "Promiscuous boy, you already know/That I`m all yours. What you waiting for?" (Also zu deutsch: Freizügiger Junge, du weißt schon, dass ich ganz dir gehöre. Worauf wartest du?)Hätte man der kleinen Nelly Furtado gar nicht zugetraut. Aber die meint ja auch, sie wäre ein "Maneater" (Menschenfresser - aber auch männerfressende Frau).
The Divinyls hatten mit "I Touch Myself" ihren einzigen Hit. Vielleicht wäre etwas mehr Subtilität gefragt gewesen. "I don`t want anybody else/When I think about you I touch myself ..." ist doch sehr eindeutig.
Marvin Gaye brauchte 1982 "Sexual Healing". "Come take control, just grab a hold of my body and mind/Soon we`ll be making it, honey, oh we`re feeling fine...".
Mit "Let`s Get It On" hatte er 10 Jahre zuvor bereits für die Sexhymne schlechthin gesorgt. Dass der 34-Jährige darin eigentlich die Liebe zu seiner damals 17-jährigen Freunde beschrieb, wurde großzügig übersehen. "There`s nothing wrong with me loving you/And giving yourself to me can never be wrong if the love is true."
Joan Jett fragte 1993 "Do you wanna touch me?". Ob die Frage ernst gemeint, oder rhetorischer Natur war - wir wissen es nicht.
Dass Bob Dylan in dieser Liste auftauchen würde, hätten wohl viele für unmöglich gehalten. Doch in "Lay Lady Lay" fordert er dann doch zu explizit zu der einen Sache auf, als dass wir das ignorieren könnten.
1967 hatte Aretha Franklin mit "Natural Woman" einen. Bei dem gefühlvollen Song würde man sich folgenden Text nicht unbedingt erwarten. "Oh, baby, what you`ve done to me, you make me feel so good inside / And I just want to be close to you, you make me feel so alive"
(kurier)
Erstellt am 18.05.2012, 16:22