Die letzten Erinnerungen an das "Studio 54"

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Foto: palm beach modern auctions / studio 54 Steve Rubell eröffnete 1977 den Discotempel in Manhattan. Zehn Jahre lang war das Studio 54 Symbol der exzentrischen High-Society der späten 70er.

Der legendäre Nachtclub ist bis heute Synonym für die wilden 70er- und 80er-Jahre. Jetzt wird sein Inventar versteigert - inklusive Fotos, Lampen und einer Warhol-Statue.

Rund 20 Jahre nach der letzten Party mistet das legendäre New Yorker "Studio 54" aus: Tische, Stühle, Lampen, Skulpturen, Fotos und Einladungskarten aus dem 1991 seit geschlossenen Nachtclub in Manhattan werden am Samstag versteigert, wie das Auktionshaus Modern Auctions im US-Bundesstaat Florida mitteilte.

Die rund 400 Stücke gehörten dem Miteigentümer des Clubs, Steve Rubell, der 1989 starb und sie seinem Partner, dem Mode-Designer Bill Hamilton, hinterließ. Hamilton gab die Erinnerungsstücke nun zur Auktion frei, nachdem sie jahrzehntelang in seiner New Yorker Wohnung lagerten.

Die geschätzten Preise liegen zwischen 300 Dollar (rund 225 Euro) für Fotos und 50.000 Dollar (etwa 38.000 Euro) für eine Bronze-Statue von Künstler Andy Warhol - einer der häufigsten Gäste im "Studio 54". Weiteres Highlight: Das Original-Gästebuch, in dem Mit-Eigentümer Rubell auch vermerkte, wer gratis trinken darf - und wer nicht.

Ein letzter Einblick ins Studio 54

Das Studio 54 war in den 1970er-Jahren einer der angesesagtesten Clubs der Welt.
Bild: Brooke Shields und Calvin Klein im Studio 54, 1981 (Bild: Adam Scull) Es war der Ort, an dem Nachtschwärmer aus aller Welt legendäre Partys feierten, unmengen an Drogen konsumierten wurden und sich die High Society amüsierte.
Bild: Andy Warhol, Calvin Klein, Brooke Shields und Steve Rubell im Studio 54, 1981 (Bild: Adam Scull). Einer der Gründer des Nachtclubs: Steve Rubell beim DJ, 1978. Ein Jahr zuvor hatte er den legendären Club eröffnet. Im "Studio 54" wurde die Stilrichtung Disco geprägt. 1981 war dann aber Schluss - der Nachtclub sperrte zu. Das Ende wurde mit einer Party gefeiert. Motto der Veranstaltung: "Das Ende des modernen Gomorrah". Fünf intensive Jahre reichte, um den Mythos des Clubs zu begründen. Caroline Kennedy, Willie Woo und Sterling St. Jacques, 1977. Das "Studio 54" war mehr als nur ein Club: "Es war Geschichte", schreibt Anthony Haden-Guest, selbst lange Stammgast, in seinem Buch "The Last Party", einem Nachruf auf die Disco-Ära. Steve Rubell, Estee Lauder und Lillian Carter im Studio 54. (Bild: Sonia Moskowitz). Im "Studio 54" war jeder ein Star - egal ob reich, arm, jung, alt, hetero oder schwul. Die Einzige Hürde war der Türsteher am Eingang. Hat man dieses Hindernis bewältigt, war man im Paradies. Und konnte Stars wie Bianca Jagger, Truman Capote, Elizabeth Taylor, Liza Minelli, Diana Ross und Frank Sinatra treffen. Michael Jackson, Liza Minelli und Nipsey Russel im Studio 54 , 1977 (Bild: Russel C. Turiak). 1981 verkauften Rubell und Mit-Gründer Ian Schrager die Disco, die noch bis 1991 von neuen Eigentümern erfolgreich weiter betrieben wurde. Ryan O'Neal, Margaret Trudeau, Steve Rubell und Grace Jones am Sofa im Studio 54, 1978 (Bild: Robin Platzer). Heute wird das ehemalige Studio 54 als Theater genutzt.

(apa / kob) Erstellt am

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