Letztes Update am 11.09.2012, 21:55
Der Trojanische Penis in der Werbung.
Sex findet man in beinahe jeder Werbung. Gefährlich wird es allerdings, wenn nur das Unbewusste versteckte, sexuelle Symbole registriert - denn dort wirkt es unterschwellig.
Sex ist überall. Sex sells. Spätestens seit Freud wissen wir, welche Bedeutung Symbole für unser Unbewusstsein haben können. Werbeschaffende wissen dies ebensolange und nutzen diese Tatsache gezielt. Unser Gehirn kann nur bis zu einer gewissen Grenze bewusst Informationen verarbeiten, das Unbewusste saugt allerdings alle Infos auf - auch die, die nur Millisekunden unsere Sinne erreichen. So die Theorie dahinter. Ein alter Hut. Symbole sollen unbewusst wahrgenommen werden und auch dort wirken. Noch besser, wenn man eine Botschaft in einem Bild/Sujet verstecken kann.
Bild: Hier kann man wohl nicht mehr von unterschwelligen Symbolen sprechen. Das Model, das wie eine Gummipuppe aussieht, öffnet ihren Mund für den phallusartigen Burger, den sie anscheinend nicht einmal selbst hält. Darunter der Claim: "Es wird dir das Gehirn wegblasen".
Was haben Burritos bitteschön mit Sex am Hut?
Die Darstellung versteckter weiblicher Geschlechtsorgane ist in der Werbung Usus.
Was sehen Sie auf dem Bild? Können Sie hier bereits erkennen, warum diese Anzeige so schnell wieder zurückgezogen wurde?
Der Grafiker hatte eine Frau in einem Eiswürfel platziert, die einen Fellatio-Akt simuliert. Der Künstler wurde gekündigt und verklagt.
Aber auch auf Schlagworte reagiert unser Unbewusstsein. Unschuldiges Logo?
Oder doch recht raffiniert?
Dieses Beispiel kennen Sie vielleicht bereits. Was können Sie Sexuelles erkennen?
Unglaublich aber wahr.
Schinken ist wenig erotisch.
Außer er ist rasiert.
Vintage-Werbungen bedienten sich noch recht simpler Techniken.
Was sehen Sie?
Dieses Beispiel ist fast schon zu offensichtlich.
"Wenn du Spaß/einen Ball haben kannst?" darunter die Dame mit der Orange in der Hand.
Dies ist so eindeutig, dass wir Ihnen das Finden ersparen wollen.
Und wieder Schinken. Fällt Ihnen eine spontane Assoziation zu den Bildern ein?
Was tut die gute Frau denn hier? Möchte sie den Lippenstift aufessen?
Eine alte Boxershorts-Werbung.
Wieder nur ein Zufall?
Diese Packung dürften Sie kennen.
Ist Ihnen das bisher aufgefallen? Tipp: Schriftzug
Eiswerbungen haben den Vorteil, dass sie mit dem Offensichtlichen spielen dürfen. Recht natürlich sieht es allerdings nicht aus, wie die junge Dame ihr Eis hält.
Sehen Sie hier etwas Anrüchiges?
Es gibt dutzende Beispiele, bei denen die Worte Sex geschrieben und ins Bild integriert sind. Das sieht ja keiner? Ihr Unbewusstsein aber bereits nach Millisekunden.
Diese Werbung für Kondome darf etwas sexueller sein.
Aber muss sie wirklich?
Hier wieder ein recht eindeutiges Beispiel.
Auch Chanel bedient sich der "subtilen" Erotik.
Porno-Cremeshot?
Eine unschuldige Umarmung für eine Zigarettenwerbung.
Aber versuchen Sie doch "unser Hartes Paket".
Worum könnte es sich hier handeln?
Diese Anzeigen, die eine Deomarke bewerben, glauben an die Kraft des Phallussymbols.
Autos und Frauen gehören zusammen. Wieso "versuchen Sie nicht mal ein Set von diesen"?
Offensichtlich aber angezogen.
Elizabeth Arden ist für anspruchsvolle Kunden.
Essen Sie auch gerne Ihren Lippenstift neben phallusartigen Kakteen?
Dolce & Gabbana schämt sich nicht für eine Anzeige, die den Beginn eines Gangbangs skizzieren könnte.
Del Monte ist da schon unschuldiger.
Diese Unterwäschenmarke weiß, wie man Produkte "richtig" inszeniert.
Wozu braucht man ein Gesicht? Ein paar Flaschen und Brüste und die Party kann beginnen.
Natürlich wird hier Sex verkauft. Ein gestählter Oberkörper ohne Gesicht macht eine Objektifizierung einfacher.
Ist diese Schattierung ein Zufall?
(kurier)
Erstellt am 04.07.2012, 09:48