Genie und Wahnsinn liegen bekanntlich dicht nebeneinander, besonders bei Lady Gaga. Das beweist sie auch in ihrem neuen Video zur nächsten "Born this Way"-Single "Marry the Night". Wer 14 Minuten seines Lebens investieren will, wird mit netten Tanzchoreografien im Stil der 80er-Jahre und einer nackten Gaga in der Badewanne belohnt.
Das offizielle Video zu Lady Gagas "Marry the Night"
Wer die Zeit nicht hat, hier das, was es zu wissen gibt: Zuerst wird eine mehr oder weniger verrückte, unbekannte Stefani Germanotta in ein Krankenhaus eingeliefert und von der Krankenschwester mit "Guten Morgen Morphium Prinzessin" begrüßt, während Gaga selbst einen inneren Monolog über die verlorene Realität hält. "Ich werde ein Star sein" heißt es da. Die Frage die sich aufdrängt ist: Ist man verrückt wenn man berühmt werden will oder muss man verrückt sein, um berühmt zu werden? Lady Gaga ist vielleicht ein bisschen von beidem. Genie und Wahnsinn, sie verstehen schon.
Weiter geht es mit einer nackten Gaga und einem schwarzen Balken über ihren Brüsten, die sich im Bett wälzt, ins Telefon "Ich bin eine Künstlerin" haucht, ein wenig Ballett tanzt und sich dann in der Badewanne räkelt.
Gegen Minute neun beginnt dann der eigentliche Song. Mit dem Hintern nach oben hängt sie auf dem Dach eines Trans-Ams, zappelt wild mit den Füßen und beginnt zu singen. Es wird auf Autos getanzt, dieselben angezündet und im Stil von "Flashdance" in der Tanzhalle getanzt.
Der Song selbst ist ein ganz netter Song. Ein Hit, wie immer bei der Popqueen des Jahres. Er ist eingängig, Gaga Stimme ist gut und es sind genug vom aktuellen Eurotrash-freundliche Popmomente vorhanden. Platz eins fast schon garantiert.
Lady Gaga selbst sagte, dass sich das Video von dem Tag handelt, als sie ihr erstes Plattenlabel gefeuert hat. "Es war einer der schlimmsten Tage meines Lebens". Machte aber ja schlussendlich nichts, immerhin ist sie jetzt ja ein Star - hoffentlich macht sie der Ruhm nicht irgendwann wirklich verrückt.