Masterarbeit: Im Auftrag der Nachhaltigkeit
Eine Abschlussarbeit für eine nachhaltige Gesellschaft? Die Plattform GO EcoSocial vernetzt Studenten und Firmen.
Wollen wir eine nachhaltige Umwelt und Gesellschaft, müssen wir jetzt handeln. Dazu vermittelt GO EcoSocial Masterarbeiten zu nachhaltigen Themen und vernetzt Studierende mit Forschung und Wirtschaft.
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Klimawandel, Hurrikans, Überschwemmungen - es ist unumstritten: Die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit werden unsere Zukunft prägen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind aufgerufen, eine nachhaltige Umwelt zu gestalten.
Einen sinnvollen Beitrag können jetzt Studierende und Unternehmen gemeinsam leisten: Seit Dezember gibt es in Wien die Uni-übergreifende Plattform GO EcoSocial, auf der Diplom- und Masterarbeiten in den Bereichen ökosoziale Marktwirtschaft und nachhaltige Entwicklung vermittelt werden.
Die Plattform wurde von Mitgliedern des Ökosozialen Studierendenforums initiiert und vernetzt transdisziplinär die BOKU, die Wirtschaftsuni, die Technische Uni sowie die Uni Wien. Forschungseinrichtungen, Unternehmen, NGOs oder Gebietskörperschaften können dort - kostenlos und unbürokratisch - Diplom- bzw. Masterarbeitsthemen ausschreiben. Die Themen können den eigenen Wirkungsradius in Sachen Nachhaltigkeit, aber auch größere Zusammenhänge betreffen.
Synergien
Initiatorin Bernadette Gruber: "Wenn wir eine lebensfähige Zukunft wollen, müssen wir auch die Unternehmen für das Thema Nachhaltigkeit gewinnen."Interessierte Studierende erstellen ihre Abschlussarbeit in Zusammenarbeit mit den Auftraggebern, begleitet vom Team des Portals. Der Synergieeffekt: Die Organisationen lernen den Blickwinkel junger Menschen kennen, die Studierenden ihre potenziellen Arbeitgeber.
"Wir möchten dazu motivieren, sich mit den Voraussetzungen für eine nachhaltige Wirtschaftsordnung zu befassen und Perspektiven für eine gerechte weltweite Entwicklung zu entwerfen", sagt Bernadette Gruber, stellvertretende Vorsitzende des Ökosozialen Studierendenforums, zu dem die Plattform gehört. Für 2010 sind auch ein transdisziplinäres Masterseminar sowie eine öffentliche Präsentation der fertigen Arbeiten geplant.
Partner gesucht
Derzeit kooperiert GO EcoSocial unter anderem mit REWE Group, brainbows, der Raiffeisen Zentralbank oder Respact. "Wir unterstützen gerne angehende Akademikerinnen und Akademiker, die nicht nur über Klimaschutz reden, sondern auch etwas dafür tun wollen", sagt etwa Johann Költringer, Geschäftsführer der Raiffeisen Klimaschutzinitiative.
Gruber ist es ein Anliegen, so viele Firmen wie möglich an Board zu holen: "Wenn wir eine lebensfähige Zukunft wollen, müssen wir auch die Unternehmen für das Thema Nachhaltigkeit gewinnen." Auch interessierte Institute, Unis und Professoren sind willkommen.
Grüne Zukunft
Den wachsenden Trend zu Nachhaltigkeit bestätigt auch Sigrid Stagl, Professorin an der Wirtschaftsuni und Unterstützerin der Plattform: "In Zukunft wird jede Firma Umweltexperten brauchen."
Ein Indikator dafür ist die wachsende Zahl an "Green Jobs", also Arbeitsplätzen die dazu beitragen, Energieeffizienz zu steigern: Aktuell sind es laut Lebensministerium rund 185.000, bis 2020 sollen weitere 75.000 dazukommen. Die Umwelttechnik ist die am stärksten wachsende Branche.
Plattform GO EcoSocialPlattform: Masterarbeit für die Umwelt
Vernetzt GO EcoSocial, eine Uni-übergreifende Plattform, vermittelt Masterarbeiten im Bereich ökosoziale Marktwirtschaft und nachhaltige Entwicklung. GO EcoSocial fungiert als Schnittstelle zwischen Auftraggebern (Firmen, NGOs), Professoren und Studierenden. Partner sind etwa REWE, brainbows, RZB, Verbund oder Respact.
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