Erstaufnahmelager FPÖ Zum Hauptartikel
Mit ihrer Asylpolitik treiben Schwarz & Rot den Blauen immer mehr Wähler zu.
DruckenSendenLeserbrief
kommentieren
Die VP-Innenministerin macht Ernst mit ihrem Plan, Asylwerber in den ersten Wochen zu kasernieren. Der Kanzler plädiert für "Einzelfallprüfung". Die ÖVP gibt Gas, die SPÖ tippt zart auf die Bremse. An dieser skurrilen Arbeitsteilung im Cockpit der Großen Koalition wird sich sobald nichts ändern. Denn in zehn Tagen stimmt die kleine Gemeinde Eberau über Fekters überfallsartigen Plan ab, im toten Grenzwinkel ein Flüchtlingslager zu errichten. Einen Monat später ist das Südburgenland dran. Im Mai wählt das ganze Burgenland.
Fekter glaubt trotz eisigen Gegenwinds, einen Sieg des SPÖ-Landeschefs Hans Niessl, der sich an die Spitze der Lagergegner gestellt hat, so noch verhindern zu können. Der Kanzler will sich nicht um einen billigen Wahlerfolg bringen. Das ist die Realverfassung der Asylpolitik 2010: Schwarz will rechts von Maria Fekter nicht einmal Platz für eine blaue Fliege lassen, Rot dem Partner möglichst wenig Raum beim rechten Verdrängungswettbewerb lassen.
Strache reibt sich derweil ob seiner willfährigen Marketing-Assistenten die Hände. Denn er weiß: Am Ende gehen die Wähler lieber zum "Ausländer-raus"-Schmied als zum Schmiedl, gleichgültig, ob rot oder schwarz.





