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KURIER.at auf Weltreise Weblog

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Randnotiz Lieblingsfrage

Muss man mit einer Weltreise wirklich warten, bis das Leben Schieflage hat? Klingt deppert, gell?

KURIER.at/halbhuber Gestern fragte man mich, warum ich diese Weltreise denn überhaupt mache? Die Frage kam nicht zum ersten Mal und stand wie immer am Ende eines mir bekannten Rattenschwanzes: He schön dich zu hören, du bist ja oft online, ach so, na wenn ich reise lese ich keine Emails und möchte gar nichts von daheim wissen, he du solltest auch gar nichts von daheim wissen wollen, ja eh jeder wie er will da ist jeder anders, aber so wie du das machst, naja warum machst du denn dann überhaupt eine Weltreise? Und da sieht man wieder, dass es dumme Fragen doch gibt.

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Kiwis sind freundlich. Wien ist anders.

Vom anderen Ende der Welt betrachtet, schaut Wien ganz anders aus. Aber das kannst du den Neuseeländern partout nicht erklären.

KURIER.at/halbhuber Jüngst fragte der Schürzenträger hinter der FastFood-Theke in Wellsford, während er mein Sandwich richtete: "Und, wie war Ihr Tag so?" Als lebenslanger Wiener trifft dich bei so einer Frage der Schlag des Misstrauens, weil was will der von mir? Ein andermal fragte die Supermarkt-Kassiererin beiläufig: "Wo seid ihr denn her? Ah, Österreich, das soll schön sein." Ehrlich: Wenn mir das in Wien passiert, bekomme ich es mit der Angst.

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Aus dem Tagebuch eines Reisenden

Durch Neuseeland und das Waldviertel sollte man langsam fahren. Es könnten Abenteuer und Feen auftauchen.

KURIER.at/halbhuber Ich fühle mich derzeit ein bisschen Reisebericht. Vielleicht weil Neuseeland die Heimat von Mount Everest-Debütant Edmund Hillary war. Oder weil nach dem fremden Lateinamerika diese größten Pazifikinseln wie ein Sonntagsspaziergang im Schönbrunner Schlosspark wirken. Oder aber weil Neuseeland kurz nach Wellsford ein bisschen Horner Bundesstraße wird.
Lassen Sie mich das alles erklären.

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Schlussbericht? Neinneinnein.

KURIER.at auf Weltreise - Blog. Vergangenheit: Reise durch Lateinamerika. Gegenwart: Raucherraum. Zukunft: Osten. Und die Frage: Wo ist der 13.Jänner?

KURIER.at/halbhuber Der eiskalte Raucherraum des Lokals bei Gate 10 des Airport Santiago de Chile ist nun also der Ort meines letzten Blogs vom Kontinent Amerika. Er singt das gleiche Trauerlied wie jeder Raucherraum bei jedem Gate auf jedem Airport. Eine Symphonie aus ekelhafter Luft, unabgeräumten Tischen und traurigen Gestalten. Die Zeiten des Raucherparadieses Lateinamerika sind vorbei. Wie überall. Lateinamerika ist globalisiert, in punkto Bankomat, in punkto WLAN-Versorgung und in punkto Tod den Rauchern.

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Randnotiz: Schuhwerk

Nach Woodstock, Schrebergarten und Cabrio fühlt sich die Menschheit heute in FlipFlops frei. Zumindest die reisende Menschheit.

KURIER.at/halbhuber Touristen sind ein homogenes Volk, da können sie aus noch so verschiedenen Ländern kommen. Aber irgendwie erzeugt das Bereisen fremder Gegenden gemeinsame Verhaltensweisen. Darüber könnte man jetzt Bücherreihen schreiben, aber das erspare ich Ihnen. Ich konzentriere mich auf das Detail Schuhwerk.

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Eine neue, wunderbar verrostete Liebe

Buenos Aires ist zu Fleisch gewordene Lebenslust. Siehe Tango, Asado und Diego Maradona.

KURIER.at/halbhuber Ich weiß nicht, wie man eine Geschichte über Buenos Aires schreibt, ohne dass sie zur Liebeserklärung ausartet. Wahrscheinlich gelingt das zwischen französischen Hausfassaden, spanischem Lebensgefühl und italienischer Küche einfach nicht. Diese Stadt hat sich das Beste aus Europa geschnappt. Es mit südamerikanisch-chaotischer Langsamkeit verfeinert. Und mit dem Tango garniert.

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Mit Freude, nicht Mitleid

Natürlich drehen sich meine traditionellen Weihnachtsgedanken heuer um die Welt. Wo ich es doch selber auch tue. Frohes Fest!

KURIER.at/halbhuber Mir ist vor Weihnachten ein Licht aufgegangen. Nicht wegen der blinkenden Armada, die überall auf dem amerikanischen Kontinent im kitschigen Dezember auf einen einleuchtet. Zwischen den roten, grünen und weißen Megawattbirnen eröffnete sich mir nämlich ein leises Licht.

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Im Augeblick des Wals

Mit unglaublichen Momenten muss man auch erst umgehen lernen. Da ist eine lange Reise die beste Übung.

KURIER.at/halbhuber Irgendwann merkst du, wie lange ein Jahr ist. Bei mir kam das nach zwei Monaten und zwölf Tagen. Du denkst, wow, da habe ich jetzt schon viel erlebt, da bräuchte ich viele Treffen mit Freunden und Familie, um das alles zu erzählen. Du fragst dich, wie viel Erweiterung ein Horizont auf einmal verkraftet? Wie viele besondere Momente du speichern kannst? Denn eines ist dir schon lange klar: So eine einjährige Reise ist eine besonders dichte Aneinanderreihung besonderer Momente.

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Wieder da, wieder weg

Feuerland war großartig. Und ich bin noch heil genug, um nun Wale zu beobachten.

KURIER.at/halbhuber Ich bitte um Verzeihung. Die Schilderungen der Reise in die Wildnis kommen spät. Aber nun dafür umso bildhafter.

Und weil Patagonien im Dezember ein perfektes Raum-Zeit-Kontinuum für Abenteuer sein dürfte, bin ich nun auf der Forschungsinsel Isla Carlos III., um Wale zu beobachten. Sie entschuldigen mich also bitte nochmal kurz...

Wir lesen uns am Sonntag wieder.

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Out of Reiseoffice

Dieser Tage unterbreche ich den Weltreise-Alltag. Für eines der letzten Abenteuer.

KURIER.at/halbhuber Ich bin bis einschließlich 12.Dezember nicht erreichbar, weil auf der Chilenischen Seite Feuerlands: 300 Kilometer lang kein Mensch, Schlafen in der Wildnis, Kochen am Lagerfeuer, Waschen im Bach. Dort, verhaftet in einem der letzten Abenteuer unseres Planeten, werde ich meine Emails kaum lesen können. Ich werde stattdessen mit Guanacos (Klein-Lamas) ringen oder mit Pumas plaudern. Ihre Email wird in dieser Zeit nicht bearbeitet, weitergeleitet oder beachtet. Ja, soetwas gibt es noch, in Feuerland…

Aber ich werde mich verlässlich am 13.Dezember darum kümmern. Außer, der Puma gewinnt...

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an Ferdinand Magellan, Sir Francis Drake oder den Leuchtturmwärter am Kap Horn persönlich.

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Touristen Hoch Burg

Machu Picchu ist teurer als eine Massage in Cusco. Aber irgendwie ist beides anständig.

KURIER.at/halbhuber Mit Machu Picchu ist es wie mit einem Panoramaröntgen beim Zahnarzt: Man macht es unbedingt mit, wenn man schon mal da ist. Ein Besuch in Perus Touristen-Hoch-Burg ist ähnlich teuer wie der Besuch beim Dentisten, hat aber den Vorteil, dass man danach im Freundeskreis etwas zu erzählen hat.
Beginnen wir dort, wo jeder Tourist seinen Machu Picchu-Ausflug beginnt: Im kulissenhaften Zentrum der ehemaligen Inka-Zentrale Cusco. Dort schreit alles laut "Fremdenverkehr", getarnt als Restaurant-Kellner, Tourveranstalter oder Massage-Mädchen.

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Zweitwohnsitz, potentiell

Ich bin nicht der Typ zum Auswandern. Aber seit Kurzem wüsste ich wohin, falls ich es werde.

KURIER.at/halbhuber Als ich jüngst im Inka-Express von Puno nach Cusco saß, habe ich mich ein bisserl verliebt. Dieser Bus bleibt dann und wann stehen, damit Ruinen, Land und Leute an den Passagieren nicht nur vorbeiziehen. Und irgendwo zwischen dem 4335 Meter hohen Pass Abra La Raya, auf dem ich ein Lama-Baby im Arm hielt, und der Gold-überschwängerten Kirche von Andahuaylillas, in der man nicht fotografieren darf, wurde mir klar: Ich komme wieder auf das Andenhochplateau.

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Foto vom Autor Digital Workroom Administrator Axel N. Halbhuber begibt sich ein Jahr lang auf Weltreise und hält die Leser von KURIER.at in seinem Blog mit seinen Erlebnissen auf dem Laufenden.

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