Burning Gears 2010
Burning Gears 2010
Burning Gears 2010

Dienstag, 16. März 2010

» Registrieren / Anmelden

So ein Pflanz! Weblog

» alle KURIER.at Weblogs

Jetzt reicht es!

Gerade hat eine Eislawine meinen Pfirsichbaum halb gekillt.

KURIER/Biberschick Auch wenn der Schnee manchmal noch so schön in der Sonne glitzert, jetzt reicht es mir langsam mit dem Winter. Gerade hat eine Eislawine meinen Pfirsichbaum halb gekillt. Drei Äste sind abgebrochen, vier sind noch dran. Eine schützende Hauswand hält auch nicht immer, was manche schlaue Bücher versprechen.

Letztens hat schon ein Schneeglöckchen vorwitzig sein Köpfchen raus gestreckt. Auch einen Marienkäfer habe ich schon gesehen. Ob der den Schnee am nächsten Tag überlebt hat?

» Beitrag lesen 0 Kommentare

Attacke der Dickmaulrüssler

Mein Schädling des Jahres wandert ins Abwassersystem, im übrigen setze ich auf Amsel und Co.

Mein persönlicher Schädling des Jahres heißt Dickmaulrüssler. Diese kleinen, hässlichen, schwarzen Käfer haben es sich in den Pflanztöpfen auf meiner Terrasse gemütlich gemacht und schnabulieren an Blättern. Fraßspuren zeugen von ihrem Tun.

Es dürfte sich allerdings nicht um den gemeinen Dickmaulrüssler sondern um eine Art genetische Mutation handeln. Die Käfer sind nämlich auch tagsüber aktiv und nicht, wie ich im Internet heraus fand, nur in der Nacht.

» Beitrag lesen 2 Kommentare

Was war, was kommt

Meine Babypause ist beendet, "So ein Pflanz!" ist wieder da. Nun gibt es jede Menge zu tun.

So, da bin ich wieder. Ich hoffe, ich bin Ihnen so abgegangen, wie dieser Blog mir. Nach acht Monaten Babypause brenne ich darauf, meine Pflanz-Erlebnisse mit Ihnen zu teilen.

Alexander Grübling hatte mich in der Zwischenzeit vertreten: Vielen Dank für die tollen und informativen Beiträge!

Nachdem Mitte September meine Tochter zur Welt kam, können Sie sich vermutlich denken, dass seitdem für meine Terrasse nicht mehr so viel Zeit bleibt. Weder habe ich es im Herbst geschafft Blumenzwiebel einzupflanzen, noch den riesigen Oleander ins Winterquartier zu schaffen. Mein Partner hatte eine ausgekegelte Schulter, ich eine frische Kaiserschnittnarbe.

» Beitrag lesen 0 Kommentare

Wettlauf gegen den Wintereinbruch

Geschafft: Die Gartenschläuche sind eingerollt, das Werkzeug gereinigt und verstaut, der Rasen ein letztes Mal gemäht, empfindliche Topfpflanzen verstaut. Tag X kann kommen.

Bevor ich vom Gartenvirus infiziert wurde, haben mich Wettervorhersagen so sehr interessiert wie die Konjunkturprognosen von Südamerika. Seit meine Leidenschaft fürs Gärtnern wach geküsst wurde, ist der Blick auf Wetterstation (=unzuverlässig) und Wetterbericht auf KURIER Online (=zuverlässig) mein täglich Brot. Auch für Konjunkturprognosen kann ich mich mittlerweile erwärmen (Links siehe unten). Dem Standpunkt "wenn ich wissen will, wie morgen das Wetter wird, dann schaue ich morgen aus dem Fenster", habe ich abgeschworen.

Der Wettlauf um den letzten "schönen", also sonnigen und relativ warmen November-Tag kann Nerven aufreibend werden und bedarf einer gewissen Planung. Wenn man Pech hat, hat man zu lange gewartet und verpasst diesen einen Tag.

Verlassen Sie sich nicht auf falsche Propheten, die Ihnen sagen "ich habe gehört, es soll heuer gar nicht schneien". Solche Prophezeiungen - man hört sie immer wieder und in verschiedenen Variationen - sind für die Jeti-Tant' und unseriös wie Konjunkturprognosen für das Jahr 2011.

» Beitrag lesen 0 Kommentare

Wurzelbehandlung

Glauben Sie nicht alles, was man Ihnen erzählt. Schon gar nicht, wenn es um Bambusgewächse geht.

Die Beraterin im Gartencenter war eine sympathische kleine Frau. Eine Aura des Wissens umgab sie, es gab aus meiner Sicht keinerlei Zweifel an ihrer Kompetenz. Die Gartenschere trug sie in einer Art Halfter, wie Cowboys ihre Revolver. Eine Rolle Blumendraht war wie ein Armband um ihren zarten Unterarm gewickelt. Sie versicherte mir auch nach mehrmaliger Nachfrage, dass dieser Bambus keine Ausläufer bildet. "Nein, bitte, bei diesem Bambus benötigen sie doch keine Wurzelsperre. Der da breitet sich nämlich sicher nicht aus. Keine Angst!" Sie kicherte dabei und schien sich über meine Zweifel zu amüsieren.
Das war im Frühjahr 2006.

» Beitrag lesen 3 Kommentare

Oh, wie ist das schön

Die Tage werden kürzer, die Socken werden länger. Der Winter steht vor der Tür. Das Gartenjahr geht zu Ende. Das riecht nach Arbeit. Viel Arbeit.

Ich erspare Ihnen Details. Unser diesjähriger Projektplan "Einwinterung" ist eine in gerade noch lesbarer Schriftgröße gehaltene, dicht beschriebene A4-Seite. Ein Text, der dem Gärtner Halt gibt und den Weg zur Erschöpfung weist. Oder ihn erbleichen lässt. Aber lassen wir die Kirche im Dorf bzw. den Spaten im Schuppen.

Sämtliche Tätigkeiten, die meisten würde man am liebsten aus Zeitmangel bzw. Unwillen aufschieben, sind bei uns akribisch aufgelistet. Eine winzige Auswahl: "Hainbuchen stutzen (Straßenseite nicht vergessen!)" steht da zum Beispiel. Oder "Haselstrauch ausgraben, neben dem Feuerdorn einsetzen, frische Erde ins Pflanzloch schaufeln", "Schuppen aufräumen (Kehren, Entstauben nicht vergessen!)" oder "Schläuche einrollen, reinigen, verstauen", "Werkzeug reinigen, einölen".

Man will ja schließlich vor Beginn der kalten Jahreszeit nichts dem Zufall überlassen und Garten und Zubehör auf das kommende Jahr vorbereiten.

» Beitrag lesen 1 Kommentar

Koexistenz II

Mit Ohrwürmern ist nicht gut Kirschen essen. Vor allem dann, wenn man eine Blattlaus ist. So locken Sie die nützlichen Tierchen an.

Neben Bufo bufo (siehe letzter Blog "Koexistenz") gibt es noch eine Reihe weiterer nützlicher und interessanter Tiere, die Ihnen im Garten begegnen können, Arbeit abnehmen (ohne Chemie) und helfend zur Seite stehen. Im Volksmund heißt es, dass Ohrwürmer heimlich die Hörorgane Schlafender aufsuchen, sich durchs Trommelfell beißen und dann vielleicht auch noch dort ihre Eier ablegen, Nester bauen oder Partys feiern.

Ein furchtbarer Gedanke, der aber an den Haaren herbeigezogen ist. Also, seien Sie beruhigt. Ohrwürmer sehen zwar mit ihren Beißwerkzeugen gefährlich aus und würden auch mit links in Ihren Gehörgang passen, durchs Trommelfell können sie aber deswegen noch lange nicht schlüpfen. Dazu sind sie zu schwach, das Trommelfell zu elastisch (zumindest wollen wir das jetzt einmal hoffen).

Außerdem, nichts gegen Ihre Ohren, aber was soll der Ohrwurm in Ihrem Ohr? So schön ist es da auch wieder nicht für ihn. Es gibt weitaus lauschigere Plätzchen. Vor allem solche, wo auch Nahrhaftes im Überfluss vorhanden ist. Zum Beispiel in einem Luxus-Domizil.

» Beitrag lesen 2 Kommentare

Koexistenz

Sie ist etwa 10 Zentimeter lang, hat Warzen, ist etwas plump, macht mit Nacktschnecken kurzen Prozess und ist unsere neue Mitbewohnerin.

Solange ein Tier nicht im Besitz eines kindlich anmutenden Äußeren ist (siehe Panda- oder Eisbären-Manie), dann stehen die Chancen im Kampf um Aufmerksamkeit, weiche Herzen und Spendierhosen schlecht. Besonders schwer hat es da die Kröte, obwohl sie auch bald zu den gefährdeten Tieren gehören könnte. Die Kröte hat also "die Krot gfressn". Sagen wir es, wie es ist: Sie ist ihren Gegnern Fu Long, Flocke & Co. haushoch unterlegen. Leider. Lange galt sie als das hässlichste Tier der Schöpfung, für viele Erdenbürger ist sie das wohl heute noch.

Selbst in der Bibel kommt sie nicht gut weg: Diese sollen euch auch unrein sein unter den Tieren, die auf Erden kriechen: das Wiesel, die Maus, die Kröte, ein jegliches mit seiner Art. (3. Buch Mose 11, 29).

» Beitrag lesen 0 Kommentare

Die Lavendel-Granate

Von der Ur-Großmutter überliefert, für Sie konserviert: Wie man Lavendel hübsch verarbeitet und gleichzeitig Motten in die Flucht schlägt.

Als Kind mochte ich den Geruch von Lavendel nicht besonders, mit zunehmendem Alter ändern sich aber Geschmäcker – genauso wie die Schlafzeiten. War früher unter acht Stunden Schlaf nichts mit mir anzufangen, so reichen heute angeblich sechs Stunden. Ob deshalb mehr mit mir anzufangen ist, muss man meine Mitmenschen fragen. Ich denke schon, aber vielleicht täusche ich mich und gaukle mir nur was vor. Man redet sich ja gerne Dinge ein. Etwa dass man "Frühaufsteher aus Passion" ist, dass die Sommer früher schöner waren, die Musik besser. Dass Lavendel bezaubernd gut riecht, ist vielleicht auch Einbildung. Sagen wir es so: den Duft muss man mögen aber bei der Bekämpfung von Motten ist er mir allemal lieber als jede dahergerollte Mottenkugel. Deshalb: "Ja" zu Lavendel!

» Beitrag lesen 2 Kommentare

Das Rasen-Orakel

Ein Stückchen Rasen aus einem Fußballstadion in Wien-Favoriten macht seinen Besitzer nicht nur glücklich. Das grüne Fleckchen sieht auch in die violette Zukunft.

Sie werden denken, ich bin verrückt. Aber hätte ich es nicht selbst gesehen, würde ich es auch nicht glauben. Um Unglaubliches zu erzählen, muss ich ein wenig ausholen.

Ein Freund, nennen wir in J., war bei einem Fußballspiel, in dem sich der Ausgang der Bundesliga-Saison 2005/2006 entschieden hat.

Austria Wien gewann am 6. Mai 2006 gegen Wacker Tirol mit 2:1 und damit die Meisterschaft. Torschützen: Sionko (18.), Sebo (59.) sowie der Tiroler Gruber (23.) – das nur der Vollständigkeit halber.

Wenn Meisterschaften gewonnen werden öffnen die Stadionverantwortlichen üblicherweise die Tore zum Feld, Fans dürfen dann ausgiebig den Gewinn der Meisterschaft auf dem Spielfeld feiern. (Ausnahme: in Salzburg machen sie das nicht mehr)

Weil es so ein denkwürdiger Tag war, hat J. ein Stückchen dieses Heiligtums (ca. 8x8 Zentimeter) aus dem Horrstadion aus dem Bereich des 16ers entfernt, in dem der Siegtreffer gefallen ist (Muskelprotz Sebo hat genau dieses Grasbüschl bei seinem Antritt und dem folgenden Abstauber aus seiner Verankerung bzw. der Erdoberfläche gerissen – mit großer Wahrscheinlichkeit war es genau dieses Rasenstück - auch darüber ranken sich Gerüchte).

Sei's drum: Dieses Stückchen schenkte er – weil er nicht wusste wohin damit und keinen Garten besitzt - einem Freund, nennen wir ihn A.

» Beitrag lesen 1 Kommentar

So ein Pflanz – wieder da

Kollegin Biberschick ist in der Babypause. Ich habe die Ehre, sie zu vertreten. Willkommen in meinem Garten!

Mit einer Dachterrasse wie Kollegin Biberschick kann ich leider nicht dienen, aber dafür mit Know-how rund um "bodenständige" Gartenarbeit.

Das "Objekt" meiner gärtnerischen Begierde ist nicht besonders groß, liegt im Westen Wiens (scharf am Wienerwald) und macht viel Arbeit. Aber auch viel Spaß.

Weil es mein erster "So ein Pflanz"-Blog ist, möchte ich auch gleich mit der Tür ins Haus bzw. Grün fallen und Ihnen die (aus Männersicht) Königsdisziplin der Gartenarbeit vorstellen: Das Rasenmähen.

Rasenmähen liegt uns Männern nämlich im Blut. Warum das so ist, kann ich Ihnen nicht erklären. Es ist eine innige Beziehung. Wahrscheinlich hat der Homo sapiens, als er sich erstmals aufrichtete, Gras gesehen. Nichts als Gras.

» Beitrag lesen 4 Kommentare

Füttern verboten

Im Juli ist meist die letzte Gelegenheit, alle Pflanzen noch einmal ausgiebig zu düngen.

Die ersten Paradeiser sind schon reif und auch Stachelbeeren und Heidelbeeren habe ich schon genascht. Die Hagelschäden waren dann doch nicht so schlimm, wie zuerst befürchtet.

Bei Paradeisern ist es übrigens wichtig, die Gießwassermenge beim Farbumschlag von Grün auf Rot etwa um die Hälfte zu reduzieren. So erhält man geschmackvollere Früchte. Auch das regelmäßige Entgeizen der Achseltriebe fördert den Fruchtansatz. Mischkultur mit Basilikum, Petersilie, Tagetes oder Pfefferminze verbessern ebenfalls den Geschmack.

» Beitrag lesen 1 Kommentar


» KURIER.at Weblogs

Foto vom Autor Ulrike Biberschick Unkräuter gibt es für Ulrike Biberschick nicht. Was auf ihrer Dachterrasse sonst noch so wächst, kriecht und fliegt, erzählt sie hier.

Aktuelle Kommentare



Weitere Weblogs