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Samstag, 13. März 2010

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Erfolgsrezept fürs leere Börsel: Gefüllte Paprika

Billige und gute Lebensmittel sind in Krisenzeiten ein gefundenes Fressen für alle, die sparen müssen. Ein Hit sind derzeit die am Markt erhältlichen hellgrünen kleinen Paprika.

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Die Wirtschaftskrise köchelt so langsam vor sich hin. Die Hersteller von Packerlsuppen lecken sich alle zehn Finger, wenn der Umsatz von billigen Fertiggerichten so rasant steigt wie bisher. Die Krise wirkt sich auf das Konsumverhalten vieler Österreicher aus.

Genau da will ich heute einhaken: Es geht nämlich auch anders. Man muss nicht wertloses Suppenpulver kaufen, um sich und seine Familie zu ernähren. Auch hochwertige Lebensmittel sind erschwinglich. Meine letzte samstägliche Shopping-Tour am Brunnenmarkt in Wien-Ottakring hat sich dahingehend echt gelohnt:

12 grüne kleine österreichische Paprika: 70 Cent.
2 Kilo Paradeiser: 1,80 Euro.
Halbes Kilo Faschiertes gemischt: 3 Euro.
1,5 kg Erdäpfel: 1,20 Euro.

Was könnte man daraus wohl machen? Richtig! Gefüllte Paprika! Jetzt kommt kein Rufzeichen mehr. Aber dafür ein Rezept, das ich allen Menschen, die sparen müssen, wärmstens empfehle. Die Zutaten reichen locker für vier Personen. Und Pärchen wärmen sich die Paprika am nächsten Tag auf - dann schmecken sie noch besser.

Rezept: Gefüllte Paprika mit Paradeissauce

Für die Paprika: 500 gr gemischtes Faschiertes, 1-2 Zwiebeln, 1 Semmel, 1 Ei, ½ TL Salz, Pfeffer. Für die Sauce: 1 kg geschnittene Paradeiser, 1 Zwiebel, 3 EL Öl, 4 dag Mehl, 10 dag Paradeismark, ¼ l Suppe, ½ kg passierte Packerl-Paradeiser, Salz, Essig, Zucker.

Am besten man beginnt mit der Sauce. Die Zwiebel fein hacken und im heißen Öl anschwitzen. Mit dem Mehl stauben und durchrösten. Die Paradeiser und das Paradeismark dazugeben, mit der Suppe aufgießen. Mit Salz, Zucker und Essig abschmecken und verkochen lassen. Vom Herd nehmen, etwas auskühlen lassen und pürieren. Die Packerl-Paradeiser dazugeben und wieder erhitzen. Nochmals kräftig abschmecken.

Dann kommt die Füllung für die Paprika: Zuerst die Semmel in ¼ l warmen Wasser einweichen. Faschiertes, feingehackte Zwiebel und das Ei in eine Schüssel geben. Die Semmel gut ausdrücken und dazugeben (damit wird die Füllung locker). Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Zutaten mit den Händen gut vermischen. Von den Paprikaschoten den Deckel abschneiden und aushöhlen. Mit dem Faschierten füllen und wieder zudecken. Eine feuerfeste Form mit Öl ausstreichen und die gefüllten Paprika hineinschlichten und salzen. Bei etwa 200 Grad ca 20 Minuten im Ofen garen.

Schließlich noch weitere 20 Minuten ohne Deckel in der Paradeissauce köcheln lassen. Mit oder ohne Deckel aber mit Salzerdäpfeln servieren.


2 Kommentare zu "Erfolgsrezept fürs leere Börsel: Gefüllte Paprika"
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  1. Fiona .

    Perfekt :) ich bin gerade auf sparkurs und als nicht besonders geduldige köchin immer wieder dankbar für derlei anregungen

  2. Mica L.

    Nix gegens Sparen beim Essen - nur nicht bei der Qualität. Für mich ist etwa ein ganz einfacher Kaiserschmarrn eine der besten Nachspeisen, und der kostet jetzt wirklich kaum was und ist so flott zubereitet.

    Bitte mehr davon, schließlich hat gerade neulich der LH Dörfler eine Renaissance des Hausgartens fürs kommende Jahr prophezeit!

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Artikel vom 14.09.2009, 21:38 | KURIER | Dietmar Kuss


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Foto vom Autor Dietmar Kuss Man muss kein Starkoch sein, um seine Gäste kulinarisch zu verwöhnen. Mit Übung und Sinn für Geschmack gelingen auch auf kleiner Flamme die besten Gerichte.

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