"Frechheit, diese Forderung!"
Doris Knecht, 01.02.2010, 16:00
Anlass zur Autorinnenbeschimpfung.
DruckenSenden
Seit Montag Früh wurde ich mit folgenden Attributen belegt: "dumm", "faschistoid", "volksverhetzend" und natürlich "Hundehasserin". Ich hatte ("Frechheit, diese Forderung!") darauf gedrungen, dass Hundehalter sich an die bestehenden Gesetze halten. Und dass die Exekutive einschreiten möge, wenn sie es nicht tun.
"Hat Ihnen schon einmal jemand gesagt, was Sie für einen Sch... schreiben?", schreibt Leserin Lisi L. Leser Thomas J. fordert die Einstampfung aller meiner Bücher. Alexander F. formuliert wörtlich, dass "immer mehr Hass und Aggression von widerlichen tierfeindlichen Gutmenschen und Dummmenschen gegen jegliche Art von Tierhalter in dieser Stadt entfacht wird wie in den guten alten Zeiten als die Tierhalter noch die Juden waren". Lassen Sie mich das präzisieren: Der Leser vergleicht die Kritik an Hundebesitzern, die ihre Hunde frei und ohne Maulkorb herumlaufen lassen, mit der Vernichtung von sechs Millionen Menschen. Entschuldigung: Das ist ein ungeheuerlicher Vergleich.
Allerdings offenbar unter manchen Hundehaltern üblich, nicht nur in Wien: Eine Berliner Freundin berichtete mir von Berliner Hundebesitzern, die im Zuge der Debatte über ein Verbot gefährlicher Hunderassen ihren Tieren Judensterne anhefteten.
Zum Glück gibt es auch Hundehalter, die nicht mit religiösem Fanatismus auf Vorschläge reagieren, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Hunde optimieren könnten. Herrl und Frauerl H. sind ebenso meiner Meinung wie Hundebesitzerin Alexandra W., und es sei hier wieder einmal gesagt: Die meisten Hundebesitzer gehen verantwortungsvoll mit ihrem Tier um.
Aber manche eben nicht. Und es sollte erlaubt bleiben, das zu kritisieren.
13 Kommentare zu ""Frechheit, diese Forderung!""
Kommentar schreiben


Jetzt erst Knecht: Doris Knechts Kolumne online. 



Das ist ja eine totaler Käse was sie eben schreiben. Was wollen sie damit erreichen ausser eine Hundefeindlichkeit.
??? die meisten ... verantwortungsvoll ... ???
hier irrt knecht
Ich verstehe eines nicht warum muß man immer einen schuldigen finden oder suchen? Und immer gleich beleidigend sein jerder Mensch hat ein recht auf seine Meinung.Es ist traurig wenn man hört wie Kinder von einem Hund gebissen werden.Ich befasse mich seit meinem 15.Lebensjahr mit Hunden beobachte, und habe auch sehr viel gelernt zig Bücher gelesen...
Der Mythos von der Problemrasse:Großer fehler wenn man die Rasse für die Verhaltensprobleme eines einzelnes Hundes verantwortlich macht. Das ist genauso als schere man alle Menschen, die einer bestimmten rasse oder einer bestimmten ethischen gruppe angehören über einen Kamm und meinte, alle Türken wären agressiv und faul oder alle Ialiener Mafioso... wenn man das Verhalten eines Hundes verstehenund korrigieren will, kommt die rasse nach dem Tier.Meiner Meinung nach gibt es keine Problemrassen Stattdessen herrscht kein Mangel an Problemhundehaltern.Die Rasse wurde vom Mensch geschaffen und ist lediglich die Kleidung.
Schreibe weiter: und manchmal schließt das auch eine reihe von Bedürfnissen mitein. Man wird das verhalten eines Hundes nicht korrigieren,wenn man in ersterlinie als Opfer seiner Rassenzugehörigkeit sieht. Alle Hunde haben dieselben Fähigkeiten,aber bei manchen Rassen wurde durch Zucht bestimmte Eigenschaften hervorgerufen. Wir neigen dazu, diese anerzogenen Fähigkeiten mit der Persönlichkeit des Tieres zu verwechsel. Einer dieser Fähigkeiten ist die Fährte. aber ein entäuschter Husky wird die selben symtome und Verhaltensweisenzeigen wie ein falsch erzogener d. Schäferhund Spitz Dobermann,Pitpull...Nervosität Angst Aggression Anspannung Territorialverhalten-all diese probleme und Krankheiten entstehen, wenn das Tier frustriert ist.Deshalb ist es ein fehler, sich bei Verhaltensauffälligkeiten lediglich auf die Rasse zu konzentrieren.Ich bin der Meinung Hundefüherschein Ja aber die Menschen sollten nacher mit den Tieren weiter machen Bewegung Disziplin und Herzliche Zuneigung.LG MS
Homo homini lupus.
Bei Ihrem heutigen Kommentar bin ich ganz bei Ihnen, vor allem bei Ihrer Aussage "..es sollte erlaubt bleiben, das zu kritisieren" , so kann man aber auch die aussage im gestrigen Kurier "die gefährlichsten hunderassen" - hier sind von über 200 Rassen die Retriever angegeben - als leider völlig inkompetent (Verweise auch auf "Labrador-Retriever" von Robert von Marothy) kritisieren! Ich habe mich sehr geärgert! Auch Journalisten sollten wisse, was sie n i c h t dürfen - nämlich ungenaue Angaben veröffentlichen!
Es gibt 3 Themen, die regelmäßig den geifernden Zorn einer beachtlichen Zahl von Mitpostern erregen:
1.) Rauchverbot
2.) Geschwindigkeitsbeschränkungen
3.) Regelungen zur Hundehaltung
Dabei ist auffällig, daß es sich um 3 Themen handelt, bei denen es um eine tödliche Bedrohung der Mitbevölkerung geht, wobei nicht die Bedrohten, sondern die Bedroher geifern- ein interessantes Phänomen!
P.S.: Und mir ist es völlig egal, welcher Hund mich beißt, ich möchte von keinem gebissen werden.
Polemisch gesagt: Ich möcht net wissen, wie viele "tierliebe" Hundebesitzer, die sich hier kritisch gegen die Autor wenden, jeden Tag a Schnitzerl essen und keinen Gedanken an die geschlachteten Viecherl verschwenden.
Korrigiere: "Autorin" sollte es natürlich heißen
Über die in Ihrem Artikel angeführten Zitate und Kommentare, sowie über die Schilderung der Ereignisse aus Berlin kann man nur den Kopf schütteln.
Dieser Artikel ist genau so berechtigt wie Ihre Ansicht, Kritik an Mißständen üben zu dürfen.
Ich sehe nirgends persönliche Angriffe oder polemische Argumentationen Ihrerseits.
Wenn ich auch manchen Ihrer Artikel ambivalent gegenüber stehe, gefällt mir Ihr Ausdruck sehr und ich lese deshalb auch Ihre Artikel gerne, bei denen ich nicht im Geichklang mit Ihrer Meinung bin.
Gut, daß Sie so unbeirrbar sind!
Gibt viele HundehalterInnen die niemals mit Nicht-HundehalterInnen auch nur irgendwelche SChwierigkeiten, schlicht nette Hunde haben, rücksichtsvolle Menschen sind und hoffen, dass ein Führschein, Einschränkungen etc. für bestimmte Hunde mit ihren bestimmten Haltern endlich dafür sorgt, dass alle miteinander gut leben können.
Schon wieder eine Frau totgebissen und zerfleischt, man könnt fast sagen, von den eigenen zwei gut bekannten Kampfhunden.
Nicht stören lassen, Frau Knecht. Alle paar Tage eine Tote(r), auch das Kind eines Polizeihundeführers - das ist genug. Solche Hunde haben im Privatbereich nichts zu suchen und sind zu verbieten!
Damit keine Unklarheiten aufkommen: Ich bin mit einem eher großen Hund aufgewachsen, ich weiß wovon ich rede. Aber vor solchen Hunden habe ich Angst! Übrigens auch vor vielen Schäferhunden, so wie sie heute gezüchtet werden. Ein Hund, der beim ruhigen Vorbeigehen bellt und dabei die Lefzen zurückzieht, hat ein unnatürliches Aggressionspotential und ist schlechte Zucht (oder vom Halter total verdorben). Braucht entweder tierpsychiatrische Behandlung oder - tut leid - die Einschläferung. Auch eine Zeitbombe.