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Da isser, fremd schaut er aus

Was die Innenministerin dringend bräuchte, wäre Objektivität.

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Die Debatte um Eberau und die Inhaftierung von Asylwerbern hat wieder einmal gezeigt, wie dringend es ein Staatssekretariat für Integration und Asylfragen braucht. Im Innenministerium von Maria Fekter sind diese Themen nicht gut aufgehoben: Fekters Umgang mit Asylwerbern nimmt immer deutlichere Züge echter Feindseligkeit an. Sie geht so leidenschaftlich aggressiv gegen Asylwerber vor, dass man sich allmählich fragt, ob das noch professionell ist.
Oder ob ein Asylwerber ihr persönlich etwas angetan hat: Vielleicht hat sie ja den, der ihr damals das Handtaschl gefladert hat, eindeutig als Asylsuchenden identifiziert, und anstatt effizient gegen die Einbruchskriminalität loszugehen, müssen jetzt Asylwerber daran glauben.

Lenkt erstens von den wenig dekorativen Resultaten bei der Einbruchsbekämpfung ab. Ist zweitens viel einfacher, wenn sich der Gegner nicht versteckt, sondern man ihn vorführen kann: Da isser, fremd schaut er aus. Und es hat drittens einen viel höheren Populismusquotienten, denn es ist ja doch angenehmer, wenn man in der Pressestunde mit originellen Ideen auftrumpfen kann, als wenn man in der ZIB 2 keine hat, wie man etwa mit den Einbrechern fertig werden soll.
Fekter kriminalisiert sehr erfolgreich die Asylsuche als solche und denunziert damit relevante, international anerkannte Asylgründe wie etwa politische Verfolgung. Bei jenen Volksgruppen, die nur einfache Botschaften verstehen, kommt das natürlich gut an; Asylwerber böse: passt. Ist so schön einfach. Versteht jeder. Braucht man nix differenzieren.
Es braucht dringend ein Ressort für Asylfragen, das Asylpolitik wieder objektiviert. Dringend.


8 Kommentare zu "Da isser, fremd schaut er aus"
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  1. Hermann S.

    Wenn beispielsweise tschetschenische und afghanische AsylwerberInnen nicht angeben wollen, über welches Land sie in die EU oder nach Österreich gekommen sind, erscheint ein Aufenthaltsverbot außerhalb des Erstaufnahmezentrums bis zur Klärung dieser Frage (oder bis zur Klärung, ob Österreich für einen Asylantrag zuständig ist) sehr vielen Landsleuten zu Recht angebracht.

  2. dietlinde k.

    ich bin der meinung ihnen fehtl einerseits die objektivität anderseits die realität.
    selten solch einen schwachsinn gelesen.

  3. dietlinde k.

    ihre kommentare kommen bei bestimmten personengruppen sicherlich gut an. sie verbreiten einfache botschaften.
    fekter = schlecht, kriminalisierend.
    linke gutmenschen = gut
    hihi, entspricht wahrscheinlich ihrem niveau

  4. dietlinde k.

    aber jetzt: etwas ganz normales: papiere wurden weggeworfen: asyl, asyl
    bis zur feststellung um wen es sich handelt, oder ob die angaben richtig sind wurde seitens fekter ein aufenthalt in einem anhaltezentrum vorgeschlagen.
    ist doch auch richtig so und findet weltweit statt. nur hier in österreich wird der mascherl-meyer sofort ins bild gerückt, alles was links der mitte ist, wird in den medien zitiert;
    manchmal glaube ich in kuba zu sein.

  5. Horst R.

    Liebe Doris Knecht,
    da bin ich aber froh, dass sich auch andere Stimmen - noch dazu mit deutlichem gendergerechten Frauen-Übergewicht - gegen Ihre in letzter Zeit immer einseitiger werdenden Kommentare wenden. Wenn Sie so weitermachen, werden Sie, was Vereinfachung anbelangt, bald zu einer ernsthaften Konkurrenz für Herrn Strache.

  6. Alfons R.

    Und ich weiss auch schon eine Ressortleiterin: Die alte Knecht, die schreibt eh schon schlecht, dann simmerse los!

  7. Gottfried F.

    Iregendwie bin ich jetzt irritiert: ausgerechnet solche, die sonst nur die einfachen Botschaften kapieren, rgen sich jetzt auf, wenn sie diese bekommen.
    Aber wahrscheinlich liegt's wohl daran, dass manche Zusammenhänge, trotz einfacher Botschaften, immer noch zu kompliziert sind.
    Oder dass man gewissen Dinge einfach eben nicht wahrhaben will, weil sie nicht ins so einfach gestrickte rechte Weltbild passen.
    So beklemmend real und wahr dieser Kurzkommentar ist, so beklemmend unfreiwillig komisch sind die meisten Reaktionen.

  8. adolf a.

    Haben Sie das geschrieben bevor, oder nachdem der Polizist niedergeschossen wurde?

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Artikel vom 12.01.2010, 15:53 | KURIER | Doris Knecht


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Foto vom Autor Doris Knecht Jetzt erst Knecht: Doris Knechts Kolumne online.

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