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Das Kind ist tot

Es ist Zeit, endlich das Verbot bestimmter Hunderassen in Angriff zu nehmen.

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Am Freitag ist ein einjähriges Mädchen von einem Rottweiler totgebissen worden. Es war der Familienhund. Der war sicher bisher immer ganz lieb. Der tat nix. Und der wollte vielleicht auch diesmal nur spielen; leider ist dabei das Kind tot geworden.

Das ist so schockierend und traurig, man kann und will man eigentlich gar nichts mehr sagen. Weil es ist alles schon gesagt worden, zuletzt vor zwei Monaten, als zwei Pitbulls eine Dreijährige fast umgebracht hätten. Die Pitbulls, die ja nichts dafür konnten, leben immer noch unbehelligt bei ihrer unbehelligten Besitzerin; immerhin wird ihr Sohn zur Verantwortung gezogen. Die Dreijährige überlebte schwer verletzt und mit nur noch einem Ohr. Und viele besorgte Eltern, Großeltern, Hundebesitzer, Kommentatorinnen, Bürgerinnen und Bürger fragten entsetzt: Muss erst ein Kind sterben, damit etwas geschieht? Damit etwas gegen bestimmte Hunderassen und gegen verantwortungslose Hundebesitzer unternommen wird?

Jetzt hat ein Kind nicht überlebt, es wurde vom Hund seines Vaters angefallen und getötet. Und das verschärft die Tragödie zusätzlich. Denn dieser Hund war vermutlich gut erzogen: Sein Besitzer, der Vater des toten Kindes, ist Polizeidiensthundeführer.

Es liegt also nicht immer nur an den verantwortungslosen, erziehungsfaulen Hundehaltern. Es liegt auch an den Hunden selbst; deren Gefährlichkeit offenbar nicht einmal ausgebildete Experten richtig einschätzen können. Es ist Zeit, endlich ernsthaft das Verbot bestimmter Rassen in Angriff zu nehmen.

Es ist viel zu lange gewartet worden. Man hat es darauf ankommen lassen, und es ist wieder passiert: Und diesmal ist das Kind tot.


4 Kommentare zu "Das Kind ist tot"
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  1. Ernst P.

    Jezt geht das ganze Theater rund um die angeblichen "Kampfhunde" wieder los. Warum fordert keiner Autlerverbot auch diese fordern sehr viele Opfer darunter auch sehr viele Kinder. Aber die Autofahrerlobby hat eben alle rechte.

  2. Oskar T.

    Wie schrieben Sie selbst noch am 4.11.: Vorsicht ist gut, Angst kann helfen, Panik nicht. Bitte aufpassen, wenn nach Verboten geschrieen wird, das ist schon oft daneben gegangen.

  3. Gini B.

    Wenn man null Kenntnis von der "Materie" hat, sollte man möglichst stillhalten und vielleicht sich gründlichst informieren, bevor man den Mund aufmacht. Wie wärs damit, Frau Knecht? Diese ständigen Hetzereien gegen Hunde und ihre Besitzer sind echt schon zum Kotzen. Sie müssten noch viel lernen und erfahren und Wissen sammeln, bevor Sie zu derartigen Themen sich überhaupt schreiben trauen. Alles andere ist nur Nachplappern und dummes Geschwätz von einer Ahnungslosen!

  4. J W.

    "es liegt an den Hunden selbst". Frau Knecht, sie haben von Hunden anscheinend wirklich keine Ahnung. Es liegt im allgemeinen an den Haltern bzw. Eltern der Opfer, wenns Kinder sind, manchmal sinds Verkettung von unglücklichen Umständen. Wissen Sie nicht, dass auch ein Chihuhua beissen kann? Welche Rassen sollen verboten werden? Alle ab 5 kg Lebendgewicht? Die meisten Bisse verursachen die am öftesten gehaltenen Rassen also nicht unbedingt Kampfhunde, obwohl ich der Ansicht bin, dass diese Tiere wegen der Beisskraft und Zuchtziele problematisch sind

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Artikel vom 13.11.2009, 15:36 | KURIER | Doris Knecht


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