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Gut für die Einwanderer

Deutsch lernen hilft.

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Am letzten Tag auf dem Land fuhren wir, Freundinnen und Kinder, mit den Rädern den Bach entlang, fanden einen schattigen Platz und duschten uns unterm Wasserfall die Hitze aus den Köpfen. Als wir unsere Räder wieder hinauf zum Weg schoben, hatte sich am Ufer ein gutes Dutzend Türkinnen um einen großen Grill eingefunden, mit einer Steige voller Hühnerteile, einem Berg Fleischlaberln und Schüsseln voller Salat.

Bevor wir auch nur äh sagen konnten, hatten wir alle riesige mit fantastisch gewürzten Sachen gefüllte Weißbrotteile in der Hand: tatsächlich einfach so. Es war überraschend und rührend und saugut. Und wenn wir nicht schon etwas in Eile gewesen wären, hätten wir uns vielleicht dazugesetzt und mit den Frauen geplaudert: aber ich glaube, außer der Dame am Grill und den jungen, offenbar hier geborenen Frauen hätten wir uns eh nicht wirklich unterhalten können.

Später hörte ich in den Nachrichten, dass von Einwanderern jetzt Sprachkenntnisse verlangt werden, und fand es richtig. Nicht aus einem Die-sollen-sich-gefälligst-integrieren-und-anpassen-Impuls heraus, sondern, weil es in erster Linie gut für die Einwanderer ist. Die beliebten Auswandererdokusoaps zeigen schön, was passiert, wenn Deutsche und Österreicher in Länder siedeln, deren Sprache sie nicht beherrschen: Meistens kommen sie bald zurück, weil sie keine qualifizierte Arbeit finden und keinen Anschluss.

Natürlich man kann auch einfach hierher ziehen, hier wohnen, Kinder versorgen, toll kochen und dahergelaufene Einheimische zu herrlichem Essen einladen, ohne je Deutsch zu lernen: Aber die Möglichkeiten erweitern sich enorm, wenn man es kann. Und mehr Möglichkeiten sind immer besser als keine.


1 Kommentar zu "Gut für die Einwanderer"
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  1. Guenther M.

    Hilfe!
    Weiß nicht, wer mir helfen könnte: Ich will, dass der 'Kurier' mir keine Mails mehr schickt. Das sind nur mehr Spams für mich, und meine Mailbox ist überschwemmt.
    Habe das schon per Mail deponiert, aber ohne Erfolg.
    Verzeihen Sie, Frau Knecht, wenn ich SIE um Hifle bitte. Ich werde Sie auch nie wieder belästigen. Aber bitte können Sie weiterleiten, dass ich keine Mails vom Kurier mehr krigeen will?
    Danke apriori!
    Mag. Günther Maurer, 1220 Wien

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Artikel vom 24.06.2008, 16:02 | KURIER | Doris Knecht


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