Letztes Update am 23.05.2012, 07:41
Jagdrefugium Wachtelhof.
Der Wachtelhof in Salzburg wurde zum privaten Luxushotel. Felle und Geweihe, Holz und Leinen verbinden Eleganz und alpenländisches Flair.
Der Wachtelhof in Salzburg wurde zum privaten Luxushotel. Felle und Geweihe, Holz und Leinen verbinden Eleganz und alpenländisches Flair.
Viel Platz, ein großes Bad mit separatem WC, ein begehbarer Kleiderschrank und Diskretion – das erwartet man von einem Hotelzimmer der gehobenen Preiskategorie. Im Wachtelhof in der 180 Seelen-Gemeinde Hinterthal am Hochkönig in Salzburg gibt es ...
... keine großen Platzverhältnisse. Trotzdem will das privat geführte Hotel Luxus bieten.
Die klassischen Zweibettzimmer sind geschätzt 15 Quadratmeter groß. „Die Räume sind klein, weil der Wachtelhof als Jagdgut ursprünglich andere Funktionen erfüllen musste. Diese alte Struktur ist geblieben, wurde aber modern ausgestattet“, sagt der Hotelbetreiber Peter Hütter. Das heißt: Die Zimmer heizt ein elektrischer Kamin, eine iPod Dockingstation sorgt für Beschallung und ...
... im Bad befriedigt eine große Dusche sanitäre Ansprüche.
Arbeitsbereiche und Couchgarnituren sind in der Lobby, die als Wohnzimmer konzipiert ist. Hier sollen die Gäste zusammenkommen.
Übernommen wurden auch die unzähligen Hirsch-, Steinbock- und Gamsgeweihe, die in jeder Ecke des Hauses hängen und Großteil der Dekoration sind.
Allein im Restaurant sind es über 60 Stück, die als Trophäen an den Wänden oder ...
... in Form von Kerzenständern und Lampenschirmen an die Pirsch erinnern. Peter Hütter: „Der Vorbesitzer war passionierter Schütze und hat die Tiere selbst erlegt. Vor 20 Jahren sperrte er den Wachtelhof zu. Bis ich das Haus vor einem halben Jahr gekauft und revitalisiert habe, stand es leer.“
Gemeinsam mit dem italienischen Luxus-Designer Michele Bönan (im Bild mit seiner Frau Christine) setzte der Hotelier den Umbau um und verhalf der historischen Substanz zu neuem Leben.
Der Holzboden und die Wandvertäfelungen wurden abgeschliffen und behandelt. Die eigens entworfenen Möbel sind mit dunklgrauem Filz oder Fellen bespannt, rote Bordüren sorgen für Akzente.
„Bauvorschriften und Gesetze haben uns den Umbau nicht leicht gemacht“, sagt Peter Hütter und zeigt auf einen Kamin: „Obwohl sie noch funktionieren, dürfen sie wegen der Brandgefahr nicht befeuert werden. Darauf verzichten wollten wir trotzdem nicht und rüsteten auf Elektrokamine um.“
Das Nebengebäude , ursprünglich ein Weinlokal, wurde zur Wellness-Zone. Die Farbwahl im „Heurigen Spa“ ist dezent: Bezüge, Teppiche und Kissen sind in hellen Naturtönen ...
... wie Beige, Creme und Braun. Der Außenpool kann zu jeder Jahreszeit benutzt werden. „17.000 Liter Öl waren für das Beheizen des Schwimmbeckens in diesem Winter notwendig“, sagt Hütter.
Das mag die gehobenen Zimmerpreise auf 5-Sterne-Niveau rechtfertigen. Und die Tatsache, dass es im Wachtelhof keinen Massentourismus gibt. Peter Hütter : „Wir wollen vor allem eins bieten: Diskretion und Zurückgezogenheit“.
(kurier)
Erstellt am 24.05.2012, 07:00