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Die fünf besten Orchideen fürs Haus

Lange galten Orchideen als schwierig zu pflegen, dank neuer Züchtungen gedeihen sie problemlos auf der Fensterbank und zählen mittlerweile zu den beliebtesten Zimmerpflanzen.

Letztes Update am 11.01.2012, 11:22


Lange Zeit waren tropische Orchideen in Europa etwas ganz Besonderes. Sie wurden direkt in den Regenwäldern gesammelt, mussten weite Schiffsreisen überstehen, waren dadurch extrem teuer und dann schwierig zu halten. Diese Zeiten sind vorbei. Heute steht eine Vielzahl der exotischen Pflanzen zur Verfügung, die problemlos auch auf der Fensterbank gedeihen. Aber: Orchidee ist nicht gleich Orchidee. Wir zeigen Ihnen die beliebtesten fünf Exemplare der exotischen Blumen.

5. Die Cattleya

Anfang des 19. Jahrhunderts galt die Cattleya als die begehrteste Pflanze, für die Sammler viel Geld bezahlten. Der Engländer William Cattley nannte die größte Sammlung sein Eigen und gab der Orchidee ihren Namen: Cattleya.

Im Gewächshaus und in den Händen von Profis bringen Cattleyen riesige Blüten hervor, die meist auch fantastisch duften. Einige der klein bleibenden Arten sind auch fürs Blumenfenster geeignet. Wichtig ist, dass die Liebhaberpflanze nicht in der prallen Sonne steht, nur mit kalkfreiem Wasser gegossen wird und nie gänzlich austrocknet.

4. Oncidium

Zart und wie kleine Schmetterlinge wirken die weit über hundert Blüten der Oncidium, die an einer einzigen Rispe erblühen. Meist sind sie gelb, die Sorte "Golden Shower" gilt als die beste. Die ursprünglich aus Westindien, Mexiko und Bolivien stammende Art bevorzugt normale Zimmertemperaturen.

Diese Orchidee mag auch keine pralle Sonne und wenig Feuchtigkeit. Ab und zu sollte man sie mit Wasser besprühen, weil sie ursprünglich in Nebelwaldgebieten beheimatet war. Die Oncidium dankt es dann jährlich (manchmal auch nur alle zwei Jahre) im Winter mit einer reichlichen Blüte. Der Blütenstand sollte nach dem Abblühen nicht gleich abgeschnitten werden, er blüht oft noch nach.

3. Stiefmütterchenorchidee oder Miltonia

Ihren deutschen Namen verdankt die Miltonia ihrem Aussehen. Ihre Blüten sehen denen des kleinen Stiefmütterchens zwar sehr ähnlich, sind aber in Wahrheit mit ihren hübschen Blütenzeichnungen viel schöner und farbenprächtiger.

Auch diese Orchidee ist das Ergebnis jahrelanger Züchtungen aus 30 verschiedenen wilden Arten, die alle aus Mittelamerika stammen. Miltonien benötigen mehr Feuchtigkeit und dürfen nie austrocknen. Wird unterschiedlich stark gegossen, werden die Blätter runzelig und bekommen das typische "Ziehharmonika"-Aussehen.

2. Frauenschuhorchidee

Den Frauenschuh gibt es auch in den heimischen Voralpen. Er steht unter strengstem Naturschutz und ähnelt der tropischen Pflanze optisch. Es handelt sich aber sehr wohl um eine andere Art als bei der Orchidee, deren botanischer Name Paphiopedilum lautet.

Züchtungen haben aus der tropischen Pflanze eine langlebige und robuste Zimmerpflanze gemacht. Die Frauenschuhorchidee gehört zu den Erdorchideen, trotzdem zieht sie das spezielle Substrat normaler Blumenerde vor. Diese Art verträgt keine Staunässe, deshalb darf sie nicht zu viel gegossen werden.

1. Phalaenopsis oder Schmetterlingsorchidee

Sie ist der absolute Superstar unter den Orchideen - die Phalaenopsis oder Schmetterlingsorchidee. Sie ist die bekannteste und am häufigsten verkaufte ihrer Art. Dank jahrzehntelanger Züchtungen gibt es sie in vielen Sorten, die das Zimmerklima gut vertragen. Ursprünglich war diese Art eine so genannte Aufsitzerpflanze (Epiphyte), sie wuchsen auf den moosbewachsenen Ästen und der Rinde in den Baumwipfeln. Daher ist richtiges Gießen die einzige Bedingung für ein gutes Wachstum.

Das lockere aus Rindenstücken und Moos bestehende Orchideensubstrat sollte alle ein bis zwei Wochen ordentlich gewässert werden. Am besten den Topf in Wasser tauchen, eine halbe Stunde abtropfen lassen und erst dann in den Übertopf zurückstellen. Die Pflanze verträgt keine Zugluft und braucht viel Licht. Im Winter mag sie einen sonnigen, im Sommer bevorzugt sie einen halbschattigen Platz. Entfernen Sie den alten Blütenstand nach dem Abblühen nicht gleich, oft bilden sich an ihm neue Blüten aus.



Letztes Update am 11.01.2012, 11:22


Artikel vom 11.01.2012 08:33 | KURIER | Sonja Grundtner | « zurück zu Garten


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