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Das Rosen-Einmaleins für Anfänger

Die Rose ist die Königin aller Blumen. Sie zählt zu den beliebtesten Kulturpflanzen und wird in vielen Sorten gezüchtet. KURIER.at hat die wichtigsten Tipps rund um die Rosenpflege.

Letztes Update am 05.12.2011, 08:42


Die Rose - die Königin der Blumen und Symbol der Liebe. Sie zählt weltweit zu den beliebtesten Kulturpflanzen und wird seit Jahrhunderten in vielen Sorten gezüchtet. Ob als stolze Edelrose, als buschige Strauchrose oder als zarte Heckenrose ist sie einfach immer schön anzusehen. Und sie passt einfach zu jeder Gelegenheit.

Schöne Rosen im Garten bedürfen allerdings einiger Pflege. Klicken Sie weiter für die Rosen-Pflegetipps.

Das Wichtigste zuerst: Rosen lieben Sonne und eine luftige Umgebung. Der Boden sollte tiefgründig und leicht sandig sein. Biogärtner Karl Ploberger rät zu kompostierten Rindermist, der den besten Humus liefert. Rosen werden prinzipiell im Herbst gepflanzt. Dank der Kultur in Töpfen können sie aber auch jetzt ausgesetzt werden.

Karl Ploberger verrät, wie Sie in sieben Schritten zu schönen Rosen kommen:

1. Der Standort

Der Standort sollte warm, aber nicht heiß, luftig, aber nicht zugig sein. Der luftige Standort ist wichtig, damit die Blätter schnell abtrocknen können. Einem Pilzbefall kann damit am Effektivsten entgegen gewirkt werden.
Rosen mögen einen tiefgründigen Boden ohne Staunässe. Verbessern Sie die Erde mit Kompost.

Rosen gedeihen nicht gut, wenn an dem Standort schon einmal welche waren. Möchten Sie neue Rosen auf diesem Beet pflanzen, empfiehlt es sich, die Pflanzung sorgfältig vorzubereiten. So sollten die alten Rosen frühzeitig entfernt werden und entweder der komplette Boden mindestens 50 Zentimter tief ausgetauscht oder eine "rosenfreie" Zeit von mindestens 6 bis 12 Monaten mit einer Zwischensaat überbrückt werden.

2. Das Pflanzen
Schneiden Sie beim Pflanzen die Wurzeln und nehmen Sie die Triebe zurück. Die Veredelung sollte zwei Fingerbreit in den Boden gesetzt werden. Sowohl bei der Herbst- als auch bei der Frühjahrspflanzung gilt es, genügend Erde anzuhäufeln.

3. Düngen
Zwei Mal im Jahr düngen ist genug: Im Pflanzjahr sollten Rosen nach der ersten Blüte gedüngt werden. In den folgenden Jahren dann immer im April und nach der ersten Blüte, bis spätestens Mitte Juli.

4. Gießen
Rosen müssen nur beim Anpflanzen eingegossen werden. Im ersten Jahr sollten sie außerdem bei sehr trockenem Wetter gegossen werden. Später können Sie das Wässern völlig vergessen.

5. Schädlinge
Bekämpfen Sie Schädlinge, vor allem Blattläuse, nur mit nützlingsschonendem Spritzmittel. Krankheiten können durch die richtige Sortenwahl verhindert werden. Sauberkeit ist wichtig bei Rosenrost und Sternrußtau: Entfernen Sie im Herbst möglichst alle Blätter, geben Sie sie aber nicht auf den Kompost. Vorbeugend sollten Sie die Rosen mit Schachtelhalmtee spritzen.

6. Der Schnitt
Entfernen Sie beim Schnitt im ersten Jahr nur das Verblühte. Beet- und Edelrosen können Sie später auf 15 bis 20 Zentimeter zurückschneiden. Bei Strauchrosen empfiehlt es sich etwa ein Drittel auszuschneiden. Kletterrosen sollten Sie kaum schneiden.

7. Winterschutz
Häufen Sie für den Winterschutz die Rosen nur an. Reisig ist nicht unbedingt notwendig. Hochstammrosen sollten aber am besten umgelegt und eingegraben werden.

Beim Rosenschneiden scheiden sich laut Ploberger die Geister: Einerseits gelten Rosen als Sträucher und müssten als solche immer zurecht geschnitten werden. Andererseits belegen wissenschaftliche Untersuchungen, dass die Pflanzen nach einem radikalen Rückschnitt gesünder nachwachsen.

Der Verein Rosarium in Bad Sauerbrunn hat folgende Grundregeln für den Rosenschnitt zusammengefasst:

Alle geschädigten oder abgestorbenen Triebe werden bis zum gesunden Holz zurückgeschnitten. Sehr dünne schwache Triebe am Ansatz entfernen.

Beet- oder Edelrosen werden ziemlich stark auf 20 bis 40 Zentimeter zurückgeschnitten. Damit wird ein kompakter dichter Wuchs erzielt.

Für den Sommer gilt: Wünscht man eine kontinuierliche Blüte, sollte man nur kurz, das heißt den Blütenrest und zwei Blätter abschneiden. Will man aber die Pflanze zu einem kräftigen Wuchs von der Basis weg anregen, so empfiehlt sich ein kräftiger Rückschnitt auf 3 bis 4 Augen.

Kletterrosen brauchen in den ersten zwei bis drei Jahren keinen Rückschnitt. Falls die Pflanze zu dicht wird, schneidet man die Seitentriebe, die in der vergangenen Saison geblüht haben, auf drei oder vier Augen zurück.

Im Sommer gilt für Strauch- und Kletterrosen, dass nur das Verblühte entfernt werden sollte. Der Rosenstock wird in die gewünschte Form geschnitten.

Einmalblühende Strauchrosen hingegen werden nur ausgelichtet. Mehr würde eine reiche Blüte verhindern.

Im Sommer werden einmalblühende Strauchrosen grundsätzlich nicht geschnitten. Das betrifft alle Wildrosenarten und viele historische Rosen. Ein Schnitt würde verhindert, dass im Herbst dekorative Hagebutten nachwachsen.

Wenn Sie gerne Rosen im Garten hätten, aber keine Zeit für die nötige Pflege haben, sind Wildrosen zu empfehlen. Ganz ohne Pflege blühen sie Jahr für Jahr reichlich und verwandeln mit ihrem nostalgischen Charme jeden in einen Bauerngarten.

Der ideale Begleiter für Rosen ist der duftende Lavendel. Beide mögen einen luftigen und sonnigen Standort. Die ätherischen Öle des Lavendel sollen auch Blattläuse vertreiben und locken dafür zahlreiche Schmetterlinge an.

Im Weingarten haben Rosen eine wichtige Funktion: Da sie schneller als der Wein vom Mehltau befallen werden, zeigen sie das kommende Übel rechtzeitig an.

Rosen sind ein Symbol für Verschwiegenheit und Schönheit, doch neben sinnlichen Farben und Formen sind es die Düfte, die uns bezaubern.

Besonders englische Rosen sind für ihre Duftintensität bekannt und beliebt.

Aufgrund ihrer Schönheit hat sich rund um die Rose eine spezielle Symbolik entwickelt.
Rosen spielen in einer Vielzahl von Sagen, Legenden, Märchen, Gedichten und Liedern eine Rolle.
Viele Namen und Wappen beziehen sich auf die Rose.
Auch in der Architektur wurde ihr ein Platz zuteil: So wird ein kreisrundes, großes Fenster, das vorzugsweise in der Gotik über dem Portal an der Westfront von Kirchen angeordnet ist, als Rosette bezeichnet.

Rote Rosen gelten seit dem Altertum als Symbol von Liebe, Freude und Jugendfrische...

... die weiße Rose gilt auch als Zeichen der Verschwiegenheit. Beichtstühle sind deshalb auch oft mit Rosenschnitzereien versehen.

Die wichtigste Nutzung der Rosen ist die Verwendung als Zierpflanze, sowohl als Gartenpflanze ...

... als auch als Schnittblume. Ein Strauß Rosen ist immer etwas besonderes ...

... deshalb wählen viele Frauen auch Rosen aller Farben und Formen für ihren Brautstrauß. Als Zeichen der Liebe ist die Rose auch der schönste Begleiter für den Hochzeitstag.

Wer sich länger am schönen Anblick einer Rose erfreuen möchte, sollte sie gleich trocknen lassen. Hängen Sie die Blüte dafür kopfüber auf, so bleiben die Blütenblätter am besten im Form. Getrocknete Rosen machen sich gut auf Kränzen oder in Gestecken,...

... ihre Blütenblätter ergeben ein tolles Potpourri, das immer wieder nach parfumiert werden kann.

Apropos Parfum: Das Rosenöl wird in der Parfumindustrie eingesetzt. Das bei der Gewinnung von Rosenöl anfallende Rosenwasser wird bei der Herstellung von Marzipan und Lebkuchen verwendet.



Letztes Update am 05.12.2011, 08:42


Artikel vom 12.07.2011 07:00 | KURIER.at | Sonja Grundtner | « zurück zu Garten


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