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Juni: Die wichtigste Zeit im Garten

Im Juni wird es allmählich bunt im Garten: Die Rosen stehen in voller Blüte, Salat und erstes Obst können geerntet werden. KURIER.at hat die wichtigsten Tipps.

Letztes Update am 05.12.2011, 08:42


Im Juni stehen die meisten Gärten schon in prächtiger Blüte. Die ersten Obst- und Gemüsesorten sind reif für die Ernte. Aber der Juni ist im Garten auch aus anderem Blickwinkel wichtig: Spätberufene haben jetzt die letzte Möglichkeit, sich ihrer Wiesen und Beete anzunehmen. KURIER.at hat alle Garten-Tipps für den Juni gesammelt.

Egal, wann man seine Tomaten ausgepflanzt hat: Sie bilden Seitentriebe, die unnötig viel Raum beanspruchen und instabil sind. Deshalb sollen diese "Geiztriebe" von Zeit zu Zeit ausgebrochen werden. Dadurch kommen die Tomaten zu mehr Licht, was ihre Qualität steigert.

Gießt man diese Pflanze übrigens mit Regenwasser (und ein bisschen Meersalz), bleiben die Früchte zwar kleiner, werden aber geschmacklich besser.

Bei der Paprikapflanze wiederum ist eine stärkere Verzweigung erwünscht: Deshalb werden die ab Ende Mai erscheinenden ersten Blütenknospen an der Spitze des Mitteltriebs abgezwickt. Im Gewächshaus wächst der Paprika jetzt zügig.

Damit die Salaternte nicht abreißt, sollte regelmäßig für Nachschub gesorgt werden. Hitzefeste Sorten wie der "Lollo" eignen sich auch noch für eine Aussaat in den Sommermonaten. Pflück- und Kopfsalat sollte möglichst abends ausgesägt und ausgiebig gewässert werden. Bei warmen Temperaturen keimen die Samen schlecht. Ein weißes Vlies schützt zudem vor Überhitzung.

Im Juni ist außerdem die richtige Zeit, um Chinakohl und Pak Choi auszusäen. Die Sämlinge können dann spätestens im August pikiert werden.

Kürbispflanzen im oder neben dem Kompost sorgen mit ihren großen Blättern für eine ausreichende Beschattung des Komposts. Sie schützen ihn zudem vor zu starker Vernässung bei kräftigen Regenfällen. Die Pflanze hat keine Probleme mit dem nährstoffreichen Boden in Kompostnähe.

Um einen möglichst großen Kürbis zu ernten, empfiehlt es sich, bei jeder Pflanze nur die ersten beiden Früchte zuzulassen und alle anderen schon sehr früh zu entfernen.

Spätestens am Johannistag (24. Juni) sollte das letzte Mal Spargel geerntet werden. Danach lässt man ihn frei wachsen, damit sich die Pflanzen erholen können und auch in der nächsten Saison wieder hohe Erträge bringen. Den Regenerationsprozess unterstützt Hornmehl.

An heißen Sommertagen ist es wichtig, die Pflanzen im Gewächshaus vor Überhitzung zu schützen. (Gilt auch für Besitzer kleinerer Gewächshäuser) Dafür empfiehlt sich ein Schattiernetz am Dach und an den Seitenwänden. Außerdem ist es wichtig, regelmäßig durchzulüften, damit die aufgeheizte Luft entweichen kann.

Stachelbeeren und Kirschen können jetzt geerntet werden. Für die Beeren gilt: Solange sie noch halbreif und feinsäuerlich sind, eignen sie sich bestens für Kuchen und Konfitüre. Für das Naschen vom Strauch sollte man sie noch ein wenig ausreifen lassen. Die Kirschenernte ist hingegen bereits voll angelaufen.

Bei starken Ertragsschwankungen können Apfelbäume Anfang Juni ausgedünnt werden. Es empfiehlt sich, bei übermäßig starkem Fruchtbehang etwa jeden zweiten Apfel zu entfernen. Das gleiche Prinzip lässt sich auch bei Pfirsichbäumen anwenden.

Vor allem stark wachsende Apfelsorten bilden im Sommer Triebe auf den Hauptästen, die in die Höhe wachsen. Diese Triebe sollten entfernt werden, bevor sie verholzen.

Obstbäume müssen jetzt generell regelmäßig gewässert werden, sonst bleiben die Früchte klein oder fallen vorzeitig ab. Zusätzlich kann der unmittelbare Wurzelbereich mit einer Abdeckung aus Rindenkompost vor Verdunstung geschützt werden.

Rosen stehen jetzt mitten in der Blüte. Damit sie dies öfter tun, sollten sie im Juni noch einmal gedüngt werden. Am besten versorgt werden Rosen mit einem organischen oder mineralischen Mehrnährstoffdünger.

Bei Rosen wie auch anderen öfterblühenden Pflanzen gilt es, die alten verwelkten Blüten zu entfernen. Mit dem Rückschnitt wird die Pflanze stimuliert, neue Blütenknospen zu bilden.

Die verwelkten Blütenstände der Pfingstrosen sollten auch jetzt abgeschnitten werden. Auf diese Weise wird das Wachstum und die Blütenbildung für die nächste Saison angeregt.

Dasselbe gilt auch für die meisten der Rhododendren, die im Juni das Ende ihrer Blütezeit erreichen. Um auch im nächsten Jahr wieder eine üppige Farbenpracht zu erreichen, sollten die Blütenstände vor der Samenbildung vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger herausgebrochen werden.

Hohe Stauden wie beispielsweise der Rittersporn knicken bei Wind oder starken Regenschauern leicht ab. Deshalb sollten sie mit speziellen Staudenstützen geschützt werden. Aus Weidenruten oder ähnlichen Hölzern lassen sich Stützen aber auch ganz leicht selber herstellen.

Noch bis Ende Juni können neue Gladiolenzwiebel in die Beete gesetzt werden. Durch zeitversetztes Pflanzen im zweiwöchentlichen Rhythmus lässt sich die Blütezeit so von Juli bis Ende September verlängern.

Hecken brauchen Ende Juni einen Formschnitt, damit sie kompakt und dicht bleiben. Denn die meisten Gehölze haben den ersten Trieb hinter sich und treiben nach dem Rückschnitt noch einmal kräftig aus.

Mit den steigenden Temperaturen sinkt der Wasserspiegel im Gartenteich stetig. Bei anhaltender Trockenheit sollte mit aufgefangenem Regenwasser nachgefüllt werden, um der Verdunstung entgegen zu wirken.





Letztes Update am 05.12.2011, 08:42


Artikel vom 15.06.2011 11:00 | KURIER.at | Sonja Grundtner | « zurück zu Garten


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