Letztes Update am 17.05.2012, 10:11
Computer-Liebe – oder was davon bleibt: Der chilenische Künstler und Designer Rodrigo Alonso baut Sitzmöbel aus alten Elektronikteilen.
gegossenen Teile ergeben ein neues Ganzes – jedes Exemplar ist einzigarti. - Foto: RODRIGO ALONSO
Die Ausgangssituation war – wie in so vielen Fällen – ein Problem. Weil das Thema Recycling in Chile bisher kaum ein Thema ist und sich noch nie jemand darüber Gedanken gemacht hatte, was eigentlich mit den vielen veralteten Elektronikteilen passiert, hatte Rodrigo Alonso eine Idee: Warum nicht all den Mist zusammenpacken und etwas völlig Neues daraus machen?
Das Ergebnis ist der Sitzhocker "n+ew", der genau genommen eine Installation ist. Installion deshalb, weil die Produktion zu teuer ist, um den Hocker in großen Mengen herzustellen. So nennt es Designer Rodrigo Alonso Kunst, auf der man eben auch sitzen kann.
Seit 2007 stellt sein Studio die transparenten Boxen auf Bestellung als Einzelanfertigung her – geliefert wurde bereits von Nordamerika bis Japan. Die Poesie der in Kunstharz gegossenen Tastaturen, Festplatten und Mäuse sind dabei unübersehbar.
So gesehen erzählt der Hocker "n+ew" vielleicht sogar mehr über unser Zeitalter als irgendwelche Internetseiten und Foto-Dateien.
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